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Strafanzeige eingereicht

Homophobe Aktivist*innen fühlen sich wegen ihrer Heterosexualität diskriminiert

Die Schweizer Initiative "Nein zur Ehe für alle" verklagt eine Bank, weil sie die Einrichtung eines Girokontos verweigerte.


"Nein zur Ehe für alle" inszeniert sich als Opfer von bösen Homos (Bild: ehefueralle-nein.ch)

Die homosexuellenfeindlichen Aktivist*innen der Initiative "Nein zur Ehe für alle" haben Strafanzeige gegen die Raiffeisenbank der Stadt Zug gestellt, weil sie angeblich aus Abneigung gegenüber Heterosexuellen die Einrichtung eines Girokontos verweigert habe. Als Grund für die Weigerung sei das Stichwort "Reputationsschaden" genannt worden, hieß es in einer Pressemitteilung. Mehrere andere Banken hätten ebenfalls die Einrichtung eines Kontos verweigert. Dabei hätten dort "diverse LGBT-Vereine" Konten eingerichtet. Dies sei "Diskriminierung andersrum", kalauerte die Initiative.

Wörtlich beruft sich "Nein zur Ehe für alle" auf Artikel 261 des Strafgesetzbuches, wonach einer Person oder einer Gruppe eine Leistung nicht wegen ihrer "sexuellen Orientierung" verweigert werden darf. "Die Bank soll nun mit dieser Strafanzeige verpflichtet werden, ihre wahren Absichten zuhanden der Öffentlichkeit auf den Tisch zu legen", so die Initiative.

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Posted by Nein zur Ehe für alle on Wednesday, March 3, 2021
Facebook / Nein zur Ehe für alle | Die Initiative hält heiratende Homosexuelle offenbar für unzivilisiert
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"Nein zur Ehe für alle" setzt sich dafür ein, die im Dezember 2020 vom Schweizer Parlament beschlossene Abschaffung des Ehe-Verbots für gleichgeschlechtliche Paare doch noch per Volksentscheid zu stoppen. Auf ihrer Website bezeichnet sie gleichgeschlechtliche Eheschließungen als "Fake-Ehen", die heterosexuelle Ehen gefährdeten. Zudem warnt die Initiative, dass eine "Degradierung der Frau zur käuflichen Gebärmaschine" bevorstehe, wenn Schwule und Lesben vor den Traualtar träten.

Nach Medienberichten haben die Homo-Gegner*innen bereits genug Unterschriften gesammelt, um einen Urnengang zu erzwingen (queer.de berichtete). Allerdings befürwortet eine große Mehrheit des Wahlvolkes die Gleichbehandlung im Ehe-Recht – einer Umfrage aus dem November 2020 zufolge sind es 82 Prozent (queer.de berichtete). (dk)



#1 Ralph
  • 09.04.2021, 14:07h
  • Klar - Antisemitismus, Rassismus, Homofeindlichkeit, Antiziganismus, Misogynie - all das ist nicht Hass, sondern Meinung. Wer damit nichts zu tun haben, ja es sogar nicht auch noch unterstützen will, ist kein anständiger Mensch, sondern übt und schürt Hass. Noch widerlicher als die dreckige Hetze dieser politisch-religiösen Extremisten ist die Weinerlichkeit, mit der sie sich als Opfer zelebrieren.
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#2 KaiJAnonym
#3 LunaAnonym
  • 09.04.2021, 14:30h
  • Das sie ihr sinnloses Gelaber mit einem Sisyphos Bild unterlegen ist auch sehr genial
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#4 LegatProfil
  • 09.04.2021, 16:36hFrankfurt am Main
  • Bisher konnte noch keine einzige dieser ideologistischen Hass-Vereinigungen auch nur ansatzweise rational erklären, warum die Ehe zwischen (scheinbar) heterosexuellen in Gefahr sein sollte, wenn Gleichgeschlechtliche heiraten. Sehr schnell kommt man dann drauf, dass es einfach nur daran liegt weil es halt Tradition sei oder ihr behaupter Gott was dagegen hätte oder weil ja sonst der Fortbestand der Menschheit bedroht wäre auf einem winzigen Planeten mit bald 8 Milliarden Menschen oder weil sie dann nachher noch selbst in Versuchung kämen ...

    Ich bin ja immer offen für Argumente, aber wo keins ist, wäre es zivilisiert einfach mal mit dem Krakeelen aufzuhören und allen Menschen gleiche Rechte zu gewähren. Allein schon deshalb sollte man über Grundrechten nicht abstimmen. Der zivilisatorische Anspruch allein diktiert, dass diese ZWINGEND anerkannt und durchgesetzt werden müssen. Wer anderen gleiche Rechte nicht zugestehen will ist der Feind der Zivilisation, nicht umgekehrt.
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#5 daVinci6667
  • 09.04.2021, 19:32h
  • Antwort auf #4 von Legat
  • Ich glaube bei vielen Gegnern steckt eine völlig irrationale Urangst dahinter ALLE Männer würden nach einer Eheöffnung plötzlich nur noch andere Männer, Frauen nur noch andere Frauen begehren und heiraten.

