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Repräsentative Umfrage

Katholische Kirche hat massiv an Glaubwürdigkeit verloren

Nach dem zurückgehaltenen Missbrauchsgutachten und dem Segnungs-Verbot für lesbische und schwule Paare finden 82 Prozent, dass die katholische Kirche in Deutschland an Glaubwürdigkeit eingebüßt hat.


Die Kirchenbänke lichten sich… (Bild: MichaelGaida / pixabay)

Die katholische Kirche hat einer Umfrage zufolge massiv an Glaubwürdigkeit eingebüßt. 82 Prozent der Befragten sagten in einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstitut YouGov, dass die katholische Kirche in Deutschland innerhalb der vergangenen Monate an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Diese Monate waren in der öffentlichen Wahrnehmung geprägt von der Auseinandersetzung über ein vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zurückgehaltenes Missbrauchsgutachten. Im laufenden Monat nahm auch die Diskussion über das Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare breiten Raum ein.

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28 Prozent erwägen einen Austritt aus der Kirche

Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 22. und dem 24. März 2.067 Personen befragt. 28 Prozent der Befragten, die Mitglied der katholischen oder evangelischen Kirche sind, gaben an, einen Austritt aus der Kirche zu erwägen. Männer treffen diese Aussage auffällig häufiger als Frauen: Bei den Männern sind es 35 Prozent, bei den Frauen 23 Prozent.

Der häufigste Grund für einen möglichen Austritt ist das Thema Missbrauch. 39 Prozent der befragten katholischen und evangelischen Kirchenmitglieder gaben an, dass der intransparente Umgang mit Missbrauchsvorwürfen für sie ein möglicher Grund für ihren Austritt wäre.

Kirchensteuer bislang der wichtigste Austrittsgrund

38 Prozent nennen kirchliche Moral- und Gesellschaftsvorstellungen, die mit ihren eigenen Ansichten nicht übereinkommen. Bei 31 Prozent ist es die Kirchensteuer. Für 30 Prozent ist die Verschwendungssucht einzelner kirchlicher Amtsträger ein potenzieller Grund des Austritts, und 27 Prozent sagen, nicht mehr an die Kirche als Institution zu glauben und keine kirchlichen Angebote wie Gottesdienste mehr wahrzunehmen.

64 Prozent derjenigen Befragten, die innerhalb der vergangenen zehn Jahre aus der Kirche ausgetreten sind, geben das Zahlen von Kirchensteuern als Grund für den Austritt an. (cw/dpa)

-w-

#1 Taemin
  • 26.03.2021, 09:56h
  • Wie kann man verlieren, was man gar nicht besitzt? Die Begriffe kath. Kirche und Glaubwürdigkeit sind ebenso Gegensätze wie die Begriffe Sturzkampfbomber und Friede.
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#2 NickAnonym
  • 26.03.2021, 10:53h
  • Antwort auf #1 von Taemin
  • Das ist wie mit Facebook und Google, denen auch niemand wirklich ihre Transparenz- und Datenschutzbeteuerungen glaubt und die trotzdem rasant wachsen wie die katholische Kirche in Afrika.
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#3 AtreusEhemaliges Profil
  • 26.03.2021, 11:00h
  • Man könnte fast den Eindruck gewinnen, der Fall Woelki wäre der erste Fall kirchlichen Missbrauchs und seiner Vertuschung. Da stellt sich die Frage, weshalb "man" nicht bei der Endlosliste vorangeganger Fälle als Kirche unlängst jedwede Glaubwürdigkeit verloren hat und weshalb ihre Anhänger nicht unlängst ihren Glauben in die Institution???
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