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Kommentare zu:
Homohasser Olaf Latzel darf wieder predigen


#1 Taemin
  • 16.04.2021, 07:01h
  • Wer von Anfang an glaubte, Latzel werde sich durchsetzen, kann sich bestätigt fühlen. Die evangelische Kirche ist nicht minder ein Hort des Hasses als die katholische. Die jetzt herausgegebene Erklärung, in der Kirchenleitung einerseits und Hetzer Latzel andererseits die Verbreitung von Hass verurteilen, ist ein besonders schmutziges Dokument christlicher Heuchelei.
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#2 WipperfischerAnonym
  • 16.04.2021, 08:50h
  • Was hat die evangelische Kirche, also die EKD, mit der SPD gemeinsam?

    Hohle Worte, Beliebigkeit und fehlendes Rückgrat.
    Kein Wunder, wenn man sich diese Pastores ansieht. Da gibt es Psychopathen wie Olaf Latzel und in der großen Mehrheit Opportunisten, die ohne eine Institution, die dem Pastor sagt, was er tun oder lassen muss, nicht leben können.

    Psychologisch gesehen handelt es sich bei evangelischen Pfarrern und PfarrerInnen um bequeme servile Naturen, die für ihr Gehalt bereits sind sich komplett zu verbiegen und nicht imstande sind auch nur einen einzigen Konflikt sachgerecht zu lösen. Dazu wird immer die Liebe Gottes bemüht und wenn der keine Zeit hat, die von Jesus und dem heiligen Geist (gängiges Zerrbild der Supertheologen). Irgendwie kriegt man die Meckerer schon mundtot.

    Richtschnur in der Kirchengemeinde ist der Vorsitzende des Kirchenvorstandes und als lokaler Unternehmer Mitglied der CDU-Mittelstandsvereinigung. Er bestimmt die ideologische Ausrichtung. Gefolgt wird er von der zu hegenden Besuchergruppe grenzdebiler alter Leute jenseits der Siebzig. Wenn denen das heimelige Lebensgefühl der evangelischen "Heititei"-Theologie nicht passt, dann wird gnadenlos gestänkert und der Herr Pfarrer knickt ein und denkt an den Bußgang zu Canossa.

    Konfirmanden sind ein temporäres Ärgernis, die nach der Einsegnungsparty bis zur Hochzeit der Kirche fernbleiben. Bei denen schleimt sich der Pastor ein, weil er in Ruhe seinen Konfi-Unterricht abhalten möchte - ähnlich wie das unfähige Lehrer tun, weil sie weder Autorität noch Stehvermögen besitzen.

    Das nennt sich dann aktives Gemeindeleben. Es ist so aktiv, dass in gewissen Kirchengemeinden nur der Pastor, ein Kirchenvorsteher, der Küster samt Organist und ein Ehepartner der Drei den sonntäglichen Gottesdienst feiern. Von wegen Corona-Superspreader.

    Die Bremer St. Martini Gemeinde ist nichts weiter als ein Hort ständig beleidigter evangelischer Pegida-Anhänger. Eine laute aber zu vernachlässigende Truppe von Krawallmachern. Doch diese Meinung vertreten lediglich geerdete Bürger - nicht aber sich an ihren Posten klammernde Kirchenbonzen.

    Halten wir fest, damit es nicht umfällt. Die Bedeutung der evangelischen Kirche ist genau so groß wie die der SPD, deren Anteil an Wählerstimmen sich ziemlich genau mit den noch in den evangelischen Gemeinden verbliebenen Schäfchen deckt.

    Zwei Möglichkeiten gibt es: Wem die evangelische Kirche am Herzen liegt, der macht es wie weiland Rudi Dutschke in der Berliner Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche, ein Beispiel was Schule machte, zu öffentlichen "sit ins" führte und die evangelische Kirche aus ihrer damaligen Rolle als geistliche Beschützer ehemaliger Nazis und Kriegsverbrecher herausriss - oder belässt eben das Häuflein klein in ihrem geistigen Schwitzbad, wo sie von anno dunnemals schwadronieren, wie am AfD-Stammtisch.
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#3 kurz und richtigAnonym
#4 goddamn liberalAnonym
  • 16.04.2021, 11:10h
  • Antwort auf #2 von Wipperfischer
  • Wer in die deutsche Rechtsgeschichte als 'rechte' Geschichte sieht, sieht, dass der Vergleich mit der SPD von Heinemann 1969 bis zur Bundestagsentscheidung von 2017 hinkt.

