Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=38584
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Dresdner Islamist sah Homosexuelle als "Feinde Gottes" an


#1 Alt genugAnonym
  • 12.04.2021, 15:23h
  • """Das Gericht müsse jedoch die Frage der Reife klären."""

    Er war reif genug, einen Menschen vorsätzlich zu ermorden. Dann ist er auch alt genug, die Konsequenzen zu tragen.

    """Der Syrer habe aus religiösen Motiven gehandelt und sei überzeugt, das Richtige getan zu haben."""

    Was nur belegt, dass er nach wie vor uneinsichtig ist. Ob ein Straftäter seine Tat richtig findet oder nicht, spielt aber auch keine Rolle.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Korinthen KKAnonym
  • 12.04.2021, 15:33h
  • Will jemand noch ernsthaft argumentieren, es sei eine doppelte Bestrafung, ihn nach Verbüßung der Tat abzuschieben?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Nicht integrierbarAnonym
  • 12.04.2021, 16:01h
  • Antwort auf #2 von Korinthen KK
  • Volle Zustimmung.

    Dass dieser Fanatiker nicht integrierbar ist, beweist er ja selbst:

    ------ Sein Mandant lehne das Gericht als "irdisches Gericht ab, das nicht zu bewerten hat, was er aus göttlicher Sicht getan hat". ------

    Braucht jemand noch mehr Beweise, dass der mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht klar kommt und sie abschaffen will?

    Wenn der aus Haft frei kommt, würde der sofort wieder loslegen.

    Wir müssen leider akzeptieren, dass es auch Menschen gibt, die vollkommen in die Radikalität abgedriftet sind. Und die sollten dann auch nie mehr hier leben dürfen.

    Gerade auch zum Schutz der Mehrheit der friedlichen und integrationsbereiten Migranten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#4 GodzillaAnonym
  • 12.04.2021, 16:33h
  • Mit seinen Aussagen dem Forensiker ggü. hat er doch gezeigt, dass er sich nicht ändern wird und das Verhalten dem Gericht ggü. untermauert dies. Ich halte eine Sicherungsverwahrung für unumgänglich, ich beziehe da auch seine bisherigen Straftaten mit ein.
    Ich halte Resozialisierungen auch nur dann für möglich, wenn während der Haft eine Therapie stattfindet, denn Justizvollzugsbeamte können diese Arbeit gar nicht leisten und allein die Haft macht einem nicht zu einem besseren Menschen, sofern man nicht über Selbstreflexion verfügt.

