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Kommentare zu:
Jede*r Vierte hat Probleme mit LGBTI-Kolleg*innen


#1 SchonAnonym
  • 18.03.2021, 06:59h
  • Vorsicht bei YouGov "Studien". Das sind gerne einmal unrepräsentative Internetumfragen die in der Fragestellung schon die gewünschte Antwort enthalten.
    Eine Studie sollte repräsentativ und neutral durchgeführt werden, macht abber auch mehr Arbeit.
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#2 ElfolfProfil
  • 18.03.2021, 09:37hHamburg
  • Das siehst mit sehr nach einer Was wäre wenn Studie aus. Wesentlich ist der tatsächliche Umgang miteinander im Alltag und in wie weit dieser durch die sexuelle Identität beeinflusst wird. Hier spielen auch persönliche Sympathie oder Abneigung einen Rolle, die eher im Verhältnis untereinander als in der sexuellen Orientierung oder Identität begründet sind. Ob man mit anderen gut klar kommt, hängt von so viel mehr Faktoren ab.
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#3 JynkxAnonym
  • 18.03.2021, 10:09h
  • Antwort auf #1 von Schon
  • Danke. Ich habe mich beim Lesen an eine Studie erinnert, bei der ich vor einiger Zeit online mitgemacht habe. Die Formulierungen der Fragen war zB wie gerne ich mit einer lesbischen/schwulen/trans/usw. Person zusammenarbeiten würde, für wie kompetent ich sie hielte etc.
    Der Punkt ist, dass ich da eigentlich durchgehend nur eine mittlere Bewertung geben konnte, da dieser Aspekt für mich völlig irrelevant dafür ist, ob ich gern mit der Person arbeite oder sie für kompetent halte. Da hatte ich schon ein sehr ungutes Gefühl, wie das gewertet werden könnte.
    Ich weiß nicht, ob es tatsächlich diese Studie war, aber bin aufgrund solcher Erfahrungen auch sehr vorsichtig mit der Interpretation...
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#4 Taemin
  • 18.03.2021, 10:21h
  • Zwei Erfahrungen von meiner Seite:

    Offen feindselig verhalten sich eher Frauen als Männer, aber offen sympathisierend verhalten sich auch eher Frauen als Männer. In der Regel jedoch darf man bei Anfeindungen, Intrigen u.ä. von niemandem Hilfe erwarten.
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#5 PillepalphAnonym
#6 Dont_talk_aboutProfil
  • 18.03.2021, 11:45hFrankfurt
  • In der JU sind laut FAZ neue Fälle sexueller Belästigung und fehlender Akzeptanz von Frauen zu Tage gekommen. Das passt alles ins Bild. Es wird wieder konservativer.
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#7 Taemin
  • 18.03.2021, 11:50h
  • Antwort auf #5 von Pillepalph
  • Statt gleich zu beleidigen, solltest du erst mal lesen: Ich schreibe "Erfahrungen von meiner Seite". Soll ich jetzt Namen, Orte, Zeiten, Begebenheiten aus meinem Leben nennen? Warum willst du nicht akzeptieren, dass Menschen in ihrem Leben bestimmte Erfahrungen gesammelt haben und davon berichten? Wenn du andere gemacht hast, rede davon. Aber stelle meine nicht in Frage.
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#8 MannheimerAnonym
  • 18.03.2021, 11:53h
  • Ich habe 2001-2009 bei einer Versicherung im Innendienst gearbeitet. Meine direkte Vorgesetzte hatte einen heranwachsenden Sohn und erkannte bei ihm diverse "nicht-geschlechtskonforme" Verhaltensweisen. Sie bekam Angst, er könne "so werden wie ich". Ich wurde für sie zum Sinnbild des Unerwünschten, Unsympathischen, Abstoßenden, und sie hat mich das bei jeder nur bietenden Gelegenheit spüren lassen. Außerdem hat sie noch weitere Kolleginnen und Kollegen aus der Abteilung gegen mich aufgehetzt. Oft genug musste ich erleben, dass schlagartig alle verstummten, wenn ich ihr Büro betrat, um z.B. ein Fax zu senden oder eine Frage zu stellen. Auf dem Gang grüßte mich übrigens niemals jemand zuerst - alle rannten stumm an mir vorbei. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, jede Person zu grüßen. Meist kam nicht mal dann eine Antwort. Ich wurde mit der Zeit immer öfter krank und wurde nach 8 Jahren zum neuen Chef zitiert. Ich sollte als einziger in der gesamten Abteilung künftig sofort ab dem ersten Krankheitstag ein Attest vorweisen und zwangsweise eine entsprechende Vereinbarung unterschreiben. Statt dessen reichte ich dann meine Kündigung ein. Im Nachhinein habe ich keine Ahnung, wie ich diese 8 Jahre in dieser Firma aushalten konnte. Kurz danach bin ich dann auch an einem schweren Burnout erkrankt. Achja, besagte Vorgesetzte hetzte übrigens auch immer wieder über eine Transfrau aus einer anderen Abteilung. Und ein weiterer schwuler Kollege, auch aus einer anderen Abteilung, war ihr auch "schwer suspekt". Ich fände es spannend, zu erfahren, was aus ihrem Sohn geworden ist, der mittlerweile erwachsen sein muss. Aber gottseidank habe ich mit diesen Menschen nichts mehr zu tun.
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#9 StaffelbergblickAnonym
  • 18.03.2021, 12:52h
  • Antwort auf #8 von Mannheimer
  • 2001 - 2008 in einer Versicherung ... das ist heftig. Ich hatte von 1972-1978 in Berlin in einer Abteilung eines Versichereungsunternehmens gearbeitet. Natürlich gab es anfangs Anspielungen ... die ich aber nicht als bösartig ... eher neugierig empfand. Bekam ja jeden Tag Anrufe von meinem Freund .. und damals gab es in den Abteilungen halt nur ein oder zwei Telefone. Meine Gruppenleiterin grinste dann immer. Allerdings gab es noch einen weiteren gleichaltrigen Mitarbeiter, der immer mit einem typischen Schwebegang durch den Raum eilte. Zu meinem 23. Geburtstag hatte ich dann hemmungslos mal den Satz losgelassen "Ich bin schwul" ... von daher gab es nie Probleme. Die Gesellschaft hatte sogar ein eigenes Station und ich machte damals Leichtathletik. Da gab es keine Probleme beim Umkleiden, Duschen usw. Auch da war ich nicht der einzige Schwule. Einen Kommentar gab es, als ich im Sommer nicht so ganz "versicherungstypisch" gekleidet ins Büro kam.
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#10 PaulAnonym
  • 18.03.2021, 13:00h
  • Antwort auf #8 von Mannheimer
  • Als einziger?