    Was die ev. Kirche betrifft, hast Du recht.

    Was hier nervt, ist das hyperqueere Getue auf evangelisch.de einerseits und die Duldung von Vernichtungspropaganda a la Rosa Winkel in Bremen andererseits.

    Wie im Fall des immer wieder aufbrechenden lutheranischen Antisemitismus zeigt auch dieser Fall, dass protestantischen Zerknirschungsritualen nicht zu trauen ist. Wir stehen für diese Leute unter Tötungsvorbehalt.
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#5 ZustimmungAnonym
  • 16.04.2021, 11:25h
  • Antwort auf #4 von goddamn liberal
  • "Wir stehen für diese Leute unter Tötungsvorbehalt."

    So ist es. Und die Mordfantasien, die diese Christen uns gegenüber im Wort ausleben, werden durch den deutschen Gesetzgeber auch noch als christlich-religiöse Freiheit besonders geschützt.

    Wer hingegen bestimmte Facetten des Christentums kritisiert, wird schnell mal mit dem Blasphemieparagrafen bestraft.

    So ist die Realität in der Kirchenrepublik Doitschland.
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#6 Alexander_FAnonym
  • 16.04.2021, 11:45h
  • Hetzer-Ole muss sich also entschuldigen? Na, dann kann man es ja durchaus mal durchgehen lassen, dass er uns umbringen will. Ist ja nix dabei.
    Aber bloß nicht seinen Hasstempel mit Farbe bespritzen, denn wir wollen ja hier nicht gewalttätig werden, ne?
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#7 War klarAnonym
  • 16.04.2021, 13:24h
  • War doch von Anfang an klar, dass das nur eine Marketing-Aktion war, um die öffentliche Aufregung beizulegen.

    Und jetzt, wo das Thema aus den Massenmedien raus ist, darf er weiter machen.

    Immer dieselbe Masche. Da ist die evangelische Kirche keinen Deut besser als die katholische.
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#8 thorium222Profil
  • 16.04.2021, 13:47hMr
  • Evangelische Kriche, katholische Kirche und die meisten anderen religiösen Vereinigungen sind einfach nur menschenfeindliche Geld- und Machterhaltungsapparate. Bitte alle da austreten, gläubig kann man auch ohne Unterstützung dieser Strukturen sein!
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#9 Julian SAnonym
  • 16.04.2021, 14:08h
  • Der hat u.a. Homosexualität als "todeswürdig" bezeichnet. Das ist ein indirekter Aufruf zur Ermordung Homosexueller. Und liefert mindestens religiösen Fanatikern die Rechtfertigung für ihre Taten.

    Dafür ist er zu Recht wegen Volksverhetzung verurteilt worden.

    Und was macht die Kirche?
    Lässt so jemanden weiter predigen...

    Die Kirchen dieser Welt werden sich niemals ändern.

    Ich frage mich, wie angebliche "Christen" es noch mit ihrem "christlichen" Gewissen vereinbaren können, Mitglied in solchen Vereinen zu sein.
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#10 PetterAnonym
  • 16.04.2021, 15:51h
  • Antwort auf #9 von Julian S
  • """Der hat u.a. Homosexualität als "todeswürdig" bezeichnet. Das ist ein indirekter Aufruf zur Ermordung Homosexueller."""

    Immerhin wissen wir jetzt, wo die evangelische Kirche steht und welche Gesinnung sie in ihren Reihen duldet.

    Da kann (und muss) man als verantwortungsvoller, seine Nächsten liebender Mensch nur eines: austreten.
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#11 CogitoAnonym
  • 16.04.2021, 16:41h
  • Antwort auf #9 von Julian S
  • Berechtigte Frage und berechtigte Anführungszeichen.

    Ich bevorzuge es, statt des schwammigen Begriffs "Christen" von Kirchenmitgliedern zu sprechen.

    Zur Motivation, in dem Verein zu bleiben: Das ist bei der evangelischen Kirche ähnlich wie die Entscheidung, sich als Wählerin oder Parteimitglied in dieser Demokratie mitzuwirken. Man kann sich dafür entscheiden und muss sich dann natürlich vorwerfen lassen, dass trotzdem im Namen der Demokratie Waffenhandel möglich ist oder dass es AfD-regierte Gemeinden gibt. Die Frage ist aber, ob man nicht auch Gestaltungsmöglichkeiten aufgibt, wenn man nicht wählt oder nicht in eine Partei geht.

