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Katholische Kirche
Papst hält am Segnungs-Verbot für homosexuelle Paare fest
In katholischen Kirchen werden Haustiere oder sogar Autos gesegnet. Die Glaubenskongregation stellt aber klar, dass "sündigen" Beziehungen grundsätzlich kein Segen entgegengebracht werden könne.

Papst Franziskus gilt zwar als Reformer – bei der Homo-Segnung hört seine Toleranz aber auf
- 15. März 2021, 13:19h 2 Min.
Die katholische Kirche ist nach eigener Einschätzung nicht befugt, homosexuelle Paare zu segnen. Das hat die Glaubenskongregation im Vatikan am Montag in einer sogenannten Responsum ad dubium (Antwort auf einen Zweifel) klargestellt. Papst Franziskus stimmte der Veröffentlichung ausdrücklich zu. Hintergrund ist demnach, dass sich in einigen kirchlichen Bereichen "Projekte und Vorschläge" verbreiteten, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen.
Segnungen menschlicher Beziehungen sind dem Schreiben zufolge nur möglich, wenn damit den Plänen Gottes gedient werde. "Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt, Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (..) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist." Das "Vorhandensein positiver Elemente" der Beziehungen, die "in sich betrachtet dennoch zu schätzen und hervorzuheben sind", könnten einen Segen nicht rechtfertigen.
Die Glaubenskongregation wies darauf hin, dass sich ihre Erklärung auf "die Wahrheit des liturgischen Ritus" beziehe und keine Diskriminierung sei oder sein solle. Außerdem könne "Menschen mit homosexuellen Neigungen", denen mit "Respekt und Takt" zu begegen sei, als Einzelperson der Segen durchaus gespendet werden – wenn diese eine "Treue" zum Glauben bekundeten. Unzulässig sei jede Segnungsform, die eine homosexuelle Partnerschaft anerkennt. Gott "segnet nicht die Sünde und er kann sie nicht segnen", so die Glaubenskongregation.
ZdK und deutscher Bischofschef für Homo-Segnung
Hierzulande fordert unter anderem das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), Liebesbeziehungen von Homosexuellen zu segnen. Sogar der Chef der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, befürwortete eine derartige Praxis (queer.de berichtete). Mit dem Nein aus Rom bleiben Segnungen jedoch auch in der deutschen katholischen Kirche dauerhaft verboten.
Zudem attestieren auch große Teile der deutschen Kirche, dass Homosexuelle eine Gefahr für die Kirche darstellten: Bischof Stefan Oster aus Pasau warnte etwa Anfang des Jahres vor einer "queeren Gesinnungsdiktatur" (queer.de berichtete). Auch das Erzbistum Köln unter Kardinal Rainer Woelki zog zuletzt die Daumenschrauben gegen Homosexuelle an, während sich der Erzbischof laut Kritiker*innen sehr nachgiebig gegenüber sexuellem Kindesmissbrauch von katholischen Priestern zeigte (queer.de berichtete). (dpa/dk)















Partnerschaften, die niemandem schaden (im Gegenteil), das ist Sünde?
Missbrauch an Kindern (was so ziemlich das Widerlichste und Verachtenswerteste überhaupt ist), das ist doch nicht so ganz unbedingt Sünde bzw. muss nicht konsequent und unbedingt verfolgt werden.
Verlogen. Verlogen. Verlogen.
Und da nützt auch keine Beichte.