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USA
Pentagon schafft Trans-Verbot offiziell ab
Am Tag der Trans-Sichtbarkeit revidiert das US-Verteidigungsministerium eine transphobe Regelung aus der Trump-Ära.

Der neue Verteidigungsminister Lloyd Austin wirft das Trans-Verbot der Vorgängerregierung in den Papierkorb (Bild: U.S. Department of Defense)
- 1. April 2021, 10:46h 2 Min.
Das Pentagon hat am Mittwoch, am "Transgender Day of Visibility", neue Richtlinien für den Umgang mit trans Soldat*innen vorgestellt. Damit wird ein im April 2019 in Kraft getretenes Trans-Verbot des damaligen Präsidenten Donald Trump wieder rückgängig gemacht. Stattdessen gelten praktisch wieder die unter Präsident Barack Obama geltenden Regelungen. Das "Policy Update" des Pentagons tritt offiziell am 30. April in Kraft.
Die neuen Richtlinien erlauben es trans Menschen ausdrücklich, in jenem Geschlecht in den Streitkräften zu dienen, mit dem sie sich identifizieren. Trans Soldat*innen erhalten außerdem im Rahmen der staatlichen Militär-Krankenkasse MHS medizinisch notwendige Behandlungen im Zusammenhang mit einer Geschlechtsanpassung.
Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte in einem Memorandum an alle Mitarbeitenden seiner Behörde, dass die USA "große Fortschritte" gemacht hätten, die Herausforderungen der trans Community anzuerkennen. Der Leidensweg vieler trans Menschen zeige, dass noch mehr getan werde müsse, "damit alle Menschen mit Würde und Respekt behandelt werden, egal wie sie sich identifizieren". Das US-Militär ("die großartigste Kampftruppe des Planeten") bleibe auch deshalb weltweit führend, "weil wir auf das beste Talent zugreifen können, das Amerika anzubieten hat, unabhängig von der Geschlechtsidentität".
/ SecDefTrans rights are human rights, and on this #TransDayOfVisibility , Im pleased to announce weve updated DoD policy on the open service of transgender individuals. The update reinforces our prior decision to allow recruitment, retention, and care of qualified trans individuals. pic.twitter.com/JJZhtr7uYI
Secretary of Defense Lloyd J. Austin III (@SecDef) March 31, 2021
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Der Ende letzten Jahres neu gewählte US-Präsident Joe Biden hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, das Trans-Verbot im Militär aufheben zu wollen. Bereits kurz nach seiner Amtsübernahme unterzeichnete er ein entsprechendes Dekret (queer.de berichtete).
Verteidigungsminister Lloyd Austin unterstützte diesen Kurs von Anfang an. Der 67-Jährige sagte bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt bei einer Senatsanhörung, dass er sich für die Gleicbehandlung von trans Menschen einsetzen wolle (queer.de berichtete). Damals sagte der Vier-Sterne-General: "Wenn jemand fit und qualifiziert ist, in den Streitkräften zu dienen, dann sollte das erlaubt werden."
(dk)















Trotzdem bleibt der schale Beigeschmack, dass man permanent auf dem Schleudersitz sitzt und vom Wohlwollen der aktuellen Regierung abhängig ist.
Eigentlich zeigt es nur ein Mal mehr, wie wichtig es ist weiter dafür zu Kämpfen, dass unsere Grundrechte auch in den Grundgesetzen von Ländern explizit erwähnt werden. Denn sobald der Wind sich dreht sind diese Rechte sehr schnell weg, auch hier in Deutschland wo zwar weniger mit Richtlinien regiert wird - aber mit einfachen Gesetzen, die sich leichter ändern lassen.