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Mecklenburg-Vorpommern
Queerfeindlicher Angriff auf Jugendzentrum
Mutmaßlich rechte Täter attackierten erneut den Demokratiebahnhof in Anklam. Sie warfen mehrere Fensterscheiben ein und hinterließen homophobe Parolen.

Schmiererei an einer Scheibe des Demokratiebahnhofs – das "K" wurde vom Jugendzentrum bereits überklebt (Bild: privat)
- 27. März 2021, 02:49h 2 Min.
Auf den Demokratiebahnhof in Anklam wurde in der Nacht auf Mittwoch erneut ein Anschlag verübt. Unbekannte Täter durchschlugen mehrere Glasscheiben und besprühten das Gebäude mit queerfeindlichen Beleidigungen. Auf einem Fenster des Jugendzentrums wurde etwa der Spruch "Kein Ort für Schwule und Transen" hinterlassen.
Der Demokratiebahnhof steht seit seiner Gründung im Jahr 2014 im Fokus von Neonazis. Bereits 2017 hatten zwei rechtsextreme Jugendliche nach der Aufführung von LGBTI-Filmen einen Brandanschlag auf das Gebäude verübt, während sich Menschen darin aufhielten (queer.de berichtete).
Polizei führte keine Spurensicherung durch

Offenbar gezielt wurde die Scheibe vor dem Poster "Kein Ort für Neonazis" eingeworfen (Bild: Demokratiebahnhof)
Die Polizei bestätigte gegenüber Endstation Rechts die erneute Attacke. "Da wir von einer politisch motivierten Sachbeschädigung ausgehen, ermittelt der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam", teilte die Behörde mit. Mitarbeitende des Demokratiebahnhofs kritisierten gegenüber dem von den Jusos Mecklenburg-Vorpommern gegründeten Nachrichtenportal, dass die Beamten die Räume nicht in Augenschein genommen und keine Spurensicherung durchgeführt hätten.
"Der homophobe, transfeindliche und menschenverachtende Hintergrund ist aus unserer Sicht offensichtlich", kommentierte das Jugendzentrum den Vorfall auf Facebook. Die Mitarbeitenden gehen davon aus, dass sich der Anschlag gegen die Initiative "Queer in Anklam" richtete, die ihren vorläufigen Sitz im Demokratiebahnhof hat. Nur einen Tag zuvor hatte die Gruppe einen "Aufruf an alle Anklamer" zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) veröffentlicht.
Demokratiebahnhof lässt sich nicht einschüchtern
"Wir, das Team des Demokratiebahnhofs, lassen uns durch solche Aktionen der Einschüchterung, Diskriminierung und der Verbreitung von Hass & Hetze nicht entmutigen", teilte das Zentrum mit. "Im Gegenteil: Wir spüren mehr denn je, dass es Orte wie den Demokratiebahnhof braucht, die für Toleranz und Vielfalt einstehen und in denen gesellschaftliche Mitbestimmung gelebt wird."
Triggerwarnung: Menschenfeindliche und queer-feindliche Haltung Liebe Menschen, Wir wollen zu einem Angriff auf den...
Posted by Demokratiebahnhof Anklam on Friday, March 26, 2021
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Auch "Queer in Anklam" verurteilte den "feigen Angriff auf das Schärfste". Auf Facebook schrieb die Initiative: "Seit Jahren leistet der Demokratiebahnhof eine sehr gute Arbeit und bietet vielen einen Schutzraum. Dieser Schutzraum wird immer wieder durch feige Angriffe dieser Art zerstört!" (cw)
















Von der Politik können wir doch diesbezüglich nichts erwarten solange viele unserer Politiker selbst homophob sind und
nichts dagegen unternehmen. Deutschland
gehört noch lange nicht zum Kreis der
queerfreundlichen Staaten. Und zur Polizei
und Justiz habe ich diesbezüglich auch kein
Vertrauen mehr.
Solange sich hier nichts ändert werden diese
Übergriffe auf LGBTQI-Personen auch nicht weniger.
Auch in den Medien wird über alles mögliche geschrieben und berichtet, aber ich habe selten mal gelesen oder gehört das dieses homophobe Pack bestraft wurde.
Wenn man nicht endlich hart durchgreift
werden wir noch unser blaues Wunder erleben.
Als Beispiel, solange der Hassprediger von
der Weser gegen die Homosexuellen wetterte wurde wenig darüber berichtet, als
dann aber einige Leute die Kirche beschmierten war der Aufschrei gross und
warum ? Hier wurde ja die Kirche getroffen .
Entsetzlich, dass kann man doch nicht machen.
Ich will damit keinesfalls die Farbschmierereien gutheissen, aber darf man sich denn da wundern.