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Katholische Kirche

Breiter Widerstand gegen Rom

Knapp 2.600 katholische Priester, Ordensleute, Theolog*innen, Seelsorger*innen, Gemeinde- und Pastoralreferent*innen aus Deutschland wollen homosexuelle Paare trotz des Verbots aus dem Vatikan weiterhin segnen.


Dem Segnungs-Verbot aus dem Vatikan wollen sich deutsche Katholik*innen nicht fügen (Bild: Aleteia Image Department / flickr)

Nach dem vom Vatikan ausgesprochenen Segnung-Verbot für lesbische und schwule Paare wollen Vertreter*innen der katholischen Kirche am Samstag (12.30 Uhr) im Zentralkomitee der deutschen Katholiken in Bonn eine Unterschriftenliste an hohe Geistliche übergeben.

Knapp 2.600 Menschen aller pastoraler Berufsgruppen und aus allen Diözesen Deutschlands haben sich der Aktion angeschlossen, wie der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose mitteilte. Darunter seien Priester, Ordensleute, Theolog*innen, Seelsorger*innen, Gemeinde- und Pastoralreferent*innen. Mit ihrer Unterschrift erklären sie sich bereit, weiterhin lesbische und schwule Paare zu segnen.

Übergeben wird die Liste an Bischof Helmut Dieser und Birgit Mock. Die beiden Vertreter*innen des Synodal-Forums wollen am Samstag ein Statement abgeben. (cw/dpa)



#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 27.03.2021, 08:57h
  • So lange Rom stur bleibt, wird sich nichts ändern. Und, sollten die Menschen diese Kinderschändersekte in Scharen verlassen, bleiben immer noch genug Trottel übrig, für die ein Wort aus Rom Gesetz ist, und über staatlichen Gesetzen und den Menschenrechten steht.
    Das kommt davon, wenn man ein Märchenbuch als absolute Wahrheit ansieht.
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#2 NickAnonym
#3 AtreusProfil
  • 27.03.2021, 10:48hSÜW
  • Ich finde es amüsant, wie man um eine eindeutige Kritik des Papstes navigiert und in allen Medien und sämtlichen Kommentaren der Kirchenfürsten von "Rom" gesprochen wird. Die vatikanischen Marmorsäulen, Stuckdecken und entmannten Statuen halten nicht schützend ihre Hand über Straftäter, noch diskrimieren sie geschlechtliche und sexuelle Minderheiten. Nein, der unheilige Vater schaltet und waltet hier. Der stellvertreter Gottes höchstelbst stellt hier eine Rangordnung bei Segnungen auf, in der er Kriegsgerät mehr Würde zugesteht, als Gottes eigener Schöpfung.
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#4 KMBonnProfil
  • 27.03.2021, 11:14hBonn
  • Man muß sich nicht einbilden, dass diese Unterschriftensammlung den Vatikan beeindrucken wird.

    Dort hat man Deutschland vermutlich abgeschrieben, und schaut in die katholische Zukunft Afrikas und Südamerikas, wo noch "wahre Gläubigkeit" à la Woelki gepflegt wird. :-)

    Ich finde das gut. Soll diese überkommene Ideologie aus Deutschland ruhig verschwinden - wer für sein Wohlbefinden Religion braucht, kann das ja im stillen Kämmerlein praktizieren.
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#5 Taemin
  • 27.03.2021, 11:25h
  • Gestern Abend brachten die Tagesthemen am Beispiel eines schwulen Ehepaares, das von einem kath. Priester gesegnet worden war, einen ziemlich großen Bericht. Ich finde es sehr interessant, wie viel Raum die öffentliche Diskussion in den Medien findet, da es um eine religiöse Zeremonie geht, während zur Thierse-Affäre fast nichts berichtet wurde; da wurde so getan, als gehe es Thierse nur um Gendersprache, während er tatsächlich die Grundrechte von LSBTI in Abrede stellt - aber das wurde fast überall totgeschwiegen. Eine breite Berichterstattung über LSBTI-feindliche Gewalt gibt es auch nicht. Aber sobald Religion im Spiel ist, wird Krach geschlagen, als entschiede sich an der Frage, ob eine esoterische Handlung erlaubt oder verboten ist, das Schicksal von Schwulen und Lesben. Wie die kath. Kirche in Afrika und der Karibik, aber auch in Polen, zum Hass aufstachelt und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bejubelt, wäre bei diesem Thema eigentlich naheliegend, auch zu berichten. Man tut es nicht. Mögen Schwule und Lesben woanders mit dem Segen der kath. Kirche brutal verfolgt werden, es kümmert Deutschlands Presse nicht. Wichtig ist der nur magisches Handauflegen ja oder nein. Nebenbei: 2002 bat ich als Mitglied der ev. Kirche um eine kirchliche Zeremonie für meinen Mann und mich und wurde von der örtlichen Pfarrerin abgewiesen, solchen Zirkus mache sie nicht. Seither muss die ev. Kirche eben auch auf mein Geld verzichten. Nur diese Sprache verstehen die Pfaffen. Da kam schnell ein Schreiben des Kirchenpräsidenten, ob ich mir den Austritt nicht noch mal überlegen wolle, es sei doch sicher eine Lösung zu finden. Nein. Die KIrche hat entschieden. Dann muss sie eben mit ihrer Entscheidung leben.
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#6 TrekieAnonym
  • 27.03.2021, 12:26h
  • Ich nehme denen das nicht ab. Da sind bestimmt einige unter den Unterzeichnern die wirklich ein bisschen auf unserer Seite stehen. Aber die meisten haben bestimmt nur gemerkt das sich der wind langsam dreht, und sehen ihre Pfründe wegschwimmen wenn sie ihre Firma nich langsam modernisieren.
    Glaubwürdiger wäre gewesen - wo sie mit "Segen" doch eh schon gegen Roms Willen handeln, stattdessen jetzt einfach Trauungen durchführen würden.
    Aber wie gesagt, nur etwas glaubwürdiger. Aber soweit kommts nich
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#7 YannickAnonym
  • 27.03.2021, 16:18h
  • Ist ja schön, dass immer mehr Geistliche sich nicht für die Anordnungen des Vatikans interessieren und den Papst nicht für unfehlbar halten.

    Aber auch sie wollen ja keine volle Gleichstellung, sondern nur "Segnungen", wie sie sie auch für Tiere, Gegenstände und sogar Waffen anbieten.

    Es geht also nur darum, ob man etwas weniger oder etwas mehr diskriminieren sollte. Und nicht etwa darum, gar nicht mehr zu diskriminieren.
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#8 stephan
  • 27.03.2021, 16:28h
  • "... an hohe Geistliche übergeben"

    Schon wieder 'Geistliche', sogar 'hohe Geistliche' ... ich bin amüsiert und beeindruckt ... insbesondere von der Geistlosigkeit solchen Schreibens! ... Bestenfalls sie selbst und einige Schafe halten die Herren für 'Geistliche' oder bringen diese Leute mit Geist in Verbindung!
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#9 DurchschaubarAnonym
  • 27.03.2021, 18:49h
  • Auch bei dieser Minderheit der Kirchenvertreter liegt dieser Gesinnungswandel nicht daran, dass man plötzlich von heute auf morgen seine Meinung geändert hat.

    Sondern die sehen, wie ihnen die Mitglieder weglaufen und haben schlichtweg Angst um das eigene sorgenfreie Leben und ihre Privilegien.

    Und wenn es ums Geld geht, hat sich die Kirche immer schon sehr flexibel gezeigt.
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#10 AramisEhemaliges Profil