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Katholische Kirche

Homophober Bischof wegen Vertuschung von sexueller Gewalt zurückgetreten

Michael Hoeppner versuchte in seiner Amtszeit, Fünfklässler*innen von der Minderwertigkeit von Homosexuellen zu überzeugen. Bei Fällen von sexuellem Missbrauch durch Priester drückte er aber offenbar beide Augen zu.


Michael Hoeppner machte aus seiner Abneigung gegenüber Homosexuellen nie ein Geheimnis (Bild: Roman Catholic Diocese of Crookston)

Papst Franziskus hat am Dienstag das Rücktrittsgesuch des LGBTI-feindlichen US-Bischofs Michael Hoeppner angenommen. Der 71-jährige Bischof der katholischen Diözese Crookston im amerikanischen Bundesstaat Minnesota war zuvor unter Druck geraten, weil er laut der Kirche Verfehlungen im Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch durch Priester eingeräumt habe. Außerdem habe er laut einer noch laufenden Klage ein zum Tatzeitpunkt minderjähriges Opfer eines Übergriffs gezwungen, einen Vergewaltigungsvorwurf zurückzuziehen: Der Bischof habe dem Angestellten der Diözese mit seiner Entlassung gedroht, sollte er sich öffentlich zu dem Vorfall äußern.

Die legere Haltung Hoeppners gegenüber sexueller Gewalt steht in krassem Gegensatz zu seiner Ablehnung von Homosexualität. Immer wieder machte er gegen gleichgeschlechtliche Paare Stimmung und engagierte sich auch politisch im Kampf gegen LGBTI-Rechte: 2012 setzte er sich etwa für die Annahme des Volksentscheids "Amendment 1" in Minnesota ein, durch den ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der Landesverfassung verankert werden sollte. Das Wahlvolk lehnte damals den Vorschlag nur knapp mit 52 zu 48 Prozent ab (queer.de berichtete).

Hoeppner: Homo-Paare können nie glücklich sein

Hoeppner hatte damals von der Kanzel gepredigt, dass man als Christin oder Christ die staatliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren unbedingt verhindern müsse. Außerdem schrieb er in einem Brief an die Gläubigen, dass gleichgeschlechtliche Eheschließungen "gefährlich" seien und sündhafte Homo-Paare ohnehin nie glücklich werden könnten.

Er setzte vor diesem Volksentscheid laut "Park Rapids Enterprise" sogar Kinder unter Druck: So forderte er damals im Religionsunterricht einer fünften Klasse Kinder auf, ihren Eltern zu sagen, sie müssten für das Ehe-Verbot stimmen. Eine Lehrerin der Schule, die nicht gegen homosexuelle Paare Stimmung machen wollte, wurde von der Kirche zum Rücktritt gezwungen.

Auch in Deutschland gibt es ähnliche Fälle von Bischöfen, die Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche verharmlosen, aber gleichzeitig aggressiv gegen Homosexuelle Stimmung machen. Ein Beispiel ist der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki – er soll einen Missbrauchspriester geschützt haben (queer.de berichtete). (dk)



#1 Nicht genugAnonym
  • 15.04.2021, 14:34h
  • Hoeppner, was für ein doitsch klingender Name.
    "Homo-Paare können nie glücklich sein" ... vor allem wegen solcher Leute wie Hoeppner!

    Bleibt es jetzt etwa bei einem klubinternen Verfahren oder wird auch die Staatsanwaltschaft aktiv gegen den Christen?
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#2 AtreusProfil
  • 15.04.2021, 15:55hSÜW
  • Der Herr hat das getan, was der Vatikan verlangt. Nur war er so dumm, sich erwischen zu lassen. Sein Nachfolger wird das Gleiche tun, bis er ebenfalls erwischt wird oder auch nicht. Naiv, wer glaubt, dass ich durch den Ersatz eines Bischofs irgendetwas ändert. Wer etwas ändern will, muss die Waffe zerstören, statt die Bedienung zu wechseln.