    BtW : Spätestens jetzt sollte der Justiz klar sein, dass es sich um ein homosexuellenfeindliches Motiv handelt, wenn auch mit religiösen Wahn gepaart, und dies sollte man für künftige Fälle im Gedächtnis behalten und nicht vom Tisch wischen, wie es in diesem Fall zu Anfang geschah. Hoffentlich berücksichtigt der verhandelnde Richter in seinem Urteil das Motiv.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AFD-WatchAnonym
#6 Alexander_FAnonym
  • 12.04.2021, 17:16h
  • Antwort auf #2 von Korinthen KK
  • Nein, denn er hat damit auch klar bewiesen, dass er kein Flüchtling ist. Ein Flüchtling wäre er, wenn er vor dem religiösen Wahnsinn und Krieg in Syrien geflohen wäre. Er hat ihn aber nur in der Welt weiterverbreitet. Gerade für die, die in seiner Heimat Opfer dieses Irrsinns wurden und sie deshalb verlassen haben, ist er eine große Gefahr und sein Bleiben eine Beleidigung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#7 AtreusProfil
  • 12.04.2021, 17:40hSÜW
  • Antwort auf #1 von Alt genug
  • Der deutsche Staat findet doch immer etwas, um Taten abzuschwächen. Wenn gar nichts mehr hilft, ist er eben wieder betrunken gewesen oder psychisch vorbelastet. Eine Krankheit dieses Landes, dass eine halbe Stunde nach der Tat schon mehr über den Täter, als das Opfer gesprochen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#8 Taemin
  • 12.04.2021, 17:45h
  • Im Prinzip deckt sich sein Motiv mit der Ansicht katholischer, orthodoxer und evangelikaler Christen sowie zahlloser Politiker/innen weltweit. Uns muss klar sein, dass es Sicherheit für uns nicht geben kann. Es ist nur eine Frage der jeweiligen Verhältnisse, ob solche Grundeinstellung in Hasspredigten, Diskriminierung oder eben in Mord ihren Ausdruck findet. Was diesen speziellen Mann angeht, darf sich die Frage gar nicht erst stellen, ob er weniger als die Höchststrafe erhalten kann und ob ihm je erlaubt werden darf, sich in Deutschland frei zu bewegen. Niemand kann zweifeln, dass er bei erster Gelegenheit die gleiche Tat wieder begehen würde. Auch wird an diesem Täter unübersehbar, dass die deutsche Justiz und das deutsche Strafgesetz vor religlös fanatischen Gewalttätern schlicht versagt.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Taemin
  • 12.04.2021, 17:52h
  • Antwort auf #8 von Taemin
  • Sehr richtig. Über den Mörder wissen wir inzwischen fast alles - über seine Opfer fast nichts. Wir müssen ertragen, wie darüber spekuliert wird, auf welche Weise das Verbrechen "erklärt" werden und der Täter möglichst milde behandelt werden könne - dass dem überlebenden Opfer der Mann genommen wurde und wie es jetzt damit leben muss, das interessiert Presse und Justiz nicht die Bohne. Ich erinnere mich, dass das im Falle der NSU-Morde ganz anders war. Wieder erleben wir, dass Schwule immer Menschen zweiter Klasse sind, eben auch als Mordopfer.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#10 YannickAnonym
  • 12.04.2021, 17:55h
  • Antwort auf #6 von Alexander_F
  • Richtig,

    das ist kein Flüchtling, sondern ein "Gotteskrieger", der nicht vor Gewalt in seinem Land flieht, sondern Hass und Gewalt seines Landes in der ganzen Welt verbreiten will.

    Und deshalb sollte er auch nicht hier bleiben dürfen.

    Opferschutz (auch der zukünftiger Opfer) geht vor Täterschutz.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#11 Taemin
#12 TheDadProfil
  • 12.04.2021, 18:26hHannover
  • Antwort auf #2 von Korinthen KK
  • ""Will jemand noch ernsthaft argumentieren, es sei eine doppelte Bestrafung, ihn nach Verbüßung der Tat abzuschieben?""..

