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Vergewaltigungsvorwurf

"Call Me By Your Name 2" ohne Armie Hammer?

Bereits vor knapp einem Jahr wurde angekündigt, dass Timothée Chalamet und Armie Hammer erneut Elio und Oliver spielen werden. Doch neue Missbrauchsvorwürfe gegen Hammer machen diesem Plan einen Strich durch die Rechnung.


Timothée Chalamet (li.) muss wohl im zweiten Teil ohne seinen alten Partner Armie Hammer auskommen (Bild: Sony Pictures Classics)

In Hollywood verdichten sich die Gerüchte, dass die Fortsetzung des Erfolgsfilms "Call Me By Your Name" ohne Armie Hammer gedreht werden wird. Noch gibt es zwar keine offizielle Bestätigung, der gewöhnlich gut informierte Entertainment-Insider Daniel Ritchman erklärte jedoch, dass die von Hammer gespielte Figur Oliver mit einem neuen Schauspieler besetzt werden wird. Dies wurde allerdings noch nicht von offizieller Seite bestätigt. Zudem ist völlig unklar, durch wen Hammer ersetzt wird.

Grund für diesen Schritt sind mehrere Vorwürfe sexueller Gewalt gegen Hammer: Im Januar behaupteten mehrere Frauen, Hammer habe sie in Beziehungen sexuell missbraucht. Eine berichtete von verstörenden Kannibalismusfantasien des 34-Jährigen. Daraufhin feuerte die Künstleragentur WME im Februar den Hollywoodstar. Vor wenigen Tagen beschuldigte eine Frau den Schauspieler außerdem, sie 2017 vier Stunden lang brutal vergewaltigt zu haben. Die Polizei von Los Angeles bestätigte inzwischen, dass sie gegen Hammer ermittle. Über seine Rechtsabteilung wies er sämtliche Vorwürfe zurück und erklärte, alle sexuellen Beziehungen seien einvernehmlich gewesen.

Hammer spielte in dem oscarprämierten Film "Call Me By Your Name" den 24-jährigen Amerikaner Oliver, der im Italien der Achtzigerjahre eine Beziehung mit dem 17-jährigen Elio (Timothée Chalamet) beginnt. Regisseur Luca Guadagnino bestätigte bereits im April 2020, dass Hammer und Chalamet sowie mehrere andere Darsteller bei der Fortsetzung in ihre alten Rollen schlüpfen werden (queer.de berichtete).

Die Hauptdarsteller Chalamet und Hammer sind beide heterosexuell, ebenso wie Autor André Aciman, auf dessen Romanvorlage aus dem Jahr 2007 "Call Me By Your Name" basiert. Aciman hat bereits 2019 eine "Call Me By Your Name"-Fortsetzung unter dem Titel "Find Me – Finde mich" veröffentlicht (queer.de berichtete). Darin wird die Geschichte der Hauptfiguren über einen längeren Zeitraum weitererzählt. (cw)



#1 AlexAnonym
  • 23.03.2021, 11:50h
  • Ich dachte, dass man in einer Demokratie so lange als unschuldig gilt, bis man rechtskräftig verurteilt wurde.
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#2 WanndererAnonym
  • 23.03.2021, 11:56h
  • Praktisch ist ja, dass in "Find me" Elio eine Beziehung zu einem anderen Mann hat. Das heißt, sie könnten sich Zeit einräumen und schauen, was aus den Anschuldigungen wird.
    Aber Guadagnino hatte ja bereits gesagt, er will sich nicht unbedingt an die Vorlage halten. Von daher können sie auch was ganz neues machen.
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#4 JaguarAnonym
  • 23.03.2021, 12:54h
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Das stimmt. Allerdings kann man bei mehreren Missbrauchsvorwürfen dann auch Konsequenzen daraus ziehen um diesem Menschen erstmal keine weitere Plattform zu bieten. Ich finde das ist ein wichtiges Zeichen und zeigt anderen Tätern, dass ihr Handeln nicht ohne Konsequenzen bleibt.

    Ich finde sowieso strange, dass dieser Film so gefeiert wurde obwohl darin die Beziehung zwischen einem Minderjährigen und einem Erwachsenen glorifiziert wird...
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#5 Girlygirl
  • 23.03.2021, 13:37h
  • Antwort auf #4 von Jaguar
  • Er war 17 und der andere 24. Definitiv nicht mein Ding, aber nicht problematisch. Zugegeben, der Jüngere war SEHR knabenhaft, ja fast schon anorektisch und der Ältere ziemlich erwachsen. Die hätten auch als 14-Jähriger und 34-Jähriger durchgehen können. Aber das wollten die ja nicht darstellen. Und schau dir mal Hetero Filme von Woody Allen an, ich sag nur Manhatten (über 40-Jähriger und 17-Jährige). Alles in allem fand ich den Film sehr schön, auch wenn ich eine Fortsetzung mit Armie Hammer für ausgeschlossen halte.
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#6 SystemneustartProfil
  • 23.03.2021, 13:45hHamburg
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Hi, Alex!
    Die Unschuldsvermutung gilt im Strafrecht, weil hier der Staat dem/der Bürger*in Freiheit oder Geld nehmen kann.

    In diesem Fall geht es ums Zivilrecht und da ist die Sache etwas komplizierter, weil Bürger*in gegen Bürger*in vorgeht und später eventuell klagt.
    Ein*e Arbeitgeber*in hat zudem auch die Rechte anderer Mitarbeiter*innen zu berücksichtigen. Und zudem haben viele Firmen Verhaltensrichtlinien, die Teil eines Arbeitsvertrags sind. Ein Verstoß dagegen kann zur Abmahnung, Nichtverlängerung des Vertrags oder zur Kündigung. Und je schlechter die Presse, je austauschbarer der/die Arbeitnehmer*in und je größer der mögliche Schaden für die Firma, um so schneller ist ein*e Arbeitgeber*in bereit, diese Schritte einzuleiten. Ob sie aber rechtens sind, klärt dann mitunter ein Gericht. Aber dann ist der Fall aus der öffentlichen Wahrnehmung schon verschwunden.
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#7 AllesAnonym
#8 dellbronx51069Anonym
  • 23.03.2021, 18:11h
  • Ohne zu wissen was da dran ist bleibt festzuhalten, das diese Art von Rufmord gerade in den USA eine beliebte Methode ist um Menschen zu zerstören und auszunehmen.
    Nicht selten hört man später man habe sich auf eine Geldsumme geeinigt. Damit ist dann klar worum es wirklich ging.
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#9 Girlygirl
#10 dellbronx51069Anonym