    Meine Sorge ist, dass, wenn die Kirchen verschwinden, andere Akteure deren Rolle übernehmen, die intransparenter und undemokratischer verfasst sind als die evangelische Kirche. Spiritualität und spirituelle Erlebnisse werden jedenfalls nicht verschwinden. Damit müssen wir vermutlich leben.
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#12 steff39Anonym
  • 16.04.2021, 17:01h
  • Wenn alle, die sich gegen Diskriminierung und Homophobie engagiert haben, es so gemacht hätten, wie hier mehrheitlich empfohlen, dann wären wir keinen Millimeter weiter in der LGBT-Community. Weil u.a. Volker Beck bei den Grünen, andere in Verbänden, Parteien und Institutionen, wieder andere in den Kirchen sehr beharrlich und sicher sogar über viele verletzende Erfahrungen hinweg und das über Jahre hin immer wieder gestritten und gekämpft haben, nur deswegen leben wir in einem einigermaßen liberalen Klima. Mich stört die Rigorosirität, mit der hier diskutiert wird. In keiner Institution, in keinem Verein, in keiner Gesellschaft könnte ich sein, wenn ich als Maßstab nehme, das da nichts und niemand homophob sein darf oder sich gar so äußert. Die Argumentation mancher hier erinnert an genau die gleiche Unerbittlichkeit, mit der z.B. Evangelikale zu Werk gehen. Wir erreichen nichts dadurch, dass wir überall austreten, wenn sich jemand so äußert, wie wir es nicht mehr ertragen wollen. Nein: an meiner Stelle versuche ich für Gleichstellung, gleiche Rechte und Pflichten zu kämpfen. Und an manchen Stellen funktioniert das auch gar nicht, denn wie trete ich denn aus meinem Land aus?

    In den Kirchen, sogar in beiden (!) gibt es sehr engagierte Leute, die für Gleichstellung und gegen Antidiskriminierung kämpfen. Es ist halt ein Weg, der auch von Widerstand und Enttäuschungen gezeichnet ist. Aber dass er sich lohnt, kann man an lberalen Landeskirchen in Deutschland ablesen. Man sehe nach Hessen, nach Berlin-Brandenburg, nach Baden usw. Und dass gerade die Bremische Kirche einen Hassprediger in ihren Reihen hat, dafür kann sie tatsächlich nichts. Sie ist mehrheitlich eine tolle Landeskirche. Ich glaube, sie wäre ihn gern los, aber das geht eben nicht so leicht, wie hier auch schonmal jemand geschrieben hat. Auch dazu braucht es rechtlich sichere Verfahren. Und übrigens: genau diese Verfahren schützen auch uns als "Betroffene" vor Willkür. Ich hoffe, dass Latzel in der Versenkung verschwindet, das Gerichtsverfahren ist ja nicht abgeschlossen. Ich befürchte allerdings auch, dass er wird sein Unwesen weiter treiben dürfen und die Bremische Kirche wenig bis nichts gegen ihn tun kann. Man muss ihn und seine Gesinnungsgenoss*innen von innen bekämpfen. Farbbeutel von außen helfen rein gar nichts.
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#13 Bea1Anonym
#14 Bea1Anonym
#15 Bea1Anonym
  • 16.04.2021, 17:33h
  • Das ist ganz schlimm was die Kirche da macht. Ich werde austreten und so viele wie möglich überzeugen das auch zu tun. Der Sumpf sollte trockengelegt werden. Da tun sich ja Abgründe auf. So was von verantwortungslos, korrupt und verlogen. Das macht nur noch wütend das so etwas unsägliches möglich ist. Ich bin empört über diesen unfassbaren Vorgang. Diejenigen die das verbrochen haben laden schwere Schuld auf sich. Wenn die bloß schon alle weg wären. Schämen sollen sie sich. So eine bodenlose Schande.
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#16 WanndererAnonym
  • 16.04.2021, 17:38h
  • Antwort auf #10 von Petter
  • Problem an der Sache: Es gibt nicht "die" evangelische Kirche. Das ist keine Weltkirche wie die römisch-katholische Kirche. Das heißt jeder kann selbst entscheiden, was er tut. Zudem kommt ja noch hinzu, dass es in Deutschland drei evangelische Konfessionen gibt: lutherisch, reformiert und uniert, die alle noch einmal sich in eigenen Gremien und Räten organisiert haben. Die EKD ist nur ein Dachverband, unter dem sich alle sammeln, wobei die einzelnen Landeskichen dann selbst in ihren Synoden entscheiden können, was sie für das Gebiet ihrer Landeskirche tun wollen. Deswegen gibt es auch zur Segnung homosexueller Paare in den Landeskirchen unterschiedliche Regelungen und dies wurde unterschiedlich schnell eingeführt.
    Was wir also "wissen" ist, dass sich der liberale Flügel in "der" Bremischen Landeskirche anscheinend nicht durchgesetzt hat, weil zu viele Bedenken hatten, was passiert, wenn Latzels Gemeinde austritt. Das heißt aber nicht, dass jetzt die gesamte Bremische Landeskirche, noch die ganze EKD so denkt. Denn da gibt es genügend Leute, die schon weiter sind, als ihre Synodalen oder wer auch immer.
    Latzel selbst z.B. sieht sich ja auch eher als Teilnehmer von "Netzwerk Bibel und Bekenntnis", so ein Pool von ungefähr 2000 Frommis, statt seiner Landeskirche. Aber die Vergütung und der Pensionsanspruch ist nun mal besser als wenn man in einer freien Gemeinde ist. Parzany, der Vorstand von dem Netzwerk wollte schon lange eine "Bekennende Kirche" gründen, aber wegen ihrer Gehälter ist ihm leider noch keiner gefolgt.
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#17 BerndCAnonym
  • 16.04.2021, 18:00h
  • Antwort auf #15 von Bea1
  • Ich sehe es eher wie steff39. Wenn wir das zum Anlass nehmen, aus der Kirche auszutreten, helfen wir doch nur denjenigen, die gegen uns sind. Normalität für unsere Community erreichen wir doch nur, wenn wir uns nicht enttäuscht abwenden, sondern selbst zur Veränderung beitragen.

