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Heimkino

Immigrant liebt Emigrant

In der bewegenden finnischen Sommer-Romanze "Die Hütte am See" kommen sich der syrische Flüchtling Tareq und der Student Leevi, der in Paris studiert, bei der Renovierung eines alten Ferienhauses näher. Jetzt im Salzgeber Club!


Leevi und Tareq lernen sich bei der Renovierung eines alten Ferienhauses kennen – und lieben (Bild: Salzgeber)

Der junge Schwule Leevi (Janne Puustinen) hat Finnland hinter sich gelassen, um in Frankreich zu studieren. In Paris schreibt er eine Abschlussarbeit über Gender-Performativität in den Werken von Kaarlo Sarkia und Rimbaud. Sehr zum Ärger seines konservativen und homophoben Vaters Jouko (Mika Melender).

Dennoch verbringt Leevi den Sommer in Finnland, um seinem Dad bei der Renovierung des alten Mökkis, des traditionellen finnischen Ferienhauses mit Sauna am See, zu helfen. Zur Unterstützung wird Tareq (Boodi Kabbani) engagiert, ein junger Architekt aus Syrien, der als Flüchtling nach Finnland kam.

Schwule Romanze in skandinavischer Sommeridylle


Poster zum Film: "Die Hütte am See" ist als Video on Demand sowie auf DVD erschienen

Als der Vater für einige Zeit beruflich in die Stadt fährt, kommen sich Tareq und Leevi näher. Der Student öffnet sich immer mehr gegenüber dem Syrer, der in dem kalten Land noch keine Freunde und kaum Arbeit gefunden hat. Für die beiden jungen Männer wird es eine sehr bereichernde – und zunehmend emotionale, zärtliche und körperliche – Erfahrung.

Elegant verschränkt Regisseur Mikko Makela in "Die Hütte am See" die verschiedenen Lebens- und Familienperspektiven des Emigranten Leevi und des Immigranten Tareq. "Ich sehe dieses Land anders als du", sagt Tareq zu Leevi an einer Stelle. "Es ist jetzt mein Zuhause." Die bewegende schwule Romanze inmitten einer skandinavischen Sommeridylle entwickelt sich zu einem vielschichtigen und gegenwärtigen Film über die Frage nach Herkunft und die Suche nach einer neuen Heimat.

"Die Hütte am See" läuft seit 18. März 2021 als Video on demand im Salzgeber Club. Der Film ist außerdem auf DVD erhältlich. (cw/pm)

Vimeo / Salzgeber Club | Trailer zum Film und Möglichkeit, ihn direkt anzuschauen
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Infos zum Film

Die Hütte am See. Romantik-Drama. Finnland/Großbritannien 2017. Regie: Mikko Makela. Darsteller: Janne Puustinen, Boodi Kabbani, Mika Melender, Virpi Rautsiala. Laufzeit: 107 Minuten. Sprache: finnisch-englische Originalfassung. Untertitel: Deutsch (optional). FSK 12. Verleih: Salzgeber. Erhältlich auf DVD und als Video on Demand im Salzgeber Club.
Galerie:
Die Hütte am See
10 Bilder