    Nimm es nicht persönlich das soll keine atakke sein, die einzige transperson die ich je getroffen habe die sich selbst nicht als ihr Geschlecht gesehen hat und sich selbst misgendert hat hatte ziemlich viele Probleme gleichzeitig.
    Ich weiß nicht ob die daher kommen das du dort so schlecht behandelt wurdest aber ich hoffe du suchst dir hilfe.

    Ich habe eine weile mit verschiedenen lgbt+ Gruppen gearbeitet und mir ist es wirklich nur ein mal aufgefallen das jemand das getan hat.
    Alle anderen transpersonen haben das nicht ein einziges Mal gemacht einfach weil sie sich nicht als das falsche gender gesehen haben.
    Selbst Personen die noch nicht mit ihrem paasing zufrieden waren haben das Problem nie gehabt.

    Wir haben später rausgefunden das besagte Person ernsthafte Psychotherapeutische Hilfe dringend benötigt hatte, ich hoffe das du dir sobald du Probleme bemerkst einen Termin bei einem Therapeuten suchst bevor schlimmeres passiert.
    Die Person von der ich spreche hate angefangen sich selbst zu verletzen und über schlimmeres zu nachzudenken, ich weiß das das hier ziemlich lang ist aber ich habe seit dem richtig Panik das sich Leute etwas tun und ich wurde gerade einfach daran erinnert.
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#11 WahrheitIstRelativAnonym
  • 18.03.2021, 13:30h
  • Antwort auf #4 von Taemin
  • Sehr glaubwürdig, weil es eben keine besseren und schlechteren Menschen gibt. Wer emotionaler denkt und handelt - das sind oft Frauen, aber es gibt natürlich auch Männer- der kann sich mehr in positives aber auch mehr in negatives hereinsteigern. Hass ist ja auch ein Gefühl, genau wie umgekehrt Liebe. Hat also alles seine Kehrseite. Umgekehrt können oberflächlichere Menschen ein Segen - weil teils objektiver-und genauso ein Graus sein, weil weniger emphatisch.
    Wenn es dann darauf ankommt, zeigt sich halt, dass es da kein besser und schlechter gibt. Und Gruppen Dynamik ist dann schon eher sowas wie eine rotierende Maschine, die der einzelne nicht durchschauen und steuern kann-da braucht es eine Person "vom Fach".
    Allerdings würde ich dieses Männer-Dingens von wegen "unmännlich" da rausnehmen, denn das fällt tatsächlich besonders bei Männern auf und da kenne ich bei Frauen nichts vergleichbares.
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#12 WahrheitIstRelativAnonym
  • 18.03.2021, 13:43h
  • Antwort auf #8 von Mannheimer
  • Mobbern geht es immer ganz gut und sie sind beliebt, weil sie ruhig und ausgeglichen sind, während die von ihnen Gequälten ja immer auffälliger werden. Die werden dann auch zum Doktor geschickt, dabei wäre es die beste Medizin für die Opfer, wenn die Täter dorthin müssten. Dann scheinen Mobber und Diskriminierer auch so sozialstark, weil immer leistungsfähig bei der Arbeit. Tatsächlich haben sie die Sozialausgaben deutlich mit zu Verantworten, denn sie machen zwar nicht sich selber, aber andere Arbeitsunfähig.
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#13 MannheimerAnonym
#14 ach soAnonym
#15 KumpelAnonym
#16 SchonAnonym
  • 18.03.2021, 18:35h