    Gerade die evangelische Kirche ist doch eine Institution, die sehr LGBT-freundlich ist, eben weil viele von uns sich dort engagieren. Nicht zuletzt dieser Kirche ist es auch zu verdanken, dass z.B. die Ehe für alle auf politischer Ebene gekommen ist.

    Es gibt überall Idioten, aber wenn eine Insitution mit 25 Millionen Mitgliedern sich für etwas einsetzt, hat das schon Gewicht und da wäre es töricht, diese Institution nicht mitprägen zu wollen.

    Wäre ungefähr so, als würde man nicht in die Politik gehen, weil dort Homohasser unterwegs sind.
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#18 KaiJAnonym
  • 16.04.2021, 18:44h
  • In dem schwebenden Gerichtsverfahren ist zumindest ein Predigtverbot gerechtfertigt. Wenn das Kirchenrecht das nicht hergeben sollte, könnte es im Gegensatz zum weltlichen Recht wohl auch anlassbezogen angepasst werden. Die Kirche und Latzel sollen nicht glauben machen können, sich hinter einem von ihnen selbst gesetzten Recht verstecken und in ihrem verwerflichen Tun fortfahren zu können.
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#19 Homonklin_NZAnonym
  • 16.04.2021, 19:16h
  • Antwort auf #9 von Julian S
  • Weil "Gewissen" keine eingebliche Instanz ist, sondern etwas, das jeder Memsch für sich kultivieren, zurechtschneiden, ändern oder weglassen kann, wie's grade beliebt.

    Gie blenden halt einfach mal die malignen Faktoren und eklatante Vorkommnisse aus, und tun so, als wäre das gar nicht mal wahr.
    Und abseits davon gilt es ihnen, die Kirche zu schützen um jeden Preis, und für die gemeinsame Sache zu kämpfen.

    Da stören die einige pauschal Zigtausend für todeswürdig Erklärte doch nicht, oder bereits gef... Kinder, um ein weiteres Gewissensthema zu erwähnen, das da auch keinen mehr interessiert.
    Gras über solche Dinge wachsen zu lassen, um Verzeihung bitten und ehestens mal eine durch weitere Kritik an den selektiv Geächteten gespickte, leere Versprechung abgeben, ist alles, was die können.
    Wen sie als rechtwegsamen Menschen nicht anerkennen, dem bringen sie auch keine Ernsthaftigkeit entgegen.

