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Nach Sat.1-Eklat

Prinz von Anhalt: "Ich hab sehr viele schwule Freunde, aber..."

Der Reality-Darsteller nutzt die altbekannte "Ich hab sehr viele schwule Freunde"-Verteidigung. Gleichzeitig erneuert er seinen Vorwurf, dass Schwule "eklig" seien – aber nicht ekliger als eine "fette Alte".


Erst vor wenigen Wochen trat Prinz Marcus von Anhalt in Olivia Jones' Spielshow "Die Festspiele der Reality-Stars" auf – die Dragqueen ist inzwischen kein Fan mehr des 54-Jährigen (Bild: Sat.1)

Marcus Eberhardt alias Marcus Prinz von Anhalt hat sich am Dienstagabend erstmals seit Ausstrahlung seiner homosexuellenfeindlichen Äußerungen gegenüber Dragqueen Katy Bähm in "Promis unter Palmen" öffentlich zu den Vorfällen geäußert. In einem auf seiner Instagram-Seite veröffentlichten Video zeigte der 54-Jährige keine Reue. Vielmehr wiederholte er – neben sexistischen Äußerungen – einige seiner homophoben Aussagen.

Wörtlich beteuerte der Prinz: "Ich bin kein Schwulenfeind. Ich hab sehr viele schwule Freunde, aber ich find's trotzdem eklig, wenn zwei Männer sich die Schwänze lutschen. Und das hab ich da ausgedrückt und das ist so." Die Äußerung mit den "schwulen Freunden" wird oft von Promis nach homophoben Kommentaren verwendet, etwa von James Woods oder Silvio Berlusconi.

Ferner behauptete der Prinz, dass er eine "fette Alte", die mit einem durchsichtigen T-Shirt aus dem Pool komme, genauso eklig fände wie einen Schwulen. Ganz anders sehe das bei einer "Granate" aus. Seine Rede beendete er mit dem "Witz": "Werdet alle schwul, dann bleiben mehr Frauen für mich."

Die neuen Äußerungen des Prinzen führten zu scharfer Kritik: "Menschenverachtende, beleidigende, fettphobe und sexistische Kommentare von sich zu geben war, ist und wird aber auch echt nie ne eigene Meinung sein. Bitte such dir Hilfe", empfahl etwa Entertainer und EU-Queerbotschafter Riccardo Simonetti in einem Kommentar unter dem Video. Realityteilnehmer Rafi Rachek ergänzte: "Du magst vielleicht etwas [Geld] haben, aber auch das bringt nichts, wenn man so eine Einstellung vertritt. Menschlich versagt."

Auch Kritik von Katy Bähm

Am Dienstag veröffentlichte auch die frischvermählte Katy Bähm ein elfminütiges Video, in dem sie im Nachgang der Sendung vom Montag davor warnt, dass homophobe Äußerungen oft zu Gewalt führen könne. Die LGBTI-Community müsse "tagtäglich" mit homo- oder transphoben Äußerungen umgehen. Oft gebe es auch tätliche Angriffe, "nur weil ein schwules Pärchen Händchen hält".

Auch Olivia Jones zeigte sich von Prinz Marcus enttäuscht. "Was ich eben von Dir gesehen habe, hat mich überrascht, traurig und wütend gemacht", so die Hamburger Dragqueen auf Instagram nach der Ausstrahlung der Sendung. "Das war nicht der @prinzmarcus, den ich schätzen gelernt habe: Ein im Grunde seines Herzens eigentlich toleranter Mensch, der selber gut weiß, wie sich Ausgrenzung, Intoleranz und Vorurteile anfühlen." Marcus war im Februar Kandidat in Olivia Jones' Spielshow "Die Festspiele der Reality-Stars – Wer ist die hellste Kerze?".

Marcus Prinz von Anhalt ist gelernter Metzger, wurde aber als Besitzer mehrerer Bordells und als Reality-Darsteller bekannt. Gegen Bezahlung hatte er sich von Frédéric Prinz von Anhalt und Zsa Zsa Gabor adoptieren lassen.

In der am Montag ausgestrahlten Folge der Sat.1-Show "Promis unter Palmen – Für Geld mache ich alles!" ging der Prinz Dragqueen Katy Bähm schwulenfeindlich an ("Du bist doch 'ne Schwuchtel"). Er flog daraufhin als erster aus der Show. Der Sender Sat.1 kündigte einen Tag nach der Ausstrahlung nach anhaltender Kritik an, den Prinzen wegen seiner homophoben Äußerungen nicht mehr in seinen Shows auftreten zu lassen (queer.de berichtete). (cw)