    PS: Der wievielte solcher Fälle ist das jetzt eigtl., weltweit? Hat mal jemand mitgezählt? Es stellen sich leider erste Ermüdungserscheinungen ein, weil die Reaktionen in allen Lagern stets gleichlautend und somit unbedeteund sind.
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#3 Korinthen KKAnonym
  • 15.04.2021, 17:54h
  • " Eine Lehrerin der Schule, die nicht gegen homosexuelle Paare Stimmung machen wollte, wurde von der Kirche zum Rücktritt gezwungen."

    Nennt man das nicht "Cancel Culture"?
    Wird doch von konservativen Hardlinern als Schlagwort benutzt um sich als Opfer zu geben... dabei scheinen die das doch erfunden zu haben.
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#4 Homonklin_NZAnonym
  • 15.04.2021, 21:08h
  • www.dw.com/de/katholische-kirche-weltweiter-missbrauch/a-456
    49053


    Betreffs mancher geschätzten oder bestätigter Zahlen. Doch findet sich nicht allzu viel über genaue Zählungen der weltweiten Fälle. Weil viele Straftaten nie bekannt werden, bzw. Vertuschung und die Unterschlagung von Dokumenten zur Verringerung von bestätigten Fallzahlen führt, könnte es ein großes Dunkelfeld gibt.

    Andererseits melden auch viele Opfer aus Angst vor Unterdrückung, oder weil ihnen erst niemand glaubt, bzw. der Täter einen Bonus der Unbescholtenheit hat,oder sie kultiviert, ihre Erfahrungen nicht. Vielen Opfern wird früh eingebläut, sie seien für das Geschehene selbst verantwortlich, es sei eine Korrektur durch "Gottes" Wirken, oder sie seien als "sündhaft" erkannt worden und unter Beobachtung oder Ähnliches.
    Viele Opfer werden eingeschüchtert und bedroht, von derselben/denselben Person/en, die ansonsten als respektable Menschen gelten, deren Ruf unanzweifelbar erscheint.
    Die Furcht- und Drohkulisse wirkt hemmend,das kann ich gut verstehen, und viele Opfer benötigen Jahrzehnte, um das Erlebte halbwegs verarbeiten zu können- Oder sie werden krank davon, oder begehen letztlich aus Hoffnungslosigkeit Selbstmord

    Die traurige Wirklichkeit ist dann oft nicht so sauber, wie das Priesteramt unterm Gardinenkleidchen vermuten ließ.

    für Deutschland ist die Zahl einer vorgestellten MHO-Studie für Deutschland bestimmt viel zu klein:

    ""Zahlen 19462014 laut MHG-Studie (2018)
    Demnach gab es bei 1.670 Klerikern (4,4 Prozent der untersuchten Akten) Hinweise auf Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger.""
    Quelle:

    de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_r%C3%B6mis
    ch-katholischen_Kirche


    Dort steht auch etwas nach Bistümern geordnet über Fälle.
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#5 dellbronx51069Anonym
  • 15.04.2021, 21:59h
  • Es gibt ja eigentlich nichts mehr zu sagen zu diesem Kirchengesockse. Es ist immer das gleiche. Einfach nur widerlich !!!
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#6 lindener1966Profil
  • 16.04.2021, 00:07hHannover
  • Diese Herren haben offenbar ein antikes Verständnis von Sexualität, die sich ausschließlich über ein Machtungleichgewicht auszeichnete. Der Mann über die Frau, der Dominus über die Sklaven / Sklavinnen. Wer die Macht hat, kann sich alles herausnehmen, wie es eben so passt. Die Katholische Kirche fußt immer noch in dieser Zeit, ein Überbleibsel des alten Roms. Irgendwie kennt man das alles aus dem Geschichtsunterricht.
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#7 FredinbkkkAnonym
  • 16.04.2021, 04:08h
  • Antwort auf #6 von lindener1966
  • lies das alte Testamend,
    wer das Verhalten der Sekte verstehen möchte,findet alle Antworten dort....

    Wenn es je einen Jesus gegeben hat,er würde als erstes die Tempel der RKK Grosssekte niederbrennen, ich bin mir sicher , Farbe ansprühen würde ihm nicht ausreichen...

    ich freue mich aufrichtig über jeden der den Verein verlässt und ihnen die Knete entzieht.
    Danke ,Danke, Dank
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#8 FredinbkkkAnonym