Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38608

Nach "Promis unter Palmen"-Eklat

Strafanzeige gegen den homophoben Pöbel-Prinzen

Die verbalen Attacken des Prinzen von Anhalt könnten strafrechtliche Konsequenzen haben. Außerdem überprüft Sat.1, ob die restlichen Folgen von "Promis unter Palmen" überhaupt gezeigt werden sollen.


Prinz Marcus von Anhalt pöbelte in Folge eins Dragqueen Katy Bähm an: "Du bist doch 'ne Schwuchtel. Es ist eklig, wenn zwei Männer sich küssen. Fakt, das ist so, basta" (Bild: Sat.1)

Die Hamburger Staatsanwaltschaft überprüft derzeit, ob sie Ermittlungen gegen Homo-Hasser Prinz Marcus von Anhalt aufnehmen soll. Laut "Bild" (Bezahlartikel) hatte ein 51-jähriger Marketing-Fachmann aus dem schleswig-holsteinischen Halstenbek Anzeige wegen Volksverhetzung gegen den 54-jährigen Realitydarsteller gestellt, nachdem dieser sich in der vergangenen Montag ausgestrahlten ersten Folge der zweiten Staffel von "Promis unter Palmen – Für Geld mache ich alles!" gegenüber Dragqueen Katy Bähm homophob geäußert hatte (queer.de berichtete). Nach der Ausstrahlung erneuerte der Prinz in sozialen Medien Vorwürfe an Schwule, "eklig" zu sein (queer.de berichtete).


Die "Promis unter Palmen" fallen bislang am meisten durch ihr unsoziales Verhalten auf (Bild: Sat.1)

"Da ist inzwischen eine Grenze erreicht, die Konsequenzen haben muss", so zitierte die "Bild"-Zeitung den Anzeigensteller, der Katy Bähm persönlich kenne. "Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, ich habe schwule Freunde, ich weiß wie die alltägliche Diskriminierung läuft. Sowas jetzt auch noch bewusst öffentlich zu zeigen, verharmlost das." Er befürchte, dass sich der Prinz in seiner Exil-Heimat Dubai "noch für seinen Schwulen-Hass feiern" lasse, wenn niemand etwas unternehme. Laut "Bild" beschäftigten sich Prinz Marcus und sein Anwalt bereits mit möglichen rechtlichen Konsequenzen des Falls.

Sat.1 überprüft gesamtes Format

Nach Kritik überprüft Sat.1 inzwischen das gesamte Format "Promis unter Palmen". Der Sender war dafür kritisiert worden, weil die homophoben Attacken unkommentiert gezeigt worden waren. Die bereits für Abonnent*innen des ProSiebenSat.1-Streamingdienstes Joyn+ erhältliche zweite Folge der Realityshow wurde inzwischen wieder gesperrt. "Aktuell werden alle Folgen geprüft, daher gibt es derzeit keine Preview", erklärte Sat.1. In dieser Folge habe es laut Medienberichten erneut Attacken auf Katy Bähm gegeben. Zwar ist der Prinz in Folge eins ausgeschieden, in Folge zwei seien aber neun anderen Kandidat*innen gemeinsam auf Bähm losgegangen und hätten sie als "falsche Schlange" oder "dummen Lügner" beschimpft. Am Ende sei die Dragqueen heulend zusammengebrochen.

Twitter / sat1 | Sat.1 gab bereits zu, in der Bearbeitung der ersten Folge Mist gebaut zu haben
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Bereits Staffel eins von "Promis unter Palmen" stand wegen Mobbing-Attacken in der Kritik. Damals holte mit Matthias Mangiapane ein offen schwuler Teilnehmer den zweiten Platz (queer.de berichtete). (cw)



