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Bundestagswahl

Kölner Grüne wollen zwei queere Direktmandate holen

Im Wahlkreis Köln II will der queerpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Sven Lehmann der CDU das Mandat abluchsen – in Leverkusen/Köln IV tritt trans Frau Nyke Slawik an.


Sven Lehmann will erneut in den Bundestag, Nyke Slawik erstmals einziehen (Bild: Grüne Köln)
  • 21. März 2021, 15:37h, noch kein Kommentar

Die Kölner Grünen haben am Samstag auf ihrer Kreismitgliederversammlung zwei queere Aktivist*innen als Direktkandidat*innen bei der Bundestagswahl im Herbst gewählt. Im Wahlkreis Köln II (WK 94) wirbt wieder Sven Lehmann um die Gunst der Wähler*innen. Nyke Slawik tritt erstmals im Wahlkreis Leverkusen/Köln IV (WK 101) an.

Sven Lehmann ist Sprecher für Sozialpolitik der Bundestagsfraktion sowie Sprecher für Queerpolitik (gemeinsam mit Ulle Schauws). 2017 erreichte er bei seiner ersten Kandidatur für den Bundestag das beste Erststimmenergebnis seiner Partei in Nordrhein-Westfalen. Um das Direktmandat zu holen, müsste sich der 41-Jährige allerdings deutlich verbessern. Vor vier Jahren landete er mit 14,9 Prozent deutlich hinter dem CDU-Kandidaten Heribert Hirte (34,9 Prozent) und der SPD-Politikerin Elfi Scho-Antwerpes (25,9 Prozent).

Erste trans Abgeordnete im Deutschen Bundestag?

Nyke Slawik würde im Falle ihrer Wahl die erste trans Frau im Deutschen Bundestag werden. Parallel bewerben sich auch in anderen Bundesländern trans Menschen um ein Mandat (queer.de berichtete). Die bayerische Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer ist etwa Direktkandidatin für die Grünen in Nürnberg (queer.de berichtete).

Slawik war 2017 bereits Kandidatin für den Landtag, 2019 kandidierte die 27-Jährige erfolglos für das Europaparlament. Den Wahlkreis Leverkusen/Köln IV gewann 2017 der SPD-Politiker Karl Lauterbach mit 38,7 Prozent. Die grüne Kandidatin Lisa-Marie Friede holte damals lediglich 5,7 Prozent.

Unerreichbar sind Direktmandate für die Kölner Grünen nicht. Bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr wurden sie mit 28,5 Prozent die mit Abstand stärkste Kraft in der Domstadt. (cw/pm)