    Die Frage stellt sich gar nicht..
    Denn beantragt die Bundesanwaltschaft die Verurteilung nach Erwachsenem-Strafrecht, und stellt zudem den Antrag auf die Feststellung der besonderen Schuld, und kommt dann noch Sicherungsverwahrung dazu, dann kommt der Angeklagte bei einer Verurteilung nicht vor dem Jahr 2061 wieder auf freien Fuß..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#13 dellbronx51069Anonym
  • 12.04.2021, 18:37h
  • Antwort auf #9 von Taemin
  • Ich möchte sagen , dass wir für manche sogar nur "Menschen " dritter Klasse sind. Vor uns kommen doch erst noch nichtbiodeutsche Heterosexuelle ? Oder habe ich da was nicht mitbekommen. Da wir von vielen ja offensichtlich nicht der menschlichen Gattung zugerechnet werden könnten wir vllt. mal die Tierschutz Partei wählen bei der nächsten BTW auch angesichts der Statements von Wagenknecht, Thierse , Palmer und Co. Vielmehr bleibt ja wohl nicht mehr.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#14 KaiJAnonym
  • 12.04.2021, 18:53h
  • Was schon zu mutmaßen war, bestätigt sich jetzt. Mit den Schilderungen des Forensikers wird das ganze Versagen der Dresdener Behörden konkreter. Der Angeklagte schildert frei heraus seine Motivation. Die Queerfeindlichkeit soll während der Haft nicht zur Justiz gelangt sein. Er wurde als Gefährder eingestuft. Vor seiner Haftentlassung wurde eine Gefährdung queerer Menschen durch den Angeklagten ebenfalls nicht begutachtet. Mit der Nichtkenntnisnahme der queeren Gefährdung, die von dem Angeklagten ausging, wurde er entlassen. Auch nach der zudem späten Festnahme des Angeklagten sah die Dresdener Staatsanwaltschaft wohl keine Anhaltspunkte für eine queerfeindliche Tat. Mit einer Rückkopplung mit der Justizvollzugsanstalt wäre das jedoch wohl klar gewesen. Mit diesem umfassenden Nichtsehenkönnen der Dresdener Behörden wurde der Angeklagte zu einer Zeitbombe für Queerness.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 dellbronx51069Anonym
  • 12.04.2021, 19:14h
  • Antwort auf #14 von KaiJ
  • Ich behaupte mal , dass den Behörden das Wohlergehen queerer Menschen schlicht am A**** vorbei geht . Das gilt wohl mehr oder weniger für ganz D. im Allgemeinen und Sachsen im Besonderen. Hat Mensch ja auch an den anfänglichen Äusserungen des Dresdner StA zum Tatmotiv gesehen. Machen wir uns nichts vor , der Rückwärtsgang ist längst eingelegt!!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#16 KaiJAnonym
#17 gastAnonym
  • 12.04.2021, 19:36h
  • Antwort auf #9 von Taemin
  • Das ist nicht nur bei uns Schwulen so. Als vor zwei Jahren am Frankfurter Bahnhof der achtjährige Junge ins Gleisbett vor den einfahrenden ICE gestoßen wurde, erfuhr man auch sehr schnell von dem psychischen Leiden des Attentäters und woher er kam usw. - während der Name des Opfers vernehmlich aus "Pietätsgründen" nicht genannt wurde. Frau Merkel ließ sich ihren Wanderurlaub deswegen nicht vermiesen, ebenso hörte und sah man nichts von Herrn Steinmeier. Die Opfer in Deutschland werden nur dann von der Presse "gebraucht" wenn es politischen Zielen dient oder die Anzahl derart groß und das Attentat derart gewalttätig ist, dass es nicht mehr zu ignorieren ist - siehe Breitscheidplatz
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#18 KaiJAnonym
#19 Korinthen KKAnonym
  • 12.04.2021, 20:15h
  • Antwort auf #17 von gast
  • Die politische Anteilnahme hierzulande ist auch erschreckend.
    Während es in Frankreich große Massenkundgebungen gibt, das Opfer bekannt ist und das sogar international Anklang findet, gehen die Taten und insbesondere die Opfer hier komplett unter.

    Hier wurde auch noch das Tatmotiv lange ignoriert.
    Kann sich noch jemand an die Amokfahrt in Trier vor wenigen Monaten erinnern? Man hört nichts davon.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#20 kuesschen11Profil
  • 12.04.2021, 20:54hFrankfurt
  • Die Angehörigen der Opfer sollten in diesem Fall die Dresdner Behörden anklagen, um eine größere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erzeugen.

    Schließlich wurde das Motiv zu lange ignoriert.

    Ein Mensch, der vorsätzlich und bewusst aus religiösen Gründen mordet, muss auch eine dementsprechende Strafe erhalten, denn er ist und bleibt ein gefährlicher Täter des Wahnsinns.

    Die Frage nach der "Reife" des jungen Täters klingt doch eher nach Verharmlosung des Falles.
  • Antworten » | Direktlink »
#21 KaiJAnonym
#22 kuesschen11Profil
#23 Homonklin_NZAnonym
  • 12.04.2021, 22:48h
  • Da schwingt so ein Unterton mit, dass das Handeln aus Glaubensgründen an sich nicht verwerflich sein soll.
    Nun ist dieser Glaube eine Art Wahn oder Überzeugtheit davon, dass legendäre Märchenfiguren tatsächlich existieren.
    So könnte ein Mensch mit einer wahnhaften Psychose es auch rechtfertigen, wenn die Inuitgöttig Shetna, oder der heilige Dilldapp vom Watzenloch das gewollt hätte.
    Wenn der Hundszehenteufel aus dem Gestirn des hühneräugigen Ochsen es auch gern wollte, kann also Jeder, wer von dessen Glauben überzeugt ist,losgehen, um ihm unbeliebige Leute zu morden, oder wie? Weil's halt im Glaubensweltbild vorkommt.

