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USA

Caitlyn Jenner will kalifornische Gouverneurin werden

Der trans Realitystar will es Arnold Schwarzenegger nachmachen und Kalifornien für die Republikanische Partei zurückerobern.


Caitlyn Jenner machte bislang vor allem als Reality-Darstellerin Schlagzeilen

Die 71-jährige TV-Persönlichkeit Caitlyn Jenner erwägt laut "Axios" ernsthaft, zur kalifornischen Gouverneurswahl in diesem Jahr anzutreten. Die Wahl wird außerplanmäßig im November stattfinden, sollte ein Bürgerbegehren zur Abwahl des demokratischen Gouverneurs Gavin Newsom erfolgreich sein – dies gilt laut Beobachter*innen als so gut wie sicher. Newsom, ein unter LGBTI beliebter Regierungschef, ist erst seit Anfang 2019 im Amt (queer.de berichtete). Als Hauptgrund für die "Recall Election" nannten Newsom-Gegner*innen seine ihrer Meinung nach katastrophale Reaktion auf das Corona-Virus.

Jenner berät sich dem "Axios"-Bericht zufolge gegenwärtig mit Caroline Wren, einer prominenten republikanischen Geldbeschafferin. Die beiden hätten sich bei der Arbeit für eine republikanische LGBTI-Gruppe kennengelernt. Wren arbeitete zuvor für Donald Trump. Sie organisierte unter anderem die Veranstaltung Trumps am Dreikönigstag vor dem Weißen Haus mit, mit dem der scheidende Präsident die Massen kurz vor dem Putschversuch am US-Kapitol aufpeitschte.

Direktlink | Jenner vermarktete ihr Coming-out als trans mit ihrer 16-teiligen Realityserie "I Am Cait"
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Bereits im Februar war über eine Kandidatur des offen schwulen Trump-Anhängers Richard Grenell, des ehemaligen US-Botschafters in Berlin, spekuliert worden (queer.de berichtete).

Jenner ist eine lebenslange Republikanerin

Caitlyn Jenner, die 1976 eine olympische Goldmedaille im Zehnkampf der Herren gewonnen hatte, outete sich 2015 als trans. Zu dieser Zeit war sie besonders aus der Realityserie "Keeping Up with the Kardashians" bekannt. Jennner erklärte mehrfach, dass sie ihr Leben lang die Republikaner unterstützt habe. Trotz seiner LGBTI-feindlichen Politik war sie anfangs auch ein glühender Fan von Präsident Donald Trump. Erst 2018 wandte sie sich wegen der transphoben Politik Trumps von ihm ab (queer.de berichtete). Sie blieb aber Mitglied der Republikanischen Partei. Zu den vielen transphoben Gesetzen, die gegenwärtig von ihrer Partei in Bundesstaaten wie Arkansas beschlossen werden, äußerte sich die selbsternannte "Anwältin der LGBTI-Community" nicht.

Bereits mehrfach zuvor hatte Jenner angedeutet, in den politischen Ring steigen zu wollen. 2017 überlegte sie etwa, sich in Kalifornien für einen US-Senatssitz zu bewerben. Eher ein Scherz war wohl ihre Äußerung aus dem letzten Jahr, Vizepräsidentin in einer Kayne-West-Administration werden zu wollen (queer.de berichtete).

Vorbild Schwarzenegger

Umfragen zufolge lehnt derzeit eine Mehrheit der Kalifornier*innen die Abwahl Newsoms ab. Allerdings kann sich die Stimmung im Golden State traditionell schnell ändern. Bereits 2003 konnten die Republikaner mit einer "Recall Election" den traditionell demokratischen Staat erobern: Schauspieler Arnold Schwarzenegger löste damals den unglücklich agierenden demokratischen Regierungschef Gray Davis ab. Obwohl sich der gebürtige Österreicher in Reden stets als LGBTI-freundlich präsentierte, blockierte er während seiner Amtszeit Fortschritte bei queeren Rechten. So legte er zwei Mal sein Veto gegen die vom Parlament beschlossene Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ein. Außerdem stoppte er sowohl ein Gesetz, das vorsah, die Leistungen von queeren Menschen in Schulbüchern zu erwähnen, als auch eines, das homophobe Sprache in Schulbüchern verbieten sollte (queer.de berichtete).

Amtsinhaber Newsom gilt dagegen als sehr LGBTI-freundlich. Grund ist vor allem seine Amtszeit als Bürgermeister von San Francisco: 2004 öffnete der damals außerhalb der Region noch eher unbekannte Kommunalpolitiker in seiner Stadt die Ehe für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). Das führte zu moralischer Empörung. Die Eheschließungen wurden nach einem Monat wieder gestoppt (queer.de berichtete). Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass LGBTI-Organisationen bei der potenziellen "Recall"-Wahl den heterosexuellen Demokraten im Kampf gegen die trans Republikanerin unterstützen würden. (dk)



#1 LunaAnonym
  • 07.04.2021, 16:13h
  • Wieso können wir von sowas nicht verschont bleiben? Wir trans Menschen bekommen schon mehr als genug Hass ab und dann werden wir medial noch durch solche Gurken "repräsentiert"
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#2 StaffelbergblickAnonym
  • 07.04.2021, 17:02h
  • Antwort auf #1 von Luna
  • "... medial noch durch solche Gurken "repräsentiert""
    Nein ... ihr werdet nicht von solchen Gurken repräsentiert .... schlimmer, diese Gurken werden aufgrund ihrer permanenten Internetpräsenz zu jeglicher Situation ins Blitzlicht gerückt. Weil ein Gesellschaft vorhanden ist, die nur danach lechzt irgendwelchen Flashpromis hinterher zu hecheln. Allein die Diskussion darum, dass eine gewisse Kim K. mit auffallender Oberweite Milliardärin geworden ist. Und das schafft die beliebten Werbeklicks ... und dann ist jedes Statement recht ... für weitere Klicks ... Es ist eine furchtbare Symbiose
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#3 SöderAnonym
  • 08.04.2021, 20:53h
  • Caitlyn Jenner tritt für eine Partei an, die ihr verbieten will, Frauentoiletten zu benutzen.

    *Facepalm*
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