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Britin kennt ungeoutete Kolleg*innen

Kate Winslet beklagt Homophobie in Hollywood

Die Schauspielerin kenne selbst mehrere Stars und Sternchen der Traumfabrik, die ihre sexuelle Orientierung geheim halten.


Kate Winslet (vorne) spielt im neuen Film "Ammonite" die britische Fossiliensammlerin Mary Anning, die sich in Charlotte Murchison (Saoirse Ronan) verliebt (Bild: Neon)

Die 45-jährige Oscar-Preisträgerin Kate Winslet ("Der Vorleser") ist empört darüber, dass sich queere Kolleginnen und Kollegen in Hollywood immer noch oft verstecken müssten. "Ich kann gar nicht sagen, wie viele junge Schauspieler ich kenne – manche schon bekannt, manche am Anfang ihrer Karriere – die große Angst davor haben, dass ihre Sexualität öffentlich gemacht wird und dass sie dann nicht mehr für Hetero-Rollen engagiert werden", sagte die mit dem Filmdrama "Titanic" aus dem Jahr 1998 weltberühmt gewordene Engländerin der "Sunday Times" (Bezahlartikel). "Das ist doch furchtbar."

Winslet erzählte in dem Interview die Geschichte eines bisexuellen Schauspielers, dem sein Agent gesagt habe, dass er besser nicht öffentlich über seine sexuelle Orientierung sprechen solle. "Ich kenne mindestens vier Schauspieler, die ihre Sexualität wirklich verstecken", sagte sie. Nach ihrer Einschätzung litten vor allem Männer unter dem "Stigma". Sie hoffe, dass es bald normal werde, offen homosexuelle Schauspieler*innen für homosexuelle Rollen auszuwählen. Aktuell sei es jedoch noch so, dass queere Geschichten nur mit "großen Namen" überhaupt produziert würden.

Die selbst heterosexuelle Winslet spielt in ihrem neuen Film "Ammonite", der im Februar beim amerikanischen Streamingdienst Hulu startete, eine lesbische Paläontologin. Natürlich könne man darüber reden, ob sie die Rolle möglicherweise jemandem weggenommen habe, so Winslet. "Aber ich weiß, dass diese Rolle niemand anderem angeboten wurde." Indem sie sie angenommen habe, könne sie immerhin eine "LGBTQ-Geschichte in die Wohnzimmer bringen".

Bereits in ihrer ersten Filmrolle "Heavenly Creatures" im Jahr 1994 hatte Winslet eine lesbische Figur dargestellt. Der neuseeländische Film stammt vom damals noch recht unbekannten Regisseur Peter Jackson, der ein paar Jahre später mit "Herr der Ringe" Erfolge feiern sollte. (dpa/cw)



#1 thorium222Profil
  • 06.04.2021, 15:27hMr
  • Das Problem ist doch, dass die sehr reale Gefahr besteht, dass homosexuellen Schauspielern keine heterosexuellen Rollen angeboten bzw. zugetraut werden. Das korrigiert man nicht, indem man des gleiche Unrecht an heterosexuellen Schauspielern bzgl. homosexuellen Rollen begeht. Two wrongs don't make a right.
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#2 intensiveAnonym
  • 06.04.2021, 20:05h
  • Antwort auf #1 von thorium222
  • "Das Problem ist doch, dass die sehr reale Gefahr besteht, dass homosexuellen Schauspielern keine heterosexuellen Rollen angeboten bzw. zugetraut werden."

    Deine Feststellung ist zweilfelsfrei richtig und ich stelle mir in diesem Zusammenhang die Frage, ob es überhaupt offen schwule Schauspieler gibt, die jemals nach dem coming-out eine heterosexuelle Rolle dargestellt haben.

    Kann vielleicht jemand ein Paar Beispiele nennen? Mir fällt im Moment niemand ein.
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#3 AmberAnonym
  • 06.04.2021, 20:48h
  • Antwort auf #2 von intensive
  • Ja, Neil Patrick Harris zum Beispiel, Jim Parson, Wentworth Miller, auch Spock in den neuen Star Trek Filmen. Cynthia Nixon, Jodi Folter, Holland Taylor etc. Da gibt es genug die inzwischen geoutet sind.

    Ian McKellen und Derek Jacobi haben sich damals zu Zeiten geoutet als Homosexualität noch eine Straftat war und aus Hollywood kommt nur Mimimimi!
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#4 HinweisAnonym
  • 06.04.2021, 21:00h
  • Antwort auf #2 von intensive
  • "ob es überhaupt offen schwule Schauspieler gibt, die jemals nach dem coming-out eine heterosexuelle Rolle dargestellt haben."

    Das dürfte auf Gustav Peter Wöhler zutreffen. Das Problem ist, dass es gar nicht so wahnsinnig viele offen schwule Schauspieler gibt. Jedenfalls nicht vor #actout.
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#5 BaffAnonym
  • 06.04.2021, 21:23h
  • Antwort auf #2 von intensive
  • Neil Patrick Harris, Matt Bomer, Zachary Quinto, Jonathan Groff... Türlich bekommen die Rollen, in denen sie heterosexuelle Rollen spielen.

    Hat natürlich immer was mit den Produktionen zu tun, die diese outen Darsteller buchen. Nach wie vor hat das viel mit Mut und Zuversicht zu tun, aber das ist eben die Welt, in der wir leben.
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#6 TraumweltAnonym