    Könntens mal den abschieben, anstatt Leute, die hier arbeiten möchten und schon einen Lehrvertrag haben, oder andere, die als Trans*Idente oder Schwule hier Zuflucht suchen, und im Heimatland Niederdrückung und Bedrohung oder Knast zu fürchten haben.

    Die Christlichen sind ja noch so doof und würden die andere Wange hin halten.
    Nach Atheismus bedarf es keines Gottes, und dessen vermeintlicher Wille, von machtgierigen Menschen regelmäßig tradiert und eingefahren, hat keine Gültigkeit. Nicht mehr, als ein Furz vom Hulk/Banner.

    Schickt ihn zurück nach Syrien, sobald es geht. Gotteswahn überzeugte Minusmenschen hat Deutschland doch selbst genug.
  • Antworten » | Direktlink »
#24 KaiJAnonym
  • 12.04.2021, 22:56h
  • Antwort auf #16 von KaiJ
  • Die hier im Artikel geschilderte Befragung durch den Forensiker hat natürlich nach der Tat statt gefunden. Das habe ich mit der wohl falschen Wahrnehmung der Nachrichtenmeldung nicht erinnert. Meine diesbezüglich nachfolgenden Rückschlüsse sind so dann natürlich nicht mehr aufrecht zu halten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#25 schlimmerAnonym
#26 MetteAnonym
  • 13.04.2021, 04:40h
  • Die dänische Regierung unter der sozialdemokratischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat gerade beschlossen, Damaskus als sicheren Ort für die Rückkehr syrischer Flüchtlinge einzustufen.
  • Antworten » | Direktlink »
#27 OutAndProud
#28 NenyAnonym
#29 Korinthen KKAnonym
#30 zundermxeAnonym
  • 13.04.2021, 09:05h
  • Dass wir Feinde Gottes wären ist wohl Taten und Aussagen nach alles andere als ein Alleinstellungsmerkmal des Täters.

    Klar handelt es sich aus unserer Sicht (leider mal wieder) um ein Totalversagen von Behörden, Politik und Religion(en).
    So gut wie totgeschwiegen was Umstände und Motiv angeht, kaum Solidarität oder Anteilnahme mit den Opfern. Als wäre es den sich als die Normalen begreifenden Menschen gleichgültig bis peinlich, dass es tatsächlich (wieder) Schwule (Opfer) in Deutschland gibt.

    Wir wissen das längst.
    Doch sind wir zunehmend für diese Normalen maximal die personifizierte Gender-Gaga-Identitätspolitik und Ideologie. Dieses Strickmuster der Versachlichung von Menschen (-gruppen) dient einzig und allein der Rechtfertigung der Ausgrenzung und dem Erhalt der eigenen Narrative (Polen lässt grüßen).

    An dieser Stelle Danke für Nichts an die Thierse-spD, die Wagenknecht-Linken und dem Alleinunterhalter Palmer. Wie eure Agitation zu werten und zu verstehen ist, hat der afd-Parteitag der Normalen gezeigt. Statt die afd und ihre Hetze inhaltlich zu bekämpfen, rückt ihr mit vermeintlich sanfter gewählten Worten ihre Propaganda und ihren Populismus in die sogenannte Mitte der Gesellschaft.
    Oder war es eigentlich schon immer längst eure Urheberschaft?

    Was kostet oder schadet euch der Gender-Stern real?
    Was kostet oder schadet euch die Umbenennung von Plätzen oder Gebäuden?
    Was kostet oder schadet euch die verfassungsmäßige Gleichstellung ALLER bezüglich universeller Rechte?
    Eigentlich (ihr habt ja nix gegen die, außer) nichts - aber ihr fühlt euch halt nicht wohl dabei und schließlich gibt es ja aktuell, wie immer schon zu jeder Zeit, viel Wichtigeres für euch als das Leben. Auch dies durften wir u.a. am Wochenende wieder von der afd hören.
    Normale aller Parteien vereinigt euch für Deutschland - ab(er) normal.

