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"Tiger King"-Ehedrama

Joe Exotic und Dillon Passage wollen sich (langsam) scheiden lassen

Die Ehe des zu 22 Jahren Haft verurteilen "Tiger King" neigt sich offenbar dem Ende zu.


Ein Bild aus glücklicheren Zeiten: Joe Exotic (li.) und Dillon Passage gehen wohl eigene Wege (Bild: Instagram / Joe Exotic)

Der 58-jährige Joseph Allen Maldonado-Passage (besser bekannt als Joe Exotic) und des 25-jährigen Dillon Passage haben bekanntgegeben, dass sie sich scheiden lassen wollen. Exotic, der Star aus der Netflix-Doku "Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere", deutete einen derartigen Schritt am Freitag in sozialen Netzwerken an, kurze Zeit später bestätigte Passage, dass er eine Scheidung wolle.

Am Samstag relativierte Exotic-Anwalt Francisco Hernandez gegenüber dem Klatschmagazin "Us Weekly" die Ankündigung. Nach einem Telefongespräch hätte sich das Paar dazu durchgerungen, vorerst verheiratet zu bleiben, "damit die Dinge nicht kompliziert werden". Hernandez ergänzte, dass die beiden noch vieles zu besprechen hätten. "Sie brauchen einander und sind viel stärker zusammen als getrennt."

Joe Exotic: Dillon will nicht alleine schlafen

In seinem Eintrag hatte sich Joe Exotic, der gerade seine Haftstrafe in einem Bundesgefängnis absitzt, über seinen Mann beklagt: "Dillon denkt, dass es so hart ist, alleine zu schlafen und mich nicht um sich zu haben, dass er mich verlassen muss", so der 58-Jährige. Er warf Passage vor, ihn verlassen zu haben, "nur damit er mit jemand anderem schlafen kann, während der Mann, der seine eigene Verteidigung nicht bezahlt hat, damit sein Ehemann ein nettes Leben führen kann, durch die Hölle geht."

Wenige Stunden später schrieb Passage in seinem Eintrag, es sei schwierig für ihn gewesen, dass sein Ehemann nach nur neun Monaten verhaftet worden sei. Seit zweieinhalb Jahren sei er nun von Exotic getrennt. Ihn habe auch die Medienaufmerksamkeit nach der Veröffentlichung von "Tiger King" belastet. Er fühle sich nicht verpflichtet, der Weltöffentlichkeit Details aus seinem Privatleben zu verraten.

Der exzentrische Joe Exotic war vor einem Jahr durch die Veröffentlichung der siebenteiligen Netflix-Dokumentation "Tiger King" weltweit zu einem kulturellen Phänomen geworden. Der offen schwule Wildkatzenhalter war wenige Monate vor der Veröffentlichung in seinem Heimatstaat Oklahoma zu 22 Jahren Haft verurteilt worden, unter anderem weil er zwei Mal versucht haben soll, einen Killer auf seine Rivalin anzusetzen. Letztes Jahr gab es Spekulationen, dass der scheidende US-Präsident Donald Trump Exotic begnadigen könnte. Doch mehrere Bittschreiben waren nicht erfolgreich (queer.de berichtete). (cw)