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Sachsen

Leipzig für queere Plakatkampagne ausgezeichnet

Das Projekt "Du bist nicht allein!" vermittelte LGBTI im ländlichen Raum Solidarität im Lockdown. Dafür erhielt die Stadt nun das Kommunensiegel "Sächsischer Förderpreis für Demokratie".


Die Stadt Leipzig darf man sich mit einem regenbogenbunten Siegel schmüclen (Bild: Stadt Leipzig)
  • 30. März 2021, 09:41h, noch kein Kommentar

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat am Montag zum ersten Mal das Kommunensiegel "Sächsischer Förderpreis für Demokratie" an Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning (SPD) übergeben. Der Preis wurde der Stadt Leipzig für die queere Plakatkampagne "Du bist nicht allein!" verliehen.

Das Kommunensiegel ist Teil des Sächsischen Förderpreises für Demokratie. Mit ihm werden Kommunen gewürdigt, die sich für Menschenwürde, Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit engagieren.

Hörning: Poster sollen "Einsamkeit verringern"


Regenbogenmotiv aus der Plakatserie. Weitere Poster zeigten die Trans- und die Interflagge

Das Projekt "Du bist nicht allein!" entwickelte das Referat Gleichstellung von Frau und Mann zusammen mit dem Aktionsbündnis CSD Leipzig und weiteren queeren Initiativen. Es handelt sich um eine Plakataktion, die LGBTI ländlichen Raum Solidarität und Unterstützung vermittelt. Der erste Lockdown Anfang 2020 traf in besonderer Weise queere Menschen, die nicht in den Ballungszentren leben. Auf Grund der fehlenden Community, fehlender Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen waren sie viel stärker von sozialer Isolation betroffen.

"Gerade in Zeiten der Corona-Einschränkungen war die Sichtbarmachung des LSTBIQ*-Lebens in Leipzig und Sachsen nötig, um die Einsamkeit während des Lockdown zu verringern", erklärte Bürgermeister Hörning. "Und noch etwas hat die gute Zusammenarbeit mit den Initiativen und dem Aktionsbündnis CSD Leipzig gebracht: Ein digitaler Stadtplan 'Queeres Leipzig' ist entstanden.".

Den CSD Leipzig habe "sehr viel berührendes Feedback" zu der Plakataktion erreicht, sagte Pressesprecherin Jasmin Gräwel. "Die LSBTIQ*-Personen fühlten sich zum ersten Mal sichtbar. Genau das war und ist unsere Botschaft: Es gibt ganz viele andere, die so sind wie du, mach dich nicht fertig! Du bist nicht allein!"

Jury: Leipzig ist Vorbild für andere Kommunen

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wird seit 2007 jährlich ausgelobt von der Amadeu-Antonio-Stiftung, der Dirk Oelbermann Stiftung, der Doris-Wuppermann-Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung. Seit 2014 werden neben Projekten und Initiativen auch sächsische Kommunen ausgezeichnet, 2020 zum ersten Mal mit einem Preisgeld von 3.000 Euro.

Die Jury – bestehend aus Prominenten und Vorständen der auslobenden Stiftungen – wählte aus 50 Bewerbungen die Preisträger*innen. In der Festschrift würdigt Dr. Kai-Friederike Oelbermann das Leipziger Projekt: "Die Haltung und Engagement des Gleichstellungsreferats sind Best Practice für das gesellschaftliche Zusammenleben. Mögen weitere Kommunen nachziehen und sich von der Kampagne inspirieren lassen." (cw/pm)