    Wir können uns nur so gut wie möglich wehren indem wir eben NICHT leise sind, indem wir lauter werden und indem wir uns der Situation und der Entwicklungen bewusst sind.
    Würd mir bspw mehr klare Kante in Aussage und Gestaltung bei den CSDs wünschen. Heuchlern aus Politik und Wirtschaft diese Bühne eben nicht für das eigene pink-washing bieten.
    Wir haben die Wahl, zumindest zwischen verlieren können und schon verloren haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 KotzAnonym
#32 KotzAnonym
#33 GodzillaAnonym
#34 snafuAnonym
  • 13.04.2021, 10:00h
  • Meine Gedanken sind bei Oliver, der lt. Sächsischer Zeitung bis heute an einer PTBS leidet und nur per Videoschalte vernommen werden kann. Selbst eine Reise nach Dresden ist ihm nicht zuzumuten, geschweige denn die Begegnung mit dem Täter. Ich habe nur meine uneingeschränkte Solidarität mit ihm, aber das gebe ich! Möge die Täterideologie nie gewinnen, es reicht!! Es war nicht der erste islamistische Mord in Dresden.
  • Antworten » | Direktlink »
#35 NenyAnonym
  • 13.04.2021, 11:33h
  • Wieso oft kommt keine Solidarität für uns Schwule! Man stelle sich nur eine etwas andere Konstellation vor (ihr wisst schon was ich meine) und dann würden Bundeskanzlerin, Vertreter aller Parteien und der Bundespräsident sofort anreisen. Das Thema wäre wochenlang in allen Medien. Traurig. Mir fällt es schwer an immer mehr Einzelfälle zu glauben!
  • Antworten » | Direktlink »
#36 OutAndProud
  • 13.04.2021, 11:36h
  • Antwort auf #28 von Neny
  • Ich war mit 20 noch evangelikaler Christ und habe erst mit mitte/ende 20 die Kurve gekriegt.

    Ich kenne viele aus der Ultra Szene beim BVB die auch erst zwischen 25 und 30 zur Vernunft gekommen sind.

    Ich will die Tat weder beschönigen noch relativieren, mir sind nur "Standgerichte" in Online Foren suspekt.

    Und eins zeigen die USA. Ein Strafrecht mit unbarmherzigen Strafen füllen zwar die Gefängnisse, lösen aber nicht ein gesellschaftliches Problem.

    Wir werden auch das Problem mit Hate Crimes aus dem islamistischen Spektrum mit Parolen wie "Abschiebung egal wohin" nicht lösen. Wohin schieben wir dann Nazis ab?

    Ich habe seit Jahren das Gefühl das welche Debatte auch immer zunehmend einen Angst Aspekt bekommt und die Covid 19 Pandemie hat das ganze noch beschleunigt.

    Daraus resultieren dann oft Forderungen nach "Härteren Maßnahmen".

    All das gibt mir zu Denken da eine freiheitliche Demokratie immer eine zarte Pflanze ist die Schutz und Pflege braucht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#37 OutAndProud
  • 13.04.2021, 12:11h
  • ""Man stelle sich nur eine etwas andere Konstellation vor (ihr wisst schon was ich meine)""

    Ich vermute zu wissen was du meinen möchtest.

    Wenn ich damit richtig liege finde ich deine Meinung mindestens befremdlich.

