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Corey Walsh

BMX-Fahrer outet sich als schwul

Einer der besten BMX-Fahrer der Welt outet sich, um anderen schwulen Sportlern diesen Schritt zu erleichtern.


Corey Walsh hat es in die Top-Ten der BMX-Weltrangliste geschafft (Bild: Instagram / Corey Walsh)

Der 26-jährige Fahrradprofi Corey Walsh hat sich am Montag auf Instagram als schwul geoutet. Der Kanadier ist derzeit laut den Global Rankings der zehntbeste BMX-Fahrer der Welt.

In einem ausführlichen Coming-out-Text schrieb Walsh, dass er einen derartigen Schritt vor einem Jahr nie in Erwägung gezogen hätte. "Glaubt mir, ich bin kein Mensch, der anderen von seinem Privatleben erzählen möchte. In einer perfekten Welt müsste ich das auch nicht tun", so Walsh. "Aber in der realen Welt gibt es viele Menschen, die mit einer solchen Situation zu kämpfen haben. Ich wollte sie nur wissen lassen, dass sie nicht alleine sind." Er glaube, dass sich die Welt gerade in die richtige Richtung bewege. Jetzt sei es an der Zeit, offen über die Thematik zu sprechen.

Anderen Sportlern, die mit ihrer sexuellen Orientierung kämpfen, bot er an, sich bei ihm persönlich zu melden. Er bat zudem alle Menschen, aufgeschlossen gegenüber jenen zu sein, die damit kämpften, ihren eigenen Weg zu finden.

"Heilige Scheiße, das fühlt sich gut an"

Auf Instagram beschrieb Walsh auch, dass er von seiner Familie, seinen Bekannten und seinen Sponsoren im Coming-out-Prozess unterstützt worden sei. Er bedankte sich auch bei anderen Sportlern, die sich vor ihm geoutet hätten. "Ihr seid der Grund, warum ich an diesem Punkt angekommen bin", so der BMX-Fahrer aus der Kleinstadt Ayr in der Provinz Ontario. "Heilige Scheiße, das fühlt sich gut an. Ich bin ganz begeistert." Dazu postete er drei Emojis: ein Herz, ein Siegeszeichen und eine Regenbogenfahne.

Walshs Kumpel Kris Fox, derzeit auf Platz 14 der BMX-Weltrangliste, veröffentlichte fast zeitgleich zur Instagramveröffentlichung im Fan-Portal digbmx.com, wie sich Walsh letzten August bei ihm geoutet habe und wie ihn die Angst vor einem öffentlichen Coming-out belastet habe. "Dieser Typ ist verdammt hart im Nehmen und hat die Dämonen besiegt", so sein Fazit.

Im Radsport haben sich bislang nur wenige Profis geoutet. Zu ihnen gehört etwa der frühere Weltmeister Graeme Obree, der allerdings erst Jahre nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn und nach psychologischer Behandlung ein Coming-out wagte. (dk)