    Darum oder aus verwandtem Grunde, www.kirchenaustritt.de, wenigstens für die, welche das Heuchler- und Lügentum dahinter erkennen.
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#20 KaiJAnonym
  • 16.04.2021, 19:24h
  • Thierse hat übrigends gerade in "Phoenix persönlich" weiter "gepredigt". Er führt da seine wohl bewusste Strategie des Tabubruchs fort. Der befragende Journalist gibt eher Bühne als der Aufgabe seines Berufes gerecht zu werden.
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#21 kuesschen11Profil
  • 16.04.2021, 19:27hFrankfurt
  • Antwort auf #9 von Julian S
  • >Ich frage mich, wie angebliche "Christen" es noch mit ihrem "christlichen" Gewissen vereinbaren können, Mitglied in solchen Vereinen zu sein.<

    Genau diese Frage stelle ich mir auch schon lange Zeit.

    Mit christlicher Nächstenliebe hat das überhaupt nichts zu tun.

    Die Äußerungen von Latzel erinnern geschichtlich eher an den Tonfall der Nazidiktatur und die Mitglieder dieser Kirchengemeinde haben kein Gewissen mehr.

    Noch habe ich eine öffentliche Entschuldigung Latzels in keinem Beitrag wahrgenommen. Wenn er wieder predigen darf, wird die erneute Hetze gegen LGBTIQs nicht lange auf sich warten lassen. Doch was geschieht dann?
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#22 Same ProcedureAnonym
  • 16.04.2021, 20:39h
  • So läuft das doch immer...

    Erst wird munter gehetzt, dann ist alles nicht so gemeint und am Ende geht es weiter wie vorher...

    Das Konstrukt Kirche ist einfach komplett unmenschlich, denn immer dann, wenn Glaube organisiert wird, geht es früher oder später nicht mehr um Glauben, sondern nur noch um Hierarchie, Macht und Geld.

    Da bleibt nur eines:

    KIRCHENAUSTRITT

    Man kann auch ohne Kirche gläubig sein, vermutlich sogar noch besser!!
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#23 MarkKerzmanProfil
  • 16.04.2021, 22:31hPrinceton, New Jersey
  • Antwort auf #22 von Same Procedure
  • >>> Da bleibt nur eines:
    KIRCHENAUSTRITT <<<

    Kirchenaustritt mag für die einzelnen Betroffenen schön und gut sein; Hetze und Haßäußerungen vonseiten Pastor Latzel und Co. gegen die community werden jedoch weitergehen. Und mit Betroffenenheitsempörung und Händeringen ist es jetzt auch nicht mehr getan. Wäre ich in Deutschland, würde ich queer.de bitten mitzuhelfen, in Bremen eine Art sit-in für Communitymitglieder aus ganz Deutschland zu organisieren. Weil es offensichtlich um die Wurst geht, würde ich in diesem Jahr auf die Vergnügungen eines CDC verzichten und stattdessen in Bremen gegen die haarsträubende Entscheidung der Bremischen Evangelischen Kirche protestieren, und zwar zum Beispiel auch mit Plakaten, auf denen die menschenverachtenden Äußerungen von Pastor Latzel wortwörtlich zitiert werden neben solchen aus der NS-Zeit mit entsprechendem Sentiment. Wie gesagt: Betroffenenheitsempörung und Händeringen reicht nicht (mehr), genauso wenig wie eine erzwungene (ex pectore?) Entschuldigung Herrn Latzels; es ist hohe Zeit, allen christlichen Kirchen in Deutschland klar zu machen, daß die community nicht (länger) als Sündenbock und schweigender Empfänger von Hetze und Haßäußerungen zur Verfügung steht.
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#24 MarkKerzmanProfil
#25 Bea1Anonym
  • 17.04.2021, 00:54h
  • Antwort auf #17 von BerndC
  • Die Mitgliederzahl nimmt zum Glück kontinuierlich ab. In einigen Jahren sind sie bedeutungslos und das zu Recht. So was ist einfach nur noch untragbar. Wer sich so verhält braucht auch keine Mitglieder. Eine derartige Kirche hat sich erledigt. Braucht keiner, echt niemand.
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#26 LorenProfil
  • 17.04.2021, 01:06hGreifswald
  • Antwort auf #23 von MarkKerzman
  • Ich würde es begrüßen, wenn solche Termini wie "Betroffenheitsempörung" schnell in dem Papierkorb landen, in den sie m.E. gehören. Dass sich Betroffene über die menschenfeindlichen Aussagen dieses Pastors, die sie direkt betreffen, genauso empören wie über den wachsweichen Umgang der Bremer Evangelischen Kirche mit ihm, scheint mir menschlich verständlich und angebracht. Das schließt nicht aus, darüber hinaus aktiv zu werden.
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#27 LorenProfil
  • 17.04.2021, 01:10hGreifswald
  • In der Bermer Landeskirche kann offenbar ein eigener Pastor Menschen als "todeswürdig" bezeichnen, ohne ernsthafte Konsequenzen fürchten zu müssen. Was für eine Bankrotterklärung für eine Institution, die sich anmaßt, moralische Vorgaben machen zu dürfen!
    Da ist jegliche Glaubwürdigkeit verspielt, da man sich selbst ins Abseits jeglichen zivilisatorischen Diskurses gestellt hat.
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#28 Taemin
  • 17.04.2021, 11:09h
  • Diese Woche gab es eine Sendung im SWR-Fernsehen übder die Lage der Kirchen. Da sagte ein gerade ausgetretener Mann zwei interessante Dinge.