    Das "mindestens" ist hier übrigens sehr ernst gemeint.
  • Antworten » | Direktlink »
#38 NenyAnonym
  • 13.04.2021, 12:33h
  • Antwort auf #37 von OutAndProud
  • Ja da liegst du richtig. In unserem Land wird mit zweierlei Maß gemessen. Ich habe weder Lust von einem Neonazi oder einem Islamsten zusammengeschlagen oder gar getötet zu werden. Aber dreimal darfst du raten, was die Medien eher ausschlachten würden!? Wer das nicht erkennen will ist dumm oder ideologisch verblendet. Ich erwarte einfach in einer Demokratie mit freier Medienlandschaft, dass über Gewalt immer frei und offen berichtet wird und nicht durch eine ideologische Brille.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 OutAndProud
  • 13.04.2021, 13:11h
  • Antwort auf #38 von Neny
  • ""Wer das nicht erkennen will ist dumm oder ideologisch verblendet.""

    Da diese Aussage ja ein unumstößlicher Fakt ist und das Leben generell ja aus schwarz oder weiß besteht, entscheide ich mich für dumm.

    Bin ich froh das nicht auch beides geht, da habe ich ja nochmal richtig Glück gehabt.

    Ironie off
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#40 Taemin
  • 13.04.2021, 18:11h
  • Antwort auf #37 von OutAndProud
  • Neny hat Recht. Wäre der Täter ein Nazi und wären die Opfer Juden oder Migranten, hätte es Mahnwachen, Lichterketten und sich betroffen gebende Politiker/innen zu Hauf gegeben. Statt dessen wurde monatelang unterschlagen und geleugnet, dass die Opfer überhaupt schwul sind und der Täter als Schwulenhasser bekannt ist. Glaubt irgendwer im Ernst, bei jüdischen oder migrantischen Opfern wäre das Judesein oder der Migrationshintergrund zur Privatsache erklärt und verheimlicht und als für das Tatmotiv bedeutungslos behandelt worden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#41 OutAndProud
  • 13.04.2021, 19:21h
  • Antwort auf #40 von Taemin
  • Das die verantwortlichen Behörden hier mindestens unsensibel gehandelt haben steht doch außer Frage.

    Was nicht sein darf das nicht sein kann.

    Das gab es auch bei den NSU Ermittlungen, beim Olympia Attentäter in München und und und......

    Auch die offizielle Statistik zu den Opfern rechter Gewalt ist "geschönt"

    Das alles gehört weiterhin auf den Prüfstand und muss rückhaltlos weiter aufgeklärt werden.

    Ich werde mich aber nicht daran beteiligen zu diskutieren welcher Minderheit es am schwersten hat und am meisten diskriminiert wird.

    Das dient nämlich nur dazu Minderheiten gegeneinander aufzubringen und auszuspielen.

    Das ist reaktionäres Verhalten der Mehrheitsgesellschaft um Solidarität unter den Minderheiten erst gar nicht entstehen zu lassen oder zu schwächen.

    Wenn wir nicht begreifen das alle Minderheiten letztlich in einem Bot sitzen, haben wir alle schon verloren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#42 SpockAnonym
  • 13.04.2021, 20:06h
  • Antwort auf #40 von Taemin
  • "Glaubt irgendwer im Ernst, bei jüdischen oder migrantischen Opfern wäre das Judesein oder der Migrationshintergrund zur Privatsache erklärt und verheimlicht und als für das Tatmotiv bedeutungslos behandelt worden?"

    Nein, das glaube ich nicht. Ich finde auch, dass man ruhig gelegentlich auf unterschiedliche Aufmerksamkeiten und Bewertungen für unterschiedliche Gruppen hinweisen darf.

    Aber: Ich habe auch Angehörigen der Opfer von Hanau zugehört und weiß um Einiges, das ihnen seitens Behörden und Medien passiert ist. Dass migrantisierte Opfer rechten Terrors im Gegensatz zu queeren Opfern islamistischen Terrors nur mit allgemeiner Solidarität rechnen könnten, wäre leider auch eine sehr idealisierte Vorstellung.

