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Katholische Kirche

Klöckner kann Segnungs-Verbot "nicht nachvollziehen"

Das Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Partnerschaften sei "so unverständlich" und habe nichts mehr mit der Lebenswelt der Menschen zu tun, kritisierte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU).


Die CDU-Politikerin Julia Klöckner ist Mitglied im Zentralkomitee deutscher Katholiken (Bild: BMEL / Thomas Trutschel / photothek.net)

Mit "großem Unverständnis" hat die CDU-Politikerin Julia Klöckner auf das Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Partnerschaften reagiert. "Italien liegt zwar in Europa, der Vatikan scheint aber gerade in einem anderen Universum unterwegs zu sein" sagte die Theologin, die Mitglied im Zentralkomitee deutscher Katholiken ist, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Paaren den Segen zu verweigern, nur weil sie lesbisch oder schwul seien, sei "so unverständlich" und habe nichts mehr mit der Lebenswelt der Menschen zu tun. "Es geht an den Bedürfnissen schlichtweg vorbei", sagte die Bundesagrarministerin. Kirche brauche Akzeptanz und Relevanz. "Aber mit solchen Äußerungen verspielt sie diese."

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"In meiner Kirchengemeinde wurden Kräuter und Pferde gesegnet"

Sie freue sich als Kirchenmitglied, dass es Menschen gebe, denen der Segen Gottes noch etwas bedeute. "Sie so vor den Kopf zu stoßen – ich kann es wirklich nicht nachvollziehen. Und das macht mich traurig", sagte Klöckner. "In meiner Kirchengemeinde wurden Kräuter und Pferde gesegnet. Schön. Dann sollten liebende und bekennende Paare, die kein Unrecht begehen, denen der Segen etwas bedeutet, davon nicht ausgeschlossen werden!" Klöckner ist Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz.

Am Montag hatte die Glaubenskongregation des Vatikans klargestellt, dass die katholische Kirche nicht befugt sei, homosexuelle Partnerschaften zu segnen (queer.de berichtete). Segnungen menschlicher Beziehungen seien nur möglich, wenn damit den Plänen Gottes gedient sei. Unzulässig sei jede Segnungsform, die homosexuelle Partnerschaften anerkenne. Die Entscheidung hat in Deutschland starken und anhaltenden Protest ausgelöst (queer.de berichtete). (cw/dpa)

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#1 KeineAhnungAnonym
  • 19.03.2021, 07:15h
  • Interessant. Die, die Merz und AKK stets den Rücken gestärkt hat, stärkt jetzt uns den Rücken? Sind etwa bald Wahlen? Jeder kann natürlich seine Meinung/Einstellung ändern. Aber es hat einen Beigeschmack. Zudem ist die Frau umweltpolitisch keine Bereicherung in ihrem Amt gewesen. Vielleicht sollte sie dort mit den ihr anvertrauten Landwirtschaftsfragen beginnen.
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#2 NVZiehAnonym
  • 19.03.2021, 07:25h
  • Soso... "nicht nachvollziehbar"?

    Dann versuch ich doch mal eine Erklärung: Es ist nützlich für das Gruppengefühl. Da kuschelige "wir gegen die". Sowas braucht eine Industrie-Sekte, damit die auch in 2000 Jahren noch an Bordellen, Filmen über Schwule oder den kostenlos eingetriebenen Pflichtbeiträgen ihrer Mitglieder gut verdienen kann.

    Außerdem eignet sich das Thema wunderbar, um das Spotlight in eine Richtung zu drehen, damit die eigenen dunklen Stellen möglichst dort bleiben.

    Danke, keine Ursache.
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#3 Grete WurmAnonym
  • 19.03.2021, 07:55h
  • Ja, die Politik von der einstigen Weinkönigin ist durchaus streitbar. Aber:
    Sie hat sich immer für die Gleichstellung eingesetzt und das auch offen ausgesprochen.
    Ob es die Wilde 13 war, bei der Ehe für alle etc. Man findet, wenn man nach dem Namen und Schlagworten sucht, unzählige Berichte.
    Das muss man auch mal anerkennen und positiv bewerten, ich bin froh, dass es auch solche Stimmen wie sie in der CDU gibt.
    In diesem Artikel geht es um ihren erneuten Einsatz und - zum Glück - nicht um ihre sonstige Politik.
    Was ist das also für ein Zeichen, wenn jetzt alle hier trotzdem wieder nur meckern und sich negativ äußern?
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