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"Meine Wahrheit"

Demi Lovato ist "zu queer" für ein Date mit einem cis Mann

Die Sängerin und Schauspielerin verrät in einem Interview, dass sie sich mit zunehmenden Alter queerer und queerer fühlt.


Demi Lovato spielt bei "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga" die ESC-Sängerin Katiana, die nach dem isländischen Vorentscheid ihren Arm verliert (Bild: Netflix)

Die 28-jährige US-Künstlerin Demi Lovato hat in einem Interview mit der Frauenzeitschrift "Glamour" ausführlich wie nie zuvor über ihre sexuelle Orientierung gesprochen. "Mit zunehmenden Alter bemerke ich, wie queer ich wirklich bin", so die in Dallas aufgewachsene Sängerin und Schauspielerin.

In dem Interview sprach Lovato offen darüber, wie sie 2018 nach einer Überdosis Drogen im Krankenhaus gelandet und fast gestorben sei. Sie hatte damals drei Schlaganfälle und einen Herzinfarkt erlitten. Das habe sie gezwungen, ihr Leben neu zu betrachten. Auch die Auflösung ihrer Verlobung mit US-Schauspieler Max Ehrich 2020 habe eine Rolle in ihrer Selbstfindung gespielt: "Im vergangenen Jahr war ich mit einem Mann verlobt, und als es nicht funktionierte, sagte ich mir: 'Das ist ein riesiges Zeichen.' Ich dachte, ich würde mein Leben mit jemandem verbringen. Aber jetzt, da ich es nicht wollte, fühlte ich mich erleichtert, dass ich meine Wahrheit leben konnte."

Gegenwärtig, so Lovato weiter, fühle sie sich "zu queer", um mit einem cissexuellen Mann auszugehen. Als sie mit einer Frau zusammen war, habe sie sich gedacht: "Das gefällt mir viel besser." Bei Männern habe sie oft viel mehr die Freundschaften als die sexuelle Anziehung gesucht.

Lovato setzt sich seit Jahren lautstark für LGBTI-Rechte ein. 2014 wurde deshalb etwa in Russland ein Auftrittsverbot für die Sängerin gefordert, 2016 boykottierte sie wegen LGBTI-feindlicher Gesetze den Bundesstaat North Carolina. Über sich selbst als queere Person sprach sie zum ersten Mal im Juli 2020.

Ihre Karriere im Showgeschäft begann Lovato als Disney-Schauspielerin in Kinderserien wie "Barney und seine Freunde" oder Teenie-Serien wie "Endlich Pause" ("As The Bell Rings"). Danach war sie in mehreren Serien und Filmen zu sehen, zuletzt in der Netflix-Komödie "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga", in der sie in einer Nebenrolle eine isländische ESC-Sängerin spielt. Weit mehr ist sie aber als Sängerin bekannt. Ihr größter musikalischer Erfolg war der weltweit erfolgreiche Song "Échame la culpa", ein Duett mit Luis Fonsi aus dem Jahr 2017. (cw)



#1 GirlygirlEhemaliges Profil
  • 15.03.2021, 17:39h
  • Bin ich zu lesbisch um den Unterschied zwischen einem Cis Mann und einem Trans Mann zu kennen? Also ich meine unterschiedlich sind die schon, aber macht das wirklich so einen Unterschied? Immerhin sind es beides Männer. Das Gegenteil ihrer Aussage wäre dann, dass ein cis Mann und eine trans Frau als Paar irgendwie schwul seien.
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#2 LegatEhemaliges Profil
  • 15.03.2021, 18:36h
  • Antwort auf #1 von Girlygirl
  • Der Unterschied ist lediglich, dass ein Cis Mann so gut wie NIE Diskriminierungserfahrungen aufgrund seiner Geschlechtsidentität erleben muss und ein Trans Mann so gut wie IMMER.

