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Passau

Daniel Küblböck für tot erklärt

Zweieinhalb Jahre nach seinem Verschwinden ist der Sänger und Reality-Star laut Medienberichten für tot erklärt worden.


Daniel Küblböck in einem PR-Bild für seine Teilnahme an "Let's Dance" 2015 (Bild: RTL)

Daniel Küblböck ist tot. Wie bunte.de und die "Passauer Neue Presse" (PNP) berichten, ist der Tod des Sängers vom Amtsgericht Passau festgestellt worden. So seien im Bundesanzeiger und in der PNP bereits Todeserklärungen zu finden. "Als Zeitpunkt des Todes wird der 09.09.2018, 08:55 Uhr (Ortszeit) festgestellt", heißt es dort. Zu diesem Zeitpunkt war der Sänger nach Angaben der Reederei vom Schiff "Aida Luna" gesprungen, als es sich gerade im Nordatlantik knapp 200 Kilometer vor der Küste der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador befunden hatte (queer.de berichtete).

Weiter heißt es in der Todeserklärung: "Der Beschluss wird mit Rechtskraft wirksam. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Nachlass zur Last." Der Antrag auf Feststellung seines Todes war laut PNP von Ex-Assistentin Silke Lerch gestellt worden.

Damit endet eine langjährige Odyssee. Letztes Jahr war bereits ein Antrag, dass der Sänger für tot erklärt werden sollte, eingegangen. Sein Vater wollte dies damals aber stoppen (queer.de berichtete). Dafür hätte er aber Beweise vorlegen müssen, dass sein Sohn noch lebt.

Einer von Bohlens ersten DSDS-Stars

Küblböck war durch seine Teilnahme an der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" Ende 2002 schlagartig berühmt geworden. Er wurde zwar "nur" Dritter hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann; seine von DSDS-Juror Dieter Bohlen produzierte Debütsingle "You Drive Me Crazy" schoss sofort auf den ersten Platz der deutschen Charts. Die "Superhusche" (Eurogay) outete sich damals als bisexuell.

Danach wurde er noch mehr zu einem Medienphänomen, etwa durch die Teilnahme an der ersten Staffel der Dschungelshow (queer.de berichtete). Gegen 2007 änderte er sein Image und machte mehr anspruchsvolle Musik, insbesondere Jazz. Er sorgte aber auch weiter für Boulevardschlagzeilen, etwa mit seinen Beziehungen oder weil er von einer Millionärin adoptiert wurde.

Nach seinem Verschwinden in Nordamerika gab es wilde Spekulationen, ob sich der damals 33-Jährige das Leben nehmen wollte. Sein Vater berichtete von Wesensveränderungen und psychischen Problemen Küblböcks. In seinen letzten Bildern in sozialen Netzwerken ist es er außerdem in Frauenkleidern zu sehen. In dem nicht verifizierten Instagram-Konto wurden die Hashtags #transformation und #transexuelle genutzt. Während einige Medien spekulierten, dies könne der Vorbereitung auf eine Rolle gedient haben, gab es keine weiteren Hinweise auf eine mögliche Transidentität – auch sein Vater hat derartige Vermutungen stets zurückgewiesen. (cw)

Hilfsangebote bei Suizidgedanken

Eine generelle Notfall-Seelsorge für Menschen mit Suizidgedanken ist unter der kostenlosen Nummer 0800 111 0 111 zu erreichen (für Kinder und Jugendliche gibt es auch die kostenlose "Nummer gegen Kummer" unter 116 111).

Für Kinder und Jugendliche, die in Deutschland Schwierigkeiten rund um ihr Coming-out haben, gibt es zahlreiche LGBTI-Jugendgruppen und -zentren, die ebenso Beratung bieten wie Kontaktmöglichkeiten zu Gleichgesinnten. Auch mehrere Webseiten, etwa dbna (Du bist nicht allein) oder die des bundesweiten Jugendnetzwerks Lambda, richten sich gezielt an junge Schwule und Lesben.


#1 LunaAnonym
  • 24.03.2021, 21:17h
  • Was die Transidentität angeht, sagen Eltern nicht immer, dass es keine Anzeichen gab?
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#2 peskoProfil
  • 25.03.2021, 06:20hNürnberg
  • Jetzt ist es auch juristisch offiziell.

    Möge Deine Seele Ruhe finden Daniel und den Angehörigen alle Kraft die nötig ist.
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#3 DeltaAnonym
  • 25.03.2021, 14:08h
  • Bei tragen von Kleidung des anderen Geschlechts gleich an Transidentität zu denken halte ich auch für überzogen. Das sagt doch gar nichts aus.
    Zumal er allem Anschein nach unter einer Psychose litt.
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