    Auf die Frage, die kath. Kirche habe doch bestimmte menschenfeindliche Positionen und handele danach, weshalb sei er erst beim jüngsten Segnungsverbot gegen gleichgeschlechtliche Paare ausgetreten und nicht z.B. schon wegen des Missbrauchsskandals, antwortete er, man müsse sich das als Fass vorstellen, das sich immer mehr fülle, und irgendwann laufe es halt über.

    Dann redete er davon, dass die in seiner Kirchengemeinde Aktiven mal darüber gesprochen haben, man solle doch die eigenen Kinder für die Kirche interessieren und so die Basis verjüngen. Die meisten haben da erwidert, ihre Kinder sagen ihn daraufhin, die Kirche habe ihnen ganz einfach nichts zu sagen und zu geben. Oft seien die Kinder schon vor den Eltern ausgetreten.
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#29 @hairytoadlilyAnonym
  • 17.04.2021, 11:33h
  • Ich kenne Pastor Latzel, weil ich in der Gemeinde, in der er vor Bremen angestellt war, aufgewachsen bin. Ich bin dort schon mit 16 aus der evangelischen Kirche ausgetreten, weil sein Vorgänger sich im Kirchenblättchen über einen Aids info Stand einer schwule Initiative auf dem Kirchentag echauffiert hatte. Das reichte mir. Ich sagte mir, es ist wie bei den Nazis. Entweder du distanziert dich, oder du bist Teil davon. Später hätte ich als Vertreterin einer lokalen Tierschutzorganisation noch einmal mit Latzel zu tun, nachdem dieser erst Behörden auffällig wurde, weil er seinen Schäferhund misshandelt, dann wegen Tierquälerei verurteilt wurde, weil er den Hund, der ihm lästig war, erschoss. Ich kann nur jedem anständigen Menschen raten, die Kirchen fluchtartig zu verlassen, wenn er keine Mitschuld tragen möchte .
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#30 MechanicProfil
  • 17.04.2021, 12:06hHB
  • Etwas anderes kann man doch von der BEK
    nicht erwarten. Die ganze Ev.Kirche ist doch
    genauso homophob wie ihr Hassprediger.
    Und die Bemerkung Latzel hat sich doch
    entschuldigt ist eine Aussage die der man
    sowieso keinen Glauben schenken kann.
    Wenn er glaubt das er nichts gegen Homosexuelle hat, soll er doch mal an seine
    Kirche die Regenbogenflagge hissen, aber dann schreien alle seine Schäfchen.
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#31 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 17.04.2021, 12:35h
  • Die EKD Bremen schaufelt sich ihr eigenes Grab. Wer solchen Hetzern eine Bühne bietet, ohne vorher Sicherheitsvorkehrungen zu treffen (z.B., dass er bei der nächsten Äußerung in dieser Richtung seinen Job verliert), wird sich über Kirchenaustritte und Strafanzeigen gegen Latzel und die EKD Bremen nicht wundern dürfen.
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#32 Skeptischer BürgerAnonym
  • 17.04.2021, 19:35h
  • Die BEK ist ein einziger Heuchelei-Verein, der nach außen gern die Regenbogenfahne hisst, im Innern aber Evangelikale hasspredigen lässt.
    Verschämt im Kleingedruckten findet sich bei der BEK der Hinweis, dass die gleichgeschlechtliche Trauung "