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"Das ist alles unsere Lebenszeit"

Ältere queere Menschen erzählen vom Leben in der Corona-Krise

Das erste Buch über die persönlichen Eindrücke der älteren lesbisch und schwul lebenden Generation in Deutschland kann kostenlos heruntergeladen werden.


"Das ist alles unsere Lebenszeit" beschreibt, wie es älteren schwulen und lesbischen Menschen in der neuen Corona-Welt geht (Bild: shameersrk / pixabay)

Neun ältere offen schwul oder lesbisch lebende Menschen erzählen in einem neuen Buch über ihre Erfahrungen in der Corona-Krise. Der Interviewerin und Autorin Vera Ruhrus ist es in "Das ist alles unsere Lebenszeit. Ältere Lesben und Schwule in der Corona-Krise" gelungen, in narrativen Interviews die persönlichen Eindrücke im Epochenjahr 2020 einzufangen. Das 92-seitige Buch, das vom Kölner Beratungszentrum rubicon e.V. herausgegeben wurde, ist kostenlos als PDF-Datei erhältlich.

Die Älteste der vorgestellten Menschen ist Jahrgang 1938 und erinnert sich noch an die Bomben im 2. Weltkrieg. Der Jüngste, Jahrgang 1965, ist geprägt von der Aidskrise und dem schmerzhaften Verlust vieler Freunde. In dem Buch wird behandelt, wie gefährdend diese Menschen die Pandemie erleben und worauf sie zurückgreifen können. Die Berichte lesen sich wie eine Chronik: Sie blicken zurück auf den ersten Lockdown, spiegeln die Sorglosigkeit des Sommers und die zunehmenden Ängste im ausklingenden Jahr.

"Die ältere Generation von Lesben und Schwulen ist oftmals einen mäandernden, auch kämpferischen Weg der Selbstverwirklichung gegangen. Das prägt unverkennbar ihren Umgang mit der Krise", heißt es im Vorwort, das von WDR-Moderatorin Bettina Böttinger und Ex-"Lindenstraße"-Schauspieler Klaus Nierhoff verfasst wurde. Beide engagieren sich in der Arcus-Stiftung, einer Organisation der schwulen und lesbischen Selbsthilfe. (cw)



#1 queergayProfil
  • 13.04.2021, 15:50hNürnberg
  • Dieses Thema dürfte die meisten queer.-de-Leser nur wenig oder gar nicht interessieren. Zumal sich hier auch eine überwiegend jüngere Leserschaft versammelt, die sich natürlich lieber jüngeren und nicht älteren Menschen mit entsprechenden Themenbereichen zuwenden mag.
    In Deutschland leben schätzungsweise etwa 1 Million Menschen aus dem LGBTIQ-Spektrum, die über 65 Jahre alt sind. Viele von ihnen verbindet die gemeinsame Erfahrung von Ablehnung, Ausgrenzung, Diskriminierung, Denunziation und teilweise auch von Gewalt und Strafverfolgung aufgrund ihrer sexuellen Lebensweisen und/oder geschlechtlichen Identitäten. So konnte ich beim AWO-Wohlfahrtsverband lesen.
    That's life. So ist das Leben. Ich sagte schon immer: Besser jung, reich, gesund und glücklich als arm und alt und (corona-)krank. Der Jugend gehört die Zukunft, so heißt es ja - aber die Zukunft der Jugend ist das Alter. Und das kommt leider schneller als die meisten glauben wollen.
    Die queeren Aktivitäten der politisch aktiven LGBTIQ-Gruppen sind in den Lockdown-Ausgangssperre-Zeiten ziemlich reduziert worden. Ein Ende ist nicht wirklich in Sicht. Das Lebensende schon eher.
    Kleines Fazit: Älter werden ist eine Herausforderung für alle.
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#2 Ralph
  • 13.04.2021, 18:17h
  • Antwort auf #1 von queergay
  • Dem kann ich nur zustimmen. Danke für Deine Ausführungen. - Und speziell zu Corona: Drei gute Freunde von mir sind daran erkrankt, zwei seit etwa zwei Monaten, der dritte seit einem runden halben Jahr. Zwei sind in den Vierzigern, der dritte ist Anfang fünfzig. Der Verlauf ist beim Jüngsten am schwersten. Alle drei waren immer gesund und hatten keinerlei Vorerkrankungen. Glaubt nicht das Märchen, Covid-19 sei eine Krankheit nur der Alten und Gebrechlichen.
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