#1 HaftungAnonym
  • 15.04.2021, 12:18h
  • Sollte die Anzeige nicht gleichzeitig dem Sender gelten, der diese Aussagen unkommentiert ausstrahlte und ihre große öffentliche Wirkung überhaupt erst ermöglicht hat?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 StaffelbergblickAnonym
  • 15.04.2021, 13:23h
  • Hurra .. damit bekommt diese Knallcharge noch mehr Aufmerksamkeit und kostenlose "Werbezeit" in den Medien. Hübsch über Monate in Teilhäppchen transportiert ... Vor Gericht, im Gericht, nach dem Urteil ...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AtreusProfil
  • 15.04.2021, 13:44hSÜW
  • Das witzigste an der Geschichte ist, dass die BILD gestern wirklich gefragt hat, wie Sat1 nur diesen "menschenfeindlichen Dreck" (sic!) senden konnte. Und die BILD ist ja bekanntlich über den Vorwurf erhaben, für Reichweite sämtliche moralische Grenzen zu überschreiten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der Anzeige etwas heraus kommt, wenn selbst ein gewisser Kutschera in Berufung freigesprochen wird. Es sei denn, Ostern und Weihnachten fallen zusammen und das zuständige Gericht urteilt ausnahmsweise einmal nicht aus einer melancholischen 175er Nachtrauer heraus.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Die KonsequenzAnonym
  • 15.04.2021, 14:18h
  • Antwort auf #2 von Staffelbergblick
  • Die nach deiner Meinung bessere Alternative wäre also, solche Leute und solche Sender einfach gewähren zu lassen und nicht darauf zu reagieren.

    So argumentiert ein Trittbrettfahrer. Du blendest, vermutlich aus Feigheit, aus, dass Nichtstun, Wegducken und Duckmäusernnoch niemals Fortschritte gebracht haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 NerdAnonym
  • 15.04.2021, 14:33h
  • Naja ich weiß nicht ob man uns durch die absetzung der Show nicht eher noch mehr schadet...

    Fans des Formats werden sicher eher den bösen Schwulen die Schuld geben als etwas dem "Prinzen" oder Sat eins...

    Die Leute schaun sich das ganze gerade wegen den ganzen Mobbings und Streitens an.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 StaffelbergblickAnonym
  • 15.04.2021, 14:33h
  • Antwort auf #4 von Die Konsequenz
  • Falsch ... wenn der Müll solcher Knallchargen immer wieder aufgewärmt wird ... sind die immer wieder präsent. Was der in seinem stillen Kämmerchen macht .. kann ich eh nicht ändern. Aber ich will nicht, dass diese Deppen immer wieder eine massive Plattform haben, um ihren Senf auszustoßen. Weggucken .. ist was ganz anderes ... das wäre bereits beim Ausstrahlen dieses Trash notwendig gewesen. Damit solche privaten kommerziell ausgerichteten "Angebote" überhaupt keine Werbekunden erreichen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TechnikerAnonym
  • 15.04.2021, 14:57h
  • Das Gepöbel des gekauften Knastologen-"Prinzen" (
    de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Prinz_von_Anhalt#Verurteilungen
    )

    ist zwar widerwärtig - aber doch wohl nur Symptom dieses verkommenen "Scripted-Reality"-Rotzes (TV-Macher-Deutsch für "An den Haaren herbeigezogen, frei erfunden, aber billig zu produzieren"). Da sondern doch auch andere Teilnehmer fortgesetzt frauen-, fremden- oder sonstwen-feindlichen Unflat ab. Der einzige, der sich darüber freut, ist Olli Kalkofe.

    Wenn das Format jetzt genauso einginge wie Ende der 1990er die ganzen Labersendungen mit Meiser, Fliege, Kiesbauer, Christen und Co., wär's nicht schade drum.

    Nur wird garantiert nix Besseres folgen...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 nachdenken bitteAnonym
#9 Die KonsequenzAnonym
#10 MeckieAnonym
  • 15.04.2021, 16:50h
  • ""Aktuell werden alle Folgen geprüft, daher gibt es derzeit keine Preview", erklärte Sat.1. In dieser Folge habe es laut Medienberichten erneut Attacken auf Katy Bähm gegeben. Zwar ist der Prinz in Folge eins ausgeschieden, in Folge zwei seien aber neun anderen Kandidat*innen gemeinsam auf Bähm losgegangen und hätten sie als "falsche Schlange" oder "dummen Lügner" beschimpft. Am Ende sei die Dragqueen heulend zusammengebrochen." Merkt ihr es nicht... Sat.1 will einfach Werbung für das Format, egal um welchen Preis und ihr macht da auch noch fleißig mit! Hoffentlich bezahlt euch Sat.1 wenigstens gut. Es heißt ja, es werde keine Previews geben, dabei ist aber schon bekannt, was in den nächsten Folgen passiert. Ohje, es ist so peinlich, wie naiv manche "Medien" und ihre Leser*innen_//*** sind.
  • Antworten » | Direktlink »