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Katholische Kirche
2.000 katholische Geistliche aus Deutschland wollen Lesben und Schwule weiterhin segnen
Widerstand gegen Rom: Theologen, Priester, Ordensleute, Seelsorger sowie Pfarr- und Gemeindereferenten boykottieren das Segnungs-Verbot des Vatikans.

Kirchliche Segnung eines schwulen Paares (Bild: dp photography)
- 20. März 2021, 04:54h 2 Min.
Nach dem Nein des Vatikans zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare hat sich ein bundesweiter Widerstand unter Geistlichen formiert. "Wir wollen uns nicht auf diese sehr verengte und veraltete Sicht von Sexualität fixieren, sondern wir sehen liebende Menschen", sagte der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose.
Zusammen mit dem Pfarrer Bernd Mönkebüscher aus Hamm, der sich vor zwei Jahren öffentlich als schwul outete, hatte Hose vergangenen Montag eine Unterschriften-Aktion gegen das Segnungsverbot gestartet. Knapp 2.000 Menschen haben seinen Angaben zufolge bis zum Wochenende unterschrieben – die meisten von ihnen katholische Theologen, Priester, Ordensleute, Seelsorger, Pfarr- oder Gemeindereferenten.
/ HoseBurkhardAm Ende trägt das Nein aus Rom dazu bei, dass die Weiterentwicklung von Segensfeiern für gleichgeschlechtlich Liebende nicht gestoppt, sondern beschleunigt wird. Wir steuern auf die Anzahl von 2000 Serlsorger:innen zu, die weiterhin segnen.#mehrSegen #pastoralerungehorsam pic.twitter.com/Q0xs4CFVhZ
Burkhard Hose (@HoseBurkhard) March 19, 2021
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Bis Palmsonntag werde gesammelt, dann soll die Liste dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, und der Vorsitzenden des Forums "Sexualität und Partnerschaft", Birgit Mock, übergeben werden. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest – am liebsten noch vor Ostern.
#mehrSegen Erklärung: Angesichts der Absage der Glaubenskongregation, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, erheben...
Posted by Burkhard Hose on Tuesday, March 16, 2021
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Seit Jahren sorgt das Thema Homosexualität in der katholischen Kirche für rege Diskussionen. Am 15. März gab die vatikanische Glaubenskongregation in einer Stellungnahme bekannt: Jede Segnungsform, die eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft anerkenne, sei unzulässig (queer.de berichtete). Papst Franziskus habe der Veröffentlichung des Papiers, das sich gegen entsprechende Diskussionen in der weltweiten Kirche stellt, ausdrücklich zugestimmt.
In den letzten Tagen hatten mehrere Bistümer das Machtwort aus Rom kritisiert (queer.de berichtete). Das Katholische LSBT+-Komitee, ein Zusammenschluss mehrerer Gruppen und Verbände wie HuK und KjGay, hatte sich "empört" gezeigt über Papier der Glaubenskongregation (queer.de berichtete), Der LSVD hatte beklagt, dass der Vatikan die Ausgrenzung von Lesben und Schwulen legitimiere. (cw/dpa)















bis Sonntag kann man noch die Petition mit seiner Unterschrift unterstützen. Dazu einfach eine Mail an: mehrsegen@gmx.de
Macht alle mit.