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USA

Pentagon schafft Trans-Verbot offiziell ab

Am Tag der Trans-Sichtbarkeit revidiert das US-Verteidigungsministerium eine transphobe Regelung aus der Trump-Ära.


Der neue Verteidigungsminister Lloyd Austin wirft das Trans-Verbot der Vorgängerregierung in den Papierkorb (Bild: U.S. Department of Defense)

Das Pentagon hat am Mittwoch, am "Transgender Day of Visibility", neue Richtlinien für den Umgang mit trans Soldat*innen vorgestellt. Damit wird ein im April 2019 in Kraft getretenes Trans-Verbot des damaligen Präsidenten Donald Trump wieder rückgängig gemacht. Stattdessen gelten praktisch wieder die unter Präsident Barack Obama geltenden Regelungen. Das "Policy Update" des Pentagons tritt offiziell am 30. April in Kraft.

Die neuen Richtlinien erlauben es trans Menschen ausdrücklich, in jenem Geschlecht in den Streitkräften zu dienen, mit dem sie sich identifizieren. Trans Soldat*innen erhalten außerdem im Rahmen der staatlichen Militär-Krankenkasse MHS medizinisch notwendige Behandlungen im Zusammenhang mit einer Geschlechtsanpassung.

Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte in einem Memorandum an alle Mitarbeitenden seiner Behörde, dass die USA "große Fortschritte" gemacht hätten, die Herausforderungen der trans Community anzuerkennen. Der Leidensweg vieler trans Menschen zeige, dass noch mehr getan werde müsse, "damit alle Menschen mit Würde und Respekt behandelt werden, egal wie sie sich identifizieren". Das US-Militär ("die großartigste Kampftruppe des Planeten") bleibe auch deshalb weltweit führend, "weil wir auf das beste Talent zugreifen können, das Amerika anzubieten hat, unabhängig von der Geschlechtsidentität".

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Der Ende letzten Jahres neu gewählte US-Präsident Joe Biden hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, das Trans-Verbot im Militär aufheben zu wollen. Bereits kurz nach seiner Amtsübernahme unterzeichnete er ein entsprechendes Dekret (queer.de berichtete).

Verteidigungsminister Lloyd Austin unterstützte diesen Kurs von Anfang an. Der 67-Jährige sagte bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt bei einer Senatsanhörung, dass er sich für die Gleicbehandlung von trans Menschen einsetzen wolle (queer.de berichtete). Damals sagte der Vier-Sterne-General: "Wenn jemand fit und qualifiziert ist, in den Streitkräften zu dienen, dann sollte das erlaubt werden."
(dk)



#1 TuckDavisProfil
  • 01.04.2021, 13:05hBad Kreuznach
  • Es ist natürlich eine gute Sache für Transmenschen, die nun eventuell auch auf Kompensation hoffen können, wenn sie aufgrund der Richtlinienänderung der Trumpregierung entlassen wurden.

    Trotzdem bleibt der schale Beigeschmack, dass man permanent auf dem Schleudersitz sitzt und vom Wohlwollen der aktuellen Regierung abhängig ist.
    Eigentlich zeigt es nur ein Mal mehr, wie wichtig es ist weiter dafür zu Kämpfen, dass unsere Grundrechte auch in den Grundgesetzen von Ländern explizit erwähnt werden. Denn sobald der Wind sich dreht sind diese Rechte sehr schnell weg, auch hier in Deutschland wo zwar weniger mit Richtlinien regiert wird - aber mit einfachen Gesetzen, die sich leichter ändern lassen.
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#2 Homonklin_NZAnonym
  • 01.04.2021, 17:00h
  • Yep, bleibt die Hoffnung, dass das nun auch so beibehalten wird, und Geschlechtsidentität wirklich kein Hindernis mehr aufwirft, um befähigte Soldat*innen einzusetzen.
    Auch sollte es eine zukünftig mögliche, neue republikanische Präsidentschaft überleben können, und den Donald werden die hoffentlich nicht nochmal wählen, sollte er bis dahin immer noch nicht im Altersheim sein.
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#3 KumpelAnonym