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Musikfestival in Rotterdam

Trotz Corona: ESC wohl doch mit Publikum

3.500 Menschen werden wohl trotz Corona dieses Jahr den musikalischen Leckerbissen aus ganz Europa persönlich lauschen können. Einen ESC-Tourismus wird es aber wohl nicht geben.


Ganz so voll wie 2016 in Stockholm wird es wohl beim diesjährigen ESC nicht werden (Bild: David Jones / flickr)

Der Eurovision Song Contest soll im Mai in Rotterdam doch mit Publikum stattfinden – zumindest mit einer begrenzten Zahl. Das teilten die niederländischen Organisator*innen am Donnerstag mit. Die Regierung in Den Haag hatte zuvor angekündigt, dass der ESC zum Testfall gemacht werde. Im Rahmen eines Forschungsprojektes werde untersucht, ob und wie in Corona-Zeiten Ereignisse mit Publikum sicher organisiert werden können.

Die Niederlande sind seit Mitte Dezember im Lockdown, und eine Lockerung der Maßnahmen ist bisher nicht abzusehen. Als wahrscheinlich gilt daher, dass wegen der Reisebeschränkungen nur in den Niederlanden lebende Menschen anwesend sein dürfen.

Bei den vom 17. bis 22. Mai stattfindenden neun Shows – sechs öffentliche Proben, zwei Halbfinals und das große Finale – sollen jeweils maximal 3.500 Zuschauer zugelassen werden. Das ist etwa die Hälfte der möglichen Zuschauerzahl. Voraussetzung ist, so das Organisationsteam, dass jeder ein negatives Test-Ergebnis vorweisen könne. Produzent Sietse Bakker begrüßte die Entscheidung: "Davon konnten wir eigentlich nur träumen."

Der Wettbewerb war wegen der Pandemie im vergangenen Jahr erstmals in seiner Geschichte abgesagt worden (queer.de berichtete). Die Organisator*innen hatten bereits entschieden, dass der ESC nun in jedem Fall in Rotterdam stattfinden werde.

Allerdings war noch unklar, ob Publikum zugelassen wird. Für die Künstler*innen und ihre Delegationen soll gelten, dass sie in keinen Kontakt zu Fans kommen und während der Shows den Platz vor der Bühne einnehmen, der sonst für Stehpublikum reserviert ist. Sollten auch sie je nach Corona-Lage nicht anreisen können, werden unter vergleichbaren Live-Bedingungen aufgenommene Backup-Auftritte eingespielt.

In den kommenden Wochen soll klar werden, wie die Zulassung des Publikums organisiert wird. Die Regierung schließt allerdings nicht aus, dass die Entscheidung bei deutlicher Verschlechterung der Infektionszahlen auch wieder rückgängig gemacht werde.

Im Rahmen des Forschungsprojektes Fieldlab hatte es in den vergangenen Wochen mehrere Veranstaltungen mit Zuschauern gegeben – darunter eine Theatervorstellung, eine Konferenz, ein Festival und ein Fußballspiel.

Deutschland wird diesmal vom offen schwulen Sänger Jendrik Sigwart und seinem Lied "I Don't Feel Hate" vertreten (queer.de berichtete). Der 26-Jährige hatte sich in einem mehrstufigen Auswahlprozess gegen mehr als 150 Konkurrent*innen durchgesetzt. Laut Wettbüros hat er aber praktisch keine Siegchancen – sie favorisieren dagegen Maltas Sängerin Destiny und den Schweizer Beitrag von Gjon's Tears. (dpa/cw)