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Eurovision 2021: Das sind die Beiträge

Nach einem Jahr Pause soll es im Mai wieder heißen: "Europe! Start voting now!" – nun liegen (fast) alle Beiträge vor.


V.l.n.r.: Montaigne (Australien), Måneskin (Italien), Jendrik (Deutschland) und Vorjahresfavorit Daði og Gagnamagnið (Island) als Beispiele für ein buntes Feld

Is Eurovision Coming Home? Laut den Wettbüros hat der Schweizer Vertreter Gjon's Tears nach dem Bekanntwerden aller Beiträge die besten Chancen, den Musikwettbewerb im Mai zu gewinnen. Das Land richtete den ersten Contest 1956 aus, gewann diesen und danach noch genau einmal – 1988. Aber auch Bulgarien, Frankreich, Schweden, Italien, Island und Litauen gelten als mögliche Favoriten für den Sieg des 65. Wettbewerbs.

Nach der Absage im letzten Jahr wird der Song Contest mit Finale am 22. Mai in diesem Jahr definitiv in Rotterdam ausgetragen – nach dem Erfolg von Duncan Laurence 2019 in Tel Aviv, der eine ebenfalls lange Reihe des Nicht-Siegens eines Landes beendete, war die Ahoy Arena bereits im letzten Jahr als Austragungsort vorgesehen, diente aber letztlich als Notlazarett.

Direktlink | Holt Gjon Muharremaj, dessen Eltern aus Albanien und dem Kosovo stammen, mit einer französischsprachigen Ballade den Sieg für die Schweiz?
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Beworben haben sich die gleichen Länder wie 2020, Armenien machte aber vor wenigen Wochen einen Rückzieher aus Fragen der Praktikabilität. Noch unklar ist, was mit Weißrussland geschieht: Die EBU hatte den eingereichten Beitrag der Band Galasy ZMesta wegen Lyrics im mutmaßlichen Sinne der Diktatur abgelehnt; ein anderer Beitrag ist aber noch möglich. Unter den 40 oder 39 Beiträgen finden sich einige Künstler*innen, die bereits im letzten Jahr hätten antreten sollen – alle mussten neue Songs einreichen. Einige Favoriten wie The Roop (Litauen) oder Daði og Gagnamagnið (Island) waren schon 2020 populär geworden.

Die Vertreter*innen der Community

Wie im Vorjahr haben die Gastgeber Niederlande den aus Suriname stammenden schwulen Sänger Jeangu Macrooy nominiert, der auf den bisexuellen Laurence folgt. Die in New York mit ihrer Ehefrau lebende Sängerin Lesley Roy soll wie 2020 Irland vertreten, Australien setzt erneut auf die bisexuelle Sängerin Montaigne – ihr diesmal beim ESC eingereichtes Video zeigt ihren Auftritt beim Sydney Mardi Gras vor wenigen Wochen.

Deutschland wird diesmal vom schwulen Sänger Jendrik mit einem Song gegen Hass vertreten (queer.de berichtete). Das San-Remo-Musikfestival und damit das ESC-Ticket Italiens holte die Rock-Band Måneskin, deren einzelne Mitglieder sich als "bisexuell", "heterosexuell", "sexuell frei" und "neugierig" definieren (ihr San-Remo-Auftritt ist nicht mehr als Video verfügbar).

Sie können sich ebenso Siegesschancen ausrechnen wie Tusse, der kurze Künstlername von Tousin Michael Chiza. Der mit seinen Eltern als Kind aus Kongo-Kinshasa nach Schweden geflohene Idol-Gewinner holte den Vorentscheid Melodifestivalen mit einem recht queeren, androgynen Auftritt – gegenüber dem Magazin QX sagte der 19-Jährige, dass er queere Freunde habe und die Regenbogenflagge beim CSD geschwenkt habe. Als Single, der noch nie eine Beziehung gehabt habe, und als jemand, der Persönlichkeit vor dem Geschlecht sehe, wolle er nicht mit einem Label versehen werden und betrachte entsprechende Fragen derzeit als privat.

Es gibt, ohne Gewähr auf Vollständigkeit, weitere Vertreter im Wettbewerb, die sich nicht direkt zu ihrer sexuellen Orientierung äußern oder bei denen nichts näheres bekannt wurde oder bestätigt ist. Mit der russischen Sängerin Manizha gibt es zugleich auch eine wichtige Ally.

Rotterdam wartet auf die hoffentlich große Show

Der ESC steht unter dem Slogan "Open up" – und weiter unter unklaren Corona-Bedingungen. Wetten und erste Song-Eindrücke sind das eine, letztlich kommt es aber immer auf das Gesamtpaket samt Bühneninszenierung an. Nach aktuellem Stand können die Künstler*innen mit Test- und Hygieneregime anreisen. In der Arena vor der Bühne wäre nicht das übliche Stehpublikum, sondern direkt der offene Green-Room-Bereich, in dem die Delegationen auf die Ergebnisse warten – und vielleicht gibt es in den Rängen auch Fans. Die letzten Grundsatzentscheidungen dürften ca. Mitte April fallen.

Direktlink | Vorjahres-Mitfavorit The Roop legt einen Disco-Hit vor, fehlt nur noch der Dancefloor
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Im schlechtesten Fall werden die Auftritte der Künstler*innen nur eingespielt – dazu nehmen sie in diesen Tagen spezielle Bühnenauftritte unter vorbestimmten Livebedingungen auf. Jendrik hat seinen Rückfall-Auftritt bereits vor wenigen Tagen in Vilnius gedreht – und vom NDR veröffentlichte Fotos lassen eine vielteilige Inszenierung wie im Musikvideo erahnen. Wettbüros sehen ihn im Bewerber*innen-Viertel mit den wenigsten Siegchancen – neben Beiträgen, die sich größtenteils noch für das Finale mit 26 Ländern qualifizieren müssen. (nb)

teaserbild
(39 Videos) Alle Videos der Beiträge zum Grand Prix am 22. Mai in Rotterdam.



#1 karaAnonym
  • 16.03.2021, 09:03h
  • der schwedische esc-teilnehmer tusse kam mit 8 jahren ohne seine eltern von kongo nach schweden
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#2 Lys AsAnonym
  • 16.03.2021, 18:26h
  • "Wettbüros sehen ihn (Jendrik aus D) im Bewerber*innen-Viertel mit den wenigsten Siegchancen"

    Danke, NDR, danke, Schiebung-Schreiber. Besser, die ARD spart sich das Geld und uns die WIEDERHOLTE Blamage und lässt ihn gleich zu Hause.

    Lasst den NDR den ESC nicht immer wieder ruinieren!
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