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Katholische Kirche

Über 300 Priester in Österreich boykottieren Segnungs-Verbot

"Dieses Dekret stößt viele Christinnen und Christen vor den Kopf und vernebelt und diskreditiert die befreiende Botschaft Jesu", heißt es in einer Stellungnahme der sogenannten Pfarrer-Initiative,


Symbolbild: Die Priester und Diakone der Initiative wollen auch weiterhin den Segen Gottes für die Liebe zwischen Lesben und Schwulen in Gottesdiensten feiern (Bild: Christiane Birr / flickr)

Eine Gruppe von mehr als 300 liberalen Seelsorgern in Österreich will das vatikanische Verbot von Segnungen homosexueller Partnerschaften ignorieren. "Dieses Dekret stößt viele Christinnen und Christen vor den Kopf und vernebelt und diskreditiert die befreiende Botschaft Jesu", schrieb die als Pfarrer-Initiative bekannte Bewegung am Dienstag in einer Stellungnahme.

Am Montag hatte die Glaubenskongregation des Vatikans klargestellt, dass die katholische Kirche aus ihrer Sicht nicht befugt sei, homosexuelle Partnerschaften zu segnen (queer.de berichtete). Die Pfarrer-Initiative protestierte gegen die Argumentation der Kongregation, dass Segnungen menschlicher Beziehungen nur möglich sind, wenn damit den Plänen Gottes gedient ist.

Bereits 2011 "Aufruf zum Ungehorsam" veröffentlicht

Die Priester und Diakone der Initiative kündigten an, auch weiterhin den Segen Gottes für die Liebe zwischen Lesben und Schwulen in Gottesdiensten zu feiern. "Eine Theologie auf der Höhe der Zeit begründet diese verantwortliche Praxis", betonten sie.

Die Pfarrer-Initiative veröffentlichte bereits im Jahr 2011 einem "Aufruf zum Ungehorsam", in dem sie unter anderem die Zulassung von Frauen und verheirateten Männern als Priester forderten. (cw/dpa)



#1 SebiAnonym
  • 17.03.2021, 08:17h
  • Wenn selbst in einer streng hierarchischen Organisation wie der katholischen Kirche sich die Priester nicht mehr dafür interessieren, was der Papst sagt und einfach jeder macht, was er will, sollte doch spätestens das mal den Papst zum Nachdenken bringen, ob seine Ansichten noch haltbar sind.

    Dieser Verein dreht sein Fähnlein nach dem Winde und macht sich immer lächerlicher.

    Das beste wäre, die würden einfach jeden so leben lassen, wie er will und nicht mehr davon besessen sein, sich immer und überall in alles einzumischen.
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#2 tchantchesProfil
  • 17.03.2021, 10:19hSonstwo
  • Genau, die segnen jetzt alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist.

    Wenn man in Frankreich zum Ausdruck bringen will, dass es von etwas ganz viel gibt, dann gibt es 'autant qu'un évêque peut en bénir' - so viele wie ein Bischof segnen kann. :-)
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#3 Taemin
#4 StrottiAnonym
  • 17.03.2021, 10:45h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Die Verantwortlichen in Rom lassen es vermutlich darauf ankommen, dass ihnen weitere Schäfchen in den ohnehin schrumpfenden Gemeinden in Mitteleuropa verlorengehen, solange es einen kräftigen Zuwachs in Afrika, Asien und Südamerika gibt, wo die harte, menschenrechtsfeindliche Linie leider auf viele offene Ohren stößt. Man muss immer bedenken, dass die katholische Kirche eine weltweit agierende absolutistische und zentralistische Organisation ist, die regionale Differenzierungen von ihrem Selbstverständnis her eigentlich nicht zulassen kann und deshalb den Weg einschlägt, der ihr die meisten Mitglieder zu sichern verspricht.
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#5 AlexAnonym
  • 17.03.2021, 11:10h
  • Selbst diese "Segnungen" sind ja auch wieder diskriminierend, weil man Schwulen und Lesben nicht die selben Rechte gibt wie Heteros, sondern uns mit irgendeiner Zeremonie zweiter Klasse abspeisen will. Etwas, was man auch mit Tieren und Gegenständen macht.

    Ich verstehe zwar eh nicht, wieso manche Menschen den Segen der Kirche für ihre Beziehung brauchen. Aber die wieder so eine Einrichtung zweiter Klasse für Menschen zweiter Klasse zu machen, ist schon wieder Diskriminierung pur.

    Mal ganz abgesehen davon, dass sonst das bisschen nicht offiziell anerkannt ist, weil der Vatikan selbst das bisschen noch verbietet.
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#6 FlavianAnonym
  • 17.03.2021, 12:54h
  • Den mutigen Geistlichen sei gedankt. Die Glaubenskongregation lässt nichts aus, um das Band des Zusammenhalts der katholischen Kirche zu zerstören. Wenn die katholische Kirche Sünde nicht segnen kann aber der sexuelle Missbrauch von Personen jahrelang vertuscht werden konnte, klingt das aus meiner Sicht sehr dreist. Ich denke, das endlich die Zeit angekommen ist, dass die katholische Kirche im deutschsprachigen Raum sich von Rom lossagt.
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#7 Roman BolligerAnonym
  • 17.03.2021, 13:14h
  • Die Pläne Gottes?
    Aha! Ach so!
    Deshalb schützte der Vatikan während Jahrhunderten (und oft immer noch?) das schändliche Schänden von Kindern und Juugendlichen durch sein Personal.
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#8 WurzlAnonym
  • 17.03.2021, 13:27h
  • Es ist längst überfällig, dass unser Staat aufhört, mit staatlichen Mitteln über die Lohnabrechnung der Arbeitnehmer:innen die Mitgliedsbeiträge dieser Sekte einzutreiben. So ein Service sucht weltweit seinesgleichen und gehört in einem (relativ) aufgeklärten Land wie Deutschland auf der Stelle abgeschafft.
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#9 RebeccaProfil
  • 17.03.2021, 14:19hBerlin
  • Es scheint so, daß die "Oberen" sich schon soweit vom "Fußvolk" entfernt zu haben, daß das "Fußvolk" auf die "Oberen" nicht mehr hört.

    Aber ich kenne mich da eh nicht so aus, da ich selbst protestantisch groß geworden bin und mich Rom mit dem Mann im weißen Kleid nie groß interessiert hat.
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#10 RootslAnonym