    Es gilt daher dringend, Opression Olympics zu vermeiden und Schlimmes nicht mit noch Schlimmerem zu relativieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#43 KaiJAnonym
#44 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 14.04.2021, 01:47h
  • Seine "Argumentation" erinnert mich fatal an christliche Gotteskrieger in den USA, die Homosexuelle ermorden, oder "nur" zusammenschlagen.
    Religiöser Fanatismus, gepaart mit der Angst vor den eigenen homosexuellen Anteilen, dazu eine Denkweise in Gesellschaften, die Homosexualität ablehnt, wie überall im Nahen Osten, hat zu dieser Tat geführt.
    Wie ist der Täter zu bestrafen?
    Nach Jugendstrafrecht?
    Wohl eher nicht!
    Er war alt genug, aus Hass einen Mord und einen versuchten Mord zu begehen, also ist er auch alt genug, wie ein Erwachsener behandelt zu werden.
    Nach Verbüßung der Haftstrafe, egal, ob nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht, soll er abgeschoben werden? Das ist keine Strafe, sondern eine Belohnung für ihn, weil er in seiner Heimat als "Held" in seinen Kreisen gefeiert wird.
    Stattdessen sollte er im Knast Kontakt zu Homosexuellen bekommen, die ihm zeigen, wie falsch seine Denkweise und sein Handeln war.
  • Antworten » | Direktlink »
#45 sanscapote
  • 14.04.2021, 07:00h
  • Abschiebung auf eigene Kosten.
    Bei dem Versuch, wieder nach Deutschland zu kommen, Zurückweisung an der Grenze.
  • Antworten » | Direktlink »
#46 NachfrageAnonym
#48 NachfrageAnonym
#49 KaiJAnonym
  • 14.04.2021, 18:04h
  • Antwort auf #48 von Nachfrage
  • "Angst vor eigenen homosexuellen Zügen" ist in dem Artikel zu lesen. Die kann mensch ja wohl nur haben, wenn er die schon wahr genommen hat. Befrei' dich doch mal vom kategorischen Denken in Homo- und Heterosexuelle! Dann macht der von dir unbegründet behauptete Unsinn sehr viel Sinn. Wenn du von der These ausgehst, dass die meisten Menschen homo- und heterosexuelle Anteile haben, die du ja vielleicht auch beide bei dir wahrnehmen könntest, mensch die homosexuellen bis hin zur Gewalt gegen andere aber nicht warhaben will, so kann mensch immer von unterdrückten homosexuellen Anteilen bei homofeindlichen Straftaten ausgehen. Nur dies' katgorische Denken in Schubladen lässt manches nicht lesen und wahrhaben wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#50 SpockAnonym
  • 14.04.2021, 19:08h
  • Antwort auf #49 von KaiJ
  • "Wenn du von der These ausgehst, dass die meisten Menschen homo- und heterosexuelle Anteile haben"

    Ich halte diese These nicht mal ansatzweise für belegt. Nur weil das immer mal wieder behauptet wird, vorwiegend in unwissenschaftlichen Diskussionen, ist es deshalb noch lange nicht wahr. Selbst wenn es stimmen würde, sind "die meisten" nicht "alle".

    "die du ja vielleicht auch beide bei dir wahrnehmen könntest"

    Nein. Kann ich nicht. Und so wenig wie ich mir selbst irgendwelche "unterdrückten Anteile" von irgendwas unterstellen lassen möchte, finde ich es gerechtfertigt, das ohne jeden Beleg bei anderen zu tun. Erst recht nicht, wenn es implizit darauf hinausläuft, ("unterdrückte") Homosexualität zur "eigentlichen" Ursache einer Gewalttat zurechtzuspinnen.

    "so kann mensch immer von unterdrückten homosexuellen Anteilen bei homofeindlichen Straftaten ausgehen"

    Siehe oben. Für mich bleibt das küchenpsychologischer Unsinn ohne jeden Beweis.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#51 SpockAnonym
  • 14.04.2021, 19:11h
  • Antwort auf #49 von KaiJ
  • "" Angst vor eigenen homosexuellen Zügen" ist in dem Artikel zu lesen."

    Ich lese da:
    "Tiefenpsychologisch betrachtet hat Homophobie vielfältige und komplexe Ursachen"

    Und dann kommen neben unterdrückter eigener Homosexualität noch sieben andere Erklärungen. Von "immer bei allen" steht da nirgends etwas.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#52 KaiJAnonym

» zurück zum Artikel