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Neu im Heyne Verlag

Der erste Schwule im Heavy Metal packt aus

In seiner Autobiografie "Ich bekenne" erzählt Judas-Priest-Sänger Rob Halford ungewöhnlich offen von seinen Kämpfen mit seiner unterdrückten Sexualität und seiner Drogensucht.


Rob Halford war zwischen 1972 und 1991 Judas-Priest-Mitglied und ist nach einer Pause seit 2003 erneut in der Band (Bild: Mark Coatsworth / wikipedia)

Rob Halford ist der legendäre Sänger von Judas Priest, einer der erfolgreichsten Heavy-Metal-Bands aller Zeiten. Über 50 Millionen verkaufte Alben und unzählige Awards krönen die Erfolgsstory der Band. Halfords persönliche Geschichte ist darüber hinaus außergewöhnlich. Er war der erste berühmte Sänger, der in der Machowelt des Heavy Metal seine Homosexualität öffentlich machte. Jahrzehntelang hatte er seine sexuelle Orientierung geheim gehalten und war darüber depressiv und drogenabhängig geworden.

In seiner jetzt auf Deutsch erschienenen Autobiografie "Ich bekenne" (Originaltitel: "Confess") erzählt der Sänger ungewöhnlich offen von seinen Kämpfen. "Es gab viele Momente in meinem Leben, in denen ich dachte, nicht mehr atmen zu können", schreibt Halford. "Es gab die klaustrophobischen, erdrückenden Jahre, so viele, in denen ich mich ertappt fühlte. Ich war Sänger einer der größten Heavy-Metal-Bands der Welt und war doch zu ängstlich, der Welt mitzuteilen, dass ich schwul war."

Memoiren "werden eine Menge Menschen schockieren"


"Ich bekenne" ist am 15. März 2021 bei Heyne Hardcore erschienen

Zugleich wird man auf über 500 Seiten Zeug*in der außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte von Judas Priest. "Meine Memoiren werden den Leser glücklich machen. Sie werden den Leser traurig machen. Sie werden einige Menschen verärgern", so Halford. "Und sie werden eine Menge Menschen schockieren."

Rob Halford, geboren 1951 im englischen Birmingham, war zwischen 1972 und 1991 Judas-Priest-Mitglied und ist nach einer Pause seit 2003 erneut in der Band. Bekannt wurde er für seine Stimmgewalt und Lederoutfits, die zum Erkennungszeichen eines ganzen Genres wurden. 1998 outete er sich gegenüber "MTV News" als schwul.

In einem Interview mit der "Schwäbischen Zeitung" hatte Halford 2018 eine Vermutung geäußert, warum Homosexualität in der Heavy-Metal-Szene nach wie vor ein Tabu ist: "Ich würde sagen, es ist ähnlich wie beim Fußball: Es ist eine traditionelle Männer-Sache – und alles, was von der Regel abweicht, wird von der breiten Masse nicht akzeptiert. Man muss da einfach bestimmten Parametern entsprechen, sonst ist man nicht Teil davon", erklärte der Sänger (queer.de berichtete). Das sei "zwar traurig, aber Realität". Es bedeute aber nicht, "dass es keine schwulen Metal-Musiker und keine schwulen Metal-Fans gibt. Auch Homos hören Metal." (cw)

Infos zum Buch

Rob Halford: Ich bekenne. Die Autobiografie des Sängers von Judas Priest. Aus dem Englischen von Stephan Glietsch, Philip Bradatsch. 528 Seiten. Heyne Hardcore. München 2021. Hardcover: 24 € (ISBN 978-3-453-27343-6). E-Book: 18,99 €


#1 Seehundkuschler
#2 Alexander_FAnonym
#3 LupdejuppAnonym
  • 16.03.2021, 11:15h
  • Antwort auf #1 von Seehundkuschler
  • Ich finde ja die Zusammenlegung von "Rock", "Indie", "Punk" und "Britpop" sehr wild...

    Und jupp, Metall, Thrash, Gothic, Trap, K-Pop, R'n'B fehlen gänzlich... oO

    Aber passt schon, soll ja jetzt keine wissenschaftlich Studie sein oder so, sonst hättest da wohl 50+ Punkte zur Auswahl....
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#4 LupdejuppAnonym
#5 GodzillaAnonym
  • 16.03.2021, 11:30h
  • Also was er zum Schluss über die Metalszene sagt kann ich nur bei einem gewissen Schlag Menschen erkennen, die Menschen dort sind doch recht tolerant, gehöre selbst auch so halb dazu und bisher war das alles recht entspannt.
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#6 KratzbürsteAnonym
#7 Alexander_FAnonym
  • 16.03.2021, 13:40h
  • Antwort auf #6 von Kratzbürste
  • "Metal" ist eben ein weites Feld, und die Black-Metal-Szene mit ihren vielen übertrven Spaßhassern mit Rechtsdrall ist eben eine völlig andere Welt als partyfreudige, rollenspielbegeisterte Blind-Guardian-Fans.
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#8 LorenProfil
  • 16.03.2021, 14:13hGreifswald
  • Antwort auf #7 von Alexander_F
  • Das sehe ich auch so. Metal ist ein Genre, das mittlerweile in unglaublich viele Subgenres aufgeteilt ist (Sam Dunn hat dazu zwei m.E. tolle Dokus gedreht: Metal Evolution und Global Metal - und ist bei youtube auch maßgeblich am kanadischen Heavy Metal-Kanal BangerTV beteiligt) und so findet man dort in Songtexten wie in den Fankreisen sehr unterschiedliche Anschauungen (vom NS Black Metal insbesondere polnischer Prägung bis hin zum politisch dem linken Spektrum nahen Thrash Metal- oder auch Grindcore (zumindest bei den Gruppen, die politische Texte schreiben, und ihren Fans).
    Es war super, dass Rob Halford seinerzeit in die Offensive gegangen ist, was auch andere inspiriert hat, die weniger bekannt sind (z.B. Gaahl , der in der Black Metal-Szene für frische Luft gesorgt hat, da er Sänger einer sehr erfolgreichen BM-Band namens Gorgoroth war).
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#9 LupdejuppAnonym
  • 16.03.2021, 14:52h
  • Antwort auf #7 von Alexander_F
  • Naja, ich finde jetzt allerdings auch nicht das Musik "Spaß" machen muss, ich hör ja auch kein Nick Cave und grins mir einen ab wenn er über seinen toten Sohn singt.... dennoch gefällt mir die Mucke und da sie mir gefällt hab ich zwar irgendwie schon "Spaß" dran, halt nicht im Sinne der Definition "Spaß".... (ich weiß, der Satz macht egtl keinen Sinn, aber ich hoffen du verstehst auf was ich raus will)....

    Und yoahr, allmählich brauch ich auch keine moshpits mehr, da steh ich allmählich auch eher hinten wie ne Säule und beweg mich nur für die nächste Runde Bier.... Spaß hab ich meistens trotzdem,....
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#10 Markus2Anonym