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Neuauflage geplant

"Queer as Folk" kehrt zurück

Die Kultserie um eine Gruppe schwuler Freunde kehrt zurück: Ein US-Streamingportal orderte bereits acht Folgen einer Neuauflage von "Queer as Folk". Die neue Reihe soll in New Orleans spielen.


Die Stars der "Queer as Folk"-Originalserie v.l.n.r.: Charlie Hunnam (später erfolgreich als Hauptdarsteller in "Sons of Anarchy"), Aidan Gillen (spielte Petyr "Kleinfinger" Baelish in der Erfolgsserie "Game of Thrones") und Craig Kelly (spielte später in der Seifenoper "Coronation Street" mit) (Bild: Channel 4)

Das zum Medienkonzern NBCUniversal gehörende US-Streamingportal Peacock hat laut dem Branchenmagazin "Hollywood Reporter" acht Folgen einer Neuauflage von "Queer as Folk" bestellt. Entwickelt werden soll die Serie vom 32-jährigen kanadischen Filmemacher Stephen Dunn, der bereits als Regisseur des queeren Films "Closet Monster" und einer "Little America"-Folge mit schwuler Thematik für Aufsehen sorgte.


Filmemacher Stephen Dunn soll die nächste "Queer as Folk"-Generation kreieren (Bild: Ministry of Information and Broadcasting / wikipedia)

Die von Russell T. Davies entwickelte britische Originalserie von "Queer as Folk" war von 1999 bis 2000 ausgestrahlt worden und spielte im englischen Manchester. Der Zehnteiler revolutionierte, wie schwule Männer im Fernsehen dargestellt werden. Eine gleichnamige kanadisch-amerikanische Adaption war danach weltweit erfolgreich: Die in Toronto gedrehte, aber in Pittsburgh spielende Fernsehserie umfasste zwischen 2000 und 2005 insgesamt 83 Folgen.

Stephen Dunn: Das neue "Queer as Folk" soll eine Familienserie werden

"Es ist eine surreale Ehre, die bahnbrechende Serie von Russell T. Davies adaptieren zu dürfen", erklärte Dunn in einer ersten Stellungnahme. "Als die Serie zum ersten Mal lief, war der Gedanke an realistische queere Geschichten im Fernsehen noch so provokativ, dass ich das Gefühl hatte, ich könne 'Queer as Folk' nur heimlich anschauen. Aber so viel hat sich in den letzten 20 Jahren verändert und wie wunderbar wäre es, wenn die nächste Generation 'Queer as Folk' nicht alleine in ihren dunklen Kellern ohne Ton schauen müsste, sondern mit ihren Familien und Freunden mit der Lautstärke am Anschlag."


Der Cast der ersten "Queer as Folk"-Adaption (Bild: Showtime)

Die neue Reihe soll lose auf der britischen Originalserie basieren und in der pittoresken Südstaatenstadt New Orleans spielen. Der walisische Serienerfinder Russell T. Davies soll als ausführender Produzent ebenfalls an Bord sein. Davies hatte zuletzt mit seinen queeren Miniserien "Years and Years" und "It's a Sin" Publikum und Kritiker*innen ins Schwärmen gebracht. "Years and Years" ist in Deutschland im Streamingportal Starzplay erhältlich, "It's a Sin" soll dort in Kürze gezeigt werden (queer.de berichtete).

Noch ist unbekannt, welche Schauspieler in der neuen Serie die Hauptrollen übernehmen werden. Unklar ist auch, ob und wo die Reihe in Deutschland gezeigt wird, da Peacock bisher nur in den Vereinigten Staaten erhältlich ist. (dk)

Direktlink | Ausschnitt aus der Originalserie (auf Englisch)
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#1 audeasAnonym
#2 Indigo73Anonym
  • 09.04.2021, 14:27h
  • Sorry, auch wenn's blöd klingt - für mich gibt es nur ein QAF, und das ist mit Gale Harold als Brian Kinney.
    Die Geschichte als solche ist leider nicht wirklich gut. Die britische Version war nicht ohne Grund sehr viel weniger erfolgreich als die US-Version und wurde erst im Nachhinein gelobt. Sie hat etliche Plotfehler, die man in der US-Version stur wiederholt hat.
    Dazu hat man die US-Version mit Klischees ohne Ende überzogen.
    Was die US-Version zum Kult hat werden lassen, war Brian. Er war der Grund, warum ich das gesuchtet habe, obwohl ich mich über die Fehler, die Klischees und so manch unpassende Besetzung geärgert habe. (Und vor allem über das Ende. *augenroll*)
    Egal, wen sie in diese Rolle stecken, sie wird nie wieder die gleiche Wirkung haben. Es war die richtige Figur zur richtigen Zeit mit dem Wow-Effekt - das lässt sich nicht wiederholen.
    Es gibt inzwischen eine Menge guter queerer Bücher - warum verfilmen sie nicht ein paar davon, anstatt etwas aufzuwärmen, was man nicht aufwärmen kann?
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#3 EulenspiegelAnonym
  • 09.04.2021, 18:42h
  • Antwort auf #1 von audeas
  • Aber wie?

    Einfach nur nicht-weiße Weiße, Schwarze oder Latino-Schauspieler, die eine X-beliebige Rolle übernehmen, die Rollen könnten dann auch beliebige Weiße übernehmen oder vor Serienstart von der Crew ausgewürfelt werden. Das kann dann eine leichte Soap werden.

    - oder das ganze Paket der kompletten US-Wirklichkeit. Der Standort New Orleans wäre da sehr gut geeignet.

    Also Schwulenfeindlichkeit in den Herkunftsfamilien der jeweiligen Personen, Versöhnungen etc. - Dinge die die jeweilige Community ganz schön aufmischen kann. Vor allem im tief-Katholischen der Hispanos ist Schwul-Sein noch dieselbe Hausnummer wie im extrem-evangelikalen der Land-Texaner oder im coolen Gang-Umfeld eines abgehängen schwarzen Slums.

    Was auch alles eingebaut werden kann, dann wird es eine schwere Bewältigungsserie.
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#4 YesVirginiaAnonym
  • 10.04.2021, 00:31h
  • Ich muss immer noch die letzte Folge vom Original gucken. Haben sie nun geheirtatet oder nicht, das ist die große offene Frage.
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#5 TV-junkieAnonym
  • 10.04.2021, 06:53h
  • Mir hat die US-Version gut gefallen. Sie lief nachts bei Pro-Sieben und wurde nicht groß promotet.
    So toll die Serie war, aber die Geschichte war zu ende erzählt, auch wenn das Ende fast schon surreal und sehr düster war. Wie viele gute Serien passte QAF in die Zeit. Coming Out bedeutet noch häufig den Bruch mit der Familie, HIV definierte Lebensentwürfe, die Szene hatte eine große Bedeutung.
    Auch typisch für die Zeit, die wahre sexuelle Identität einiger Schauspieler wurde lange im Dunkeln gelassen, teilweise sogar falsch angegeben. Coming outs kamen meist sehr spät und haben dann auch die Karrieren gekillt.
    Der Fokus auf schwul hat mir sehr gut gefallen (wie bei "Looking"). Aber heute müsste die Erzählweise wohl mehr wie bei "Tales of a city" oder "Transparent" angelegt werden. Die abfälligen Bemerkungen über Frauen, Lesben oder diverse Ethnizitäten aber auch über schwule Stereotypen sind heute tabu.
    Vermutlich versucht man mit dem Titel QAF Zuschauer zu locken. Viel Erfolg damit.
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