#1 KumpelAnonym
  • 14.04.2021, 12:47h
  • Mit großer Anteilnahme, ja auch Tränen in den Augen habe ich das Video auf Instagram von Katy Bähm angeschaut Am meisten beeindruckt war ich, als Katy gleich zu Beginn ersteinmal auf die fatale Situation von Transgender Personen hingewiesen hat. Über deren Verfolgung und Ermordung sowohl u.a. in Brasilien oder den USA.
    Und wenn dann dieser Dummkopf von gekauften Adelstitel meint uns beleidigen und gar verhöhnen zu müssen, liegt er komplett falsch. Ob er betrunken dabei war, spielt für mich keine Rolle. Denn besoffen sagt man oftmals Dinge, die einem schon immer auf der Zunge liegen und man es aber nüchtern zurückhält. Scheinheilig nenne ich das. Ich habe im Leben zu oft schon solch ekelige Typen und auch Frauen kennengelernt. Aber deswegen ducke ich mich nicht weg, sondern zeige offen mein Unverständnis darüber.
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#2 daVinci6667
  • 14.04.2021, 13:09h
  • (Marcus Prinz von Anhalt ist gelernter Metzger, wurde aber als Besitzer mehrerer Bordells und als Reality-Darsteller bekannt. )

    Das sagt doch schon alles: Eingebildeter Möchtegern Prinz der Tiere abschlachtet und ein paar Puffs besitzt. Alles klar.

    Genau wegen solch unterirdisch tiefen Niveaus schaue ich mir keine Privatsender an. Kommt da ausnahmsweise keine Werbung darf man sich an solchen Zuhälter erfreuen. Zzzz.
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#3 LeashAnonym
  • 14.04.2021, 13:58h
  • Geschmackloser Trash Typ mit Minderwertigkeitskomplexen. Ich glaube nicht das der Typ Freunde hat, schwul oder hetero.
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#4 OlliAnonym
  • 14.04.2021, 14:14h
  • Wenn sich alle einfach angewidert abwenden, indem sie diesen erbärmlichen Scheiss mit unfähigen, dummen, respektlosen und völlig unbedeutenden Hohlfritten in den Hauptrollen einfach nicht anschauen, läuft der Mist von alleine in leere.

    Solange dieser Schwachsinn Quote bringt, gibt es keinen Grund, nicht weiterhin auf diese ekelhaften Formate zu senden. Der Zuschauer bestimmt, was gesendet wird. Und dass es gesendet wird, zeigt, welche Haltung ein Großteil der Bevölkerung immer noch gegenüber schwulen und lesbischen Lebensformen hat. Und das ist das eigentliche Problem.
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#5 BaerchenProfil
  • 14.04.2021, 14:27hzuhause
  • Und eben aus derlei Gründen sehe ich mir solch niveaulose Produktionen generell nicht an. Das mag jetzt eingebildet oder überheblich klingen, aber diese TV Formate sind unter meiner Würde und unter meinem Niveau. Allein was dort geboten wird ist meiner Meinung nach absolut unterste Schublade, daher kann ich auch die Gründe nicht nachvollziehen was einen Prominenten (...und ich meine jetzt nicht die welche unter der Rubrik "Z- oder Möchtegernpromi" stehen...) dazu veranlasst sich so zu erniedrigen und sich für solch einen Unsinn hergeben...
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#6 olfwobAnonym
  • 14.04.2021, 14:53h
  • Mal ganz abgesehen von der Homophobie, stellt sich ja alleine schon die Frage, warum man jemanden der 4 Jahre wegen versuchter räuberischer Erpressung, gefährlicher Körperverletzung und Menschenhandel im Gefängnis saß, eine Bühne gibt.

    Man sollte ihm mal klar machen, dass es auch ma lZeiten gab, da war jemand mit solchen Vorstrafen in der Gesellschaft auch nicht unbedingt akzeptiert.
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#7 StaffelbergblickAnonym
  • 14.04.2021, 15:10h
  • ... und wenn hier nicht schon seit Tagen darüber berichtet worden wäre ... ich wüßte noch nicht einmal von einem sog. Promi Prinzen, adoptiert, von Beruf Metzger.
    Vielleicht sollte wir uns überlegen, inwieweit wir mit solchen Berichterstattungen diese Deppen noch weiter "adeln"
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#8 LorenProfil
#9 remixbeb
#10 queergayProfil
  • 14.04.2021, 16:45hNürnberg
  • Wie können manche Leute nur Fans von so einem vulgären Bordell-Betreiber und ungebildeten, niveaulosen Primitivling werden?
    Ihn auch noch als "prominent" einstufen zu wollen, schlägt dem Fass den Boden aus. Er ist mittlerweile eher bekannt als ekliger, bunter Hund, der hoffentlich bald wieder in der Versenkung verschwindet. Wenn er noch was zu sagen hat, dann sollte das so wichtig sein, wie wenn in China wieder ein Sack Reis in einem Bordell umgefallen ist.
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