    In 28 Staaten die vor der CH das gleichgeschlechtliche Eheverbot aufgehoben haben war dies bisher nicht der Fall. Aber man weiss nie, nie, nie, wie dies beim Sonderfall Schweiz sein wird. LOL

    Gründe hinter dieser Urangst könnten sein dass die Betroffenen sich ihrer eigenen sexuellen Orientierung gar nicht soooo sicher sind. Sie haben sich schlicht nie überlegt wer sie überhaupt sind! Schliesslich ist Mann ja automatisch Hetero. Etwas anders übersteigt bereits deren Horizont und beschwer denen starkes Unbehagen,
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#6 Ralph
  • 09.04.2021, 19:42h
  • Antwort auf #5 von daVinci6667
  • Ich halte das für eine Variante des Verführungsmythos. Für diese Propagandisten muss Heterosexualität etwas bemerkenswert Unattraktives, ja Abartiges sein, wenn sie tatsächlch glauben, heterosexuelle Männer könnten beim geringsten vermeintlichen Anreiz homosexuell werden und bleiben. Ich hab mal eine Doku gesehen, in der ein amerikanischer Propagandaspot aus den 50ern gezeigt wurde, in dem ein sogenannter Sachverständiger allen Ernstes behauptete, wenn heterosexuelle Männer sich lange genug Nacktbiklder von Männern, ja Pornos gar, anschauen, sie "pervers" (= schwul) werden.
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#7 daVinci6667
  • 09.04.2021, 20:06h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Genau. Weil er beim Betrachten nackter Männer schwach wird, denkt er alle Männer fühlten so. Was natürlich (leider) nicht stimmt.

    Auf die naheliegende Idee dass er einfach schwul oder bi sein könnte, kommt er nicht. Klassische Schrankschwester. Von denen gibt es viele.
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#8 Alexander_FAnonym
  • 09.04.2021, 22:12h
  • Es ist doch immer das gleiche Theater: diejenigen, die für sich selbst die Freiheit beanspruchen, auf anderen rumhacken zu dürfen, jammern am lautesten, wenn andere sich genau dieses Recht bei ihnen herausnehmen.

    Und was für einen "Reputationsschaden" unsereiner erleidet, weil uns Rechte von solchen Holzköpfen vorenthalten werden, das interessiert sie natürlich herzlich wenig.

    Wenig Neues unter der Sonne, auch bei den Eidgenossen/innen.
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#9 KurtAnonym
  • 10.04.2021, 16:10h
  • Antwort auf #4 von Legat
  • Im Grundrecht der Schweiz wird definiert:
    Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    Niemand darf diskrimiert werden, namentlich wegen...
    Mann und Frau sind gleichberechtigt...
    und zur Ehe steht: Das Recht auf Ehe und Familie ist gewährleistet.
    NICHT drin steht, dass die Ehe nur für Heteropaare definiert sei. Ebensowenig steht so was im Ehegesetz. Nach Verfassung und Eherecht wäre eine gleichgeschlechtliche Ehe eigentlich schon möglich gewesen. Mangels Verfassungsgerichtsbarkeit (ein absoluter Mangel der CH Demokratie) war es auch nicht möglich, eine Ehe gerichtlich durchzusetzen. Bei der nun leider erzwungenen Abstimmung geht es formal gar nicht um die Einführung der Ehe für alle, sondern nur um einen Korb voller kleinerer Textanpassungen durch das Parlament in untergeordneten Gesetzen, damit die Ehe für alle Schweizer*innen nirgends mehr "stolpert".
    Der Vorgang ist also nicht mit der Entscheidung im Bundestag vergleichbar - aber auch da wurde über dieses Grundrecht abgestimmt, und es hätte auch in die Hose gehen können.
    Damit, lieber Legat, ist es unumgänglich, dass darüber abgestimmt wird, so Recht Du auch hast.
    Eine Kanterniederlage an der Urne (wir werden über das Referendum abstimmen, nicht über die Gesetzestexte) wird die Ehe für alle um so mehr legitimieren, das ist auch nicht schlecht.
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#10 Kurt nochmalAnonym
  • 10.04.2021, 16:41h
  • Antwort auf #9 von Kurt
  • Korrigendum: obschon ich über schon Dutzende Referenden abgestimmt habe, bin ich in eine Wahrnehmungsfalle geraten. Es wird nicht, wie ich behauptete, die Frage Referendum ja/nein zur Abstimmung gebracht, sondern die Annahme des angezweifelten Gesetzes. Mensch lernt nie aus.

    Also wird konkret die Frage sein, ob wir die Änderung des Zivilgesetzes annehmen wollen. Also nicht die Einführung eines neuen Gesetzes, sondern "nur" eine Änderung des bestehenden Gesetzes.
    Bitte entschuldigt die Verwirrung - die Aussage bleibt gleich.
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