#1 WanndererAnonym
#2 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 18.03.2021, 11:11h
  • Antwort auf #1 von Wannderer
  • Oh, absolut! Mein bester Freund und ich waren hin und weg. Es ist natürlich alles Geschmackssache, aber wir können diesen Film absolut empfehlen! (Was auch daran lag, dass wir uns beide sofort in den schönen Syrer verliebt haben. Aber auch das ist ja Geschmackssache.)
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#3 KumpelAnonym
  • 18.03.2021, 12:11h
  • Antwort auf #2 von NonBinary
  • Kenne zwar diesen Film nicht, doch kann ich mich sehr gut in Dich hineinversetzen. Vor gut einem halben Jahr lernte ich einen jungen Syrer in einer Wohngemeinschaft kennen. Wo auch eine Alleinerziehende Mutter mit ihren zwei Jungs 8 u.10 Jahre alt lebte. Ich betreute diese beiden einmal die Woche. So lernte ich Tarik kennen. Er erzählte mir seine Geschichte von der Flucht aus Syrien u.wie er seine Familie zurücklassen mußte. Und er ist so unglaublich schön. Ich kam nicht umhin, ihn unentwegt anzuschauen. Diese Augen. Er ist so um die 21 Jahre jung, bemerkte meine ständigen Blicke. Aber er fühlte sich nicht dadurch verunsichert. Eines Tages sagte ich zu ihm, ich hätte da eine Überraschung für dich. Er ging mit mir nachhause und in den Keller. Dort stand mein noch gut funktionierendes Fahrrad. Zudem zwei große Lautsprecherboxen u. ein Verstärker. Als ich ihm sagte, all das gehört nun Dir, strahlte er wie ein kleiner Junge. Mit meinen jetzt 70 Jahren habe ich ihn nicht damit konfrontiert, dass ich schwul bin. So sind wir nun gute Freunde geworden. Er lernt jetzt bei einer Security Firma und darf sogar nach seiner Ausbildung eine Waffe tragen. Auch lernt er schon sehr gut unsere Sprache.
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#4 Eberhard WüstlingerAnonym
  • 18.03.2021, 12:51h
  • Die vorherigen Kommentare empfinde ich als pauschalisierend und infantilisierend - als seien Geflüchtete eine homogene Masse und einfach nur "schön" wie z.B. schöne Püppchen, nicht mehr. Und wieso versteckt der Vorredner seine Homosexualität auf einmal im Kontakt zu Geflüchteten? Ob das langfristig für Akzeptanz sorgt?
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#5 LarsAnonym
#6 LarsAnonym
  • 18.03.2021, 13:33h
  • Antwort auf #1 von Wannderer
  • Der Film ist eine poetische Romanze mit den "idealen" Bedingungen. (abgschiedene Hütte, Sommer, junge Menschen zwischen denen es auf Anhieb funkt, zeitweise Aufhebung von sozialen und kulturellen Barrieren), aber sensibel und sinnlich umgesetzt.

    Sehr gelungen ist m.E: die Auseinandersetzung mit Männlichkeitsbildern und -klischees (v.a. mittels des Blicks des jungen Finnen auf den syrischen Handwerker.)

    Die vielen sozialkritischen Fragen aufgrund der unterschiedlichen Lebenschancen und sozialen Möglichkeiten der beiden Poritagonisten werden nicht ausgeblendet, aber eher angedeutet.
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#7 KommentarAnonym
#8 WanndererAnonym
#9 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 18.03.2021, 14:35h
  • Antwort auf #4 von Eberhard Wüstlinger
  • Wie schräg ist das denn bitte? Ich soll nicht von einem "schönen Syrer" sprechen dürfen, weil ich ihn damit "infantilisiere und pauschalisiere"? Die beiden Hauptdarsteller sind ein Finne und ein Syrer. Der Finne ohne Bart, der Syrer mit. Wir fanden den Syrer eben unglaublich schön, u.a. weil wir Männer mit Bart mögen, aber auf keinen Fall, weil er Syrer war, oder weil er Geflüchteter war. Wie Du auch nur im Entferntesten auf die Idee kommst, wir würden so jemanden wie ein "Püppchen" wahrnehmen oder behandeln, bleibt mir komplett verborgen.
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#10 KumpelAnonym
  • 18.03.2021, 15:13h
  • Antwort auf #4 von Eberhard Wüstlinger
  • Falls Du mich damit meinst, sei Dir eins ans Herz gelegt, ich lebe offen schwul. Verstecke mich vor niemanden. Muß aber eine gerade begonnene sehr nette Freundschaft nicht gleich damit beginnen mein gegenüber zu fragen: ach im übrigen, ich bin schwul und steh auf dich. Alles klar?
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