  • Antwort auf #3 von Jynkx
  • Das schlimme ist, dass wir in einer Zeit leben, in der "Studien" als die Wahrheit oder als Fakt angesehen werden. Kaum jemand macht sich noch die Mühe, zu fragen wie das Ergebnis zustande kommt.
    Wenn ich eine Onlineumfrage mache:
    "Sollte *** zum Schutz der Umwelt, dem Tierwohl und zum Schutz unserer Kinder "
    a) verboten werden
    b) stark reglementiert werden
    c) weiterhin erlaubt sein, weil *** dazu gehört

    Dann kann ich für *** Homosexualität, Grillen im Freien, Feuerwerk, Auto fahren ... eingesetzt werden, und das Ergebnis wird immer das gleiche sein.

    So funktioniert der Umfage- und Studienkonzern.
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#17 HmmmAnonym
  • 18.03.2021, 21:54h
  • Antwort auf #10 von Paul
  • Als Transperson, die viele Transpersonen kennt, kann ich sagen, dass es gar nicht so unüblich ist sich anfangs versehentlich selbst zu misgendern. Das hat nicht unbedingt damit zu tun, dass man sich noch als das falsche Geschlecht sieht, sondern eher damit dass man über sich sein Leben lang auf eine bestimmte Weise geredet hat und es dauert halt, bis man das loswird.

    Im Übrigen: wenn du die (anscheinend inkorrekte) Idee, dass Mannheimer trans ist und sich selbst misgendert, von der Formulierung "als einziger" hast, dann solltest du mal darüber nachdenken, dass nicht alle Transpersonen Transfrauen sind. Transmänner gibt es auch.
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#18 Alexander_FAnonym
  • 18.03.2021, 22:58h
  • Antwort auf #12 von WahrheitIstRelativ
  • Wie derartig wahr deine Worte doch sind.

    Und gerade deshalb bin ich auch so froh darum, wenn jetzt so viele von diesen Mobbern mit "Identitätspolitik" belästigt werden, will heißen zum ersten Mal mit der Frage konfrontiert werden, ob sie nicht vielleicht auch etwas falsch machen könnten. Hirsethierse und seinen Brüdern kann man von dieser Suppe gar nicht genug einschenken.

    Ansonsten kann ich als jemand, der von meiner Schulzeit noch ein Rambosyndrom (CPTSD) von sich trägt nur sagen, dass es seine Gründe hat, dass ich schon seit Jahren und schon vor Corona nur im Homeoffice und selbstständig arbeite.
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#19 Taemin
  • 19.03.2021, 10:07h
  • Antwort auf #14 von ach so
  • Ich hatte an der FH einen Dozenten, der immer sagte, jeder könne nur die Erfahrungen aus seinem eigenen Leben vorbringen. Das stimmt in der Tat. Von den Erfahrungen anderer Menschen, die natürlich von meinen eigenen abweichen können, vermag ich nicht zu berichten. Freilich gibt es offenbar auch Menschen, die andere Erfahrungen als die eigenen nicht akzeptieren wollen und sie gar als Agitation zur Erreichung böser Ziele verunglimpfen. Wenn Du andere Erfahrung hast als ich, dann sage das, aber beschimpfe mich nicht für meine.
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#20 swimniAnonym
  • 20.03.2021, 11:10h
  • ich habe alles erlebt. von totaler akzeptanz bis zur heimtückischen intrige und dummen sprüchen.
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