    Ausnahmen sind dann vielleicht solche weltfremden, abgehobenen Beispiele wie das von Demi Levato. Hier könnte man von Cis Diskriminierung sprechen, aber das hat natürlich nichts mit dem zu tun, was Trans Menschen tagtäglich an Diskriminierung erfahren. Ich glaube für eine*n Celebrity wie Demi Lovato ist das alles ein "Luxusproblem", wohlgemerkt ohne Demi Lovato jetzt gut zu kennen. Lasse mich da gerne von Kennern ihrer Person eines Besseren belehren.
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#3 arcangelAnonym
  • 15.03.2021, 19:01h
  • Queen Demi Lovato,
    Danke das ihr mehr über sie schreibt.
    Hammer Frau und noch tolleres Vorbild
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#4 LupdejuppAnonym
  • 15.03.2021, 20:13h
  • Antwort auf #3 von arcangel
  • Ehrliche Frage und wahrscheinlich bist du da jetzt auch die falsche Person (also egtl ne frage an alle), aber:

    Jede*r Christ, völlig gleich wie sehr er*sie sich gegen Homophobie ausspricht und auch die eigene Kirche kritisiert, wird hier in den Kommentaren zerfetzt und als Anhänger einer Kinderschändersekte denunziert....

    Warum werden dann Leute wie Spears, Gaga, Parton und vor allem Miss "ich wurde im gleichen Fluss wie Jesus getauft und Gott hat mich gerettet" Dovato dann als Vorbilder gefeiert??

    Nochmal, kein Angriff und feier was dir gefällt, gut so, mach ich ja auch, aber ich verstehs nicht....
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#5 LorenProfil
  • 15.03.2021, 20:55hGreifswald
  • Antwort auf #4 von Lupdejupp
  • Bezüglich Dolly Parton weiß ich nur, dass sie in einem kleinen Bergdorf in Tennesee aufwuchs und von ihren Großeltern und Eltern christlich erzogen wurde. Sie hat wohl einen sehr individuell geformten Glauben an "ihren" christlichen Gott entwickelt, ist aber kein Kirchenmitglied und liegt mit ihren Ansichten häufig quer zu den Lehren, die in kirchlichen Kreisen in den USA z.B. zum Thema LGBTI* "verkündet" werden. Daher wird sie von denen auch regelmäßig heftig kritisiert, was ihr aber offensichtlich am Allerwertesten vorbeigeht.
    Eine Philantropin (wenn ich nur an ihre Charity-Aktivitäten denke), die ich sehr respektiere, ohne mit ihren Meinungen immer einverstanden zu sein oder jeden ihrer Songs zu mögen.
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#6 LupdejuppAnonym
  • 15.03.2021, 21:10h
  • Antwort auf #5 von Loren
  • Das sollte auch weder eine Kritik an den genannten Damen noch eine Kritik an deren Fans sein, bitte nicht so verstehen, do your thing und hab Spaß.....

    Ich finde es eben nur auffällig wie unterschiedlich Personen ausschließlich aufgrund ihrer Reichweite beurteilt werden...
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#7 arcangelAnonym
  • 15.03.2021, 21:29h
  • Antwort auf #4 von Lupdejupp
  • Nunja das eine hat mit dem anderen wenig zu tun.
    Demi glaubt am Gott und Jesus, ich auch aber sie glaubt ja nicht an eine homophobe Kirche also ist doch alles gut.
    Und ein Vorbild ist niemand ohne Fehler, vorbilder sind menschen die Fehler machen und daraus lernen:)
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#8 LorenProfil
#9 LorenProfil
  • 16.03.2021, 01:41hGreifswald
  • Antwort auf #6 von Lupdejupp
  • Bei einigen hat fandom leider etwas mit kritikloser Anbetung zu tun, was im "Pop-Zirkus" m.E. schon etwas seltsam anmutet. Ich meine, man sollte sein Gehirn niemals an der Garderobe abgeben, auch wenn man die künstlerischen Elaborate eines Menschen sehr schätzt.
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#10 GirlygirlEhemaliges Profil
  • 16.03.2021, 13:12h
  • Antwort auf #4 von Lupdejupp
  • Anders als in Deutschland (das ja wahrscheinlich der Wohnort/Herkunft der meisten queer.de-Leser*innen ist) ist Religiosität in den USA stärker verankert als in Deutschland. Die Katholik*innen sind dort eine Minderheit und meines Wissens sogar liberaler, das heißt, dass die meisten Amerikaner*innen nie mit katholischer Homophobie in Verbindung kommen. Natürlich gibt es noch zu viel Homophobie in den USA, vor allem unter Evangelikalen oder Mormonen. Aber ich habe den Eindruck, dass wir in Deutschland, dadurch dass vor allem die katholische Kirche organisiert und institutionalisiert ist, mehr dazu neigen, Religiöse Menschen "über einen Kamm zu scheren" und in jedem Katholiken einen Vertreter einer homophoben und sexistischen Institution zu sehen.
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