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New York

US-Kommunalpolitiker träumt von Ausrottung der Homo­sexuellen binnen 40 Jahren

Im Bibelcamp ließ es George Langdon krachen: Homosexuelle sollten auf einer Insel gebracht werden, fantasierte das Kreisratsmitglied der Republikaner. Nach 40 Jahren seien dann alle tot. Die Äußerung führte schließlich zum Rücktritt des Homo-Hassers.


George Langdon ist nicht mehr Mitglied im Kreisrat von Albany (Bild: Albany County Legislature)

  • 6. April 2021, 14:56h 10 2 Min.

George Langdon IV., ein Kreisratsmitglied aus Albany im US-Bundesstaat New York, hat am Montag sein Mandat nach Protesten gegen eine homo­sexuellenfeindliche Rede niedergelegt. Langdon hatte in einer in den letzten Tagen viel im Internet zirkulierten Rede vom 27. März erklärt, dass man Homo­sexuelle auf eine Insel verbannen könne, wo sie in den nächsten 40 Jahren aussterben würden.

Bei der Veranstaltung von Rechtsaußen-Aktivist*­innen sagte Langdon wörtlich: "Alles, was Gott macht, ist nachhaltig." Homosexualität sei aber nicht nachhaltig: "Sorry, wenn man homo­sexuelle Beziehungen hat, ist das nicht für ewig. Gebt ihnen eine Insel, sie werden in 40 Jahren weg sein. Weil Gott uns auf diese Art gemacht hat."

Die Veranstaltung war von William Tryon mitorganisiert worden, der sich am Putschversuch auf das US-Kapitol am Dreikönigstag beteiligt hatte und deswegen jetzt vor Gericht steht. Sie fand in einem 20 Kilometer von der New Yorker Hauptstadt Albany entfernten Bibelcamp statt.

Nachdem die Rede letzte Woche publik wurde, forderten Kreisratsmitglieder der Demokratischen Fraktion den Rücktritt Langdons. Auch aus seiner eigenen Fraktion erntete er Kritik, aber keine Rücktrittsforderung. Bereits am Donnerstag entschuldigte sich der Politiker: "Ich war nie homophob und denke auch nicht, dass Personen auf eine Insel gebracht werden sollten. Ich bedaure meinen törichten und spontanen Kommentar, der so viel Leid verursacht hat", so Langdon in einer Pressemitteilung. "Ich verspreche, besser zu sein und Vielfalt zu respektieren."


George Langdon IV. bei seiner Hass-Rede

Über das Osterwochenende wurde der Druck aber wohl zu groß: Am Ostermontag, in den USA traditionell ein Arbeitstag, gab er schließlich seinen Rücktritt bekannt und erklärte nochmals sein Bedauern über die Äußerungen. "Ich möchte nochmals alle, die durch meine unbesonnenen und gedankenlosen Aussagen verletzt worden sind, um Verzeihung bitten." (dk)

-w-

#1 PetterAnonym
  • 06.04.2021, 17:00h
  • Mal ganz abgesehen von dieser menschenverachtenden Gesinnung zeugt das auch noch von großer Dummheit.

    Denn diese Idee impliziert ja, dass Heteros keine schwulen und lesbischen Kinder bekommen, sondern Schwule und Lesben nur von anderen Schwulen und Lesben gezeugt würden. Und was ist mit Bisexuellen?

    Offenbar geht Menschenverachtung in der Regel mit Dummheit einher.
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#2 GodzillaAnonym
  • 06.04.2021, 17:36h
  • Immer wieder interessant, dass Menschen zurückrudern, wenn sie nur genug Kritik bekommen.
    Die Entschuldigung kann er sich also getrost sparen. Niemand der bei Verstand ist kauft ihm diese ab.
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#3 dellbronx51069Anonym
  • 06.04.2021, 18:57h
  • Bringt ihn in eine psychiatrische Fachklinik, da gehört er hin! In spätestens 40 Jahren kommt für ihn sowieso die biologische Lösung.
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