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Osnabrück

Carolin Emcke erhält Rosa-Courage-Preis 2021

Die Berliner Publizistin mache Diskriminierungen von LGBTI deutlich und kläre Missstände auf.


Carolin Emcke wird nicht zum ersten Mal für ihr Engagement ausgezeichnet (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr)
  • 26. März 2021, 13:28h, noch kein Kommentar

Der Osnabrücker Verein Gay in May würdigt die queere Autorin und Publizistin Carolin Emcke für ihren Einsatz für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten mit dem Rosa-Courage-Preis 2021. Ihre Offenheit, ihre Klarheit und ihre Beständigkeit hätten dem Rosa-Courage-Kuratorium imponiert, teilte der eingetragene Verein am Freitag mit. "Sie macht Diskriminierungen deutlich, stellt Gewohnheiten in Frage und klärt Missstände auf!", erklärte Gay-in-May-Vorsitzender Frank Mayer. Darüber hinaus gelänge es der 53-jährigen Wahl-Berlinerin, Verbindungen zu anderen Diskriminierungsmechanismen wie Rassismus und Antisemitismus heraus- und den Bezug zu anderen Minderheiten herzustellen, so Mayer weiter.

Der Rosa-Courage-Preis wird seit 1992 im Rahmen der seit 1979 stattfindenden Osnabrücker "Gay in May Kulturtage der Vielfalt" verliehen. Mit dieser Auszeichnung soll herausragendes Engagement für die Belange von queeren Menschen gewürdigt werden. In den letzten Jahren wurden etwa Manfred Bruns, Klaus Wowereit oder Elfi Scho-Antwerpes geehrt. Letztes Jahr erhielt LSVD-Bundesvorstandsmitglied Günter Dworek die Auszeichnung.

Der Rosa Courage Preis 2020 wurde feierlich in Berlin an Günter Dworek übergeben. Danke für den unermüdlichen Kampf um Gleichberechtigung. Danke LSVD für den schönen Beitrag.

Posted by Gay in May on Saturday, July 4, 2020
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Emcke studierte in Frankfurt, London und an der renommierten Harvard-Universität. Sie war unter anderem von 1998 bis 2006 in der Auslandsredaktion des Magazins "Spiegel" tätig und berichtete aus Krisengebieten. Später arbeitete sie als freie Publizistin. In dem autobiographischen Buch "Wie wir begehren" aus dem Jahr 2013 beschreibt Emcke die Entdeckung ihrer Homosexualität, wobei sie ihre Wünsche formuliert, aber auch die soziale Ausgrenzung als Ergebnis ihres Coming-outs diskutiert. 2017 beklagte sie, dass Antisemitismus und Homopobie in Deutschland wieder um sich griffen (queer.de berichtete).

Erst vergangenes Jahr wurde Emcke mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet (queer.de berichtete). Im Jahr 2016 hatte sie bereits den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten (queer.de berichtete).

Die Preisverleihung erfolgt in Kooperation mit der Stadt Osnabrück am 11. Mai ab 17.30 Uhr im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses. Schirmherr von Gay in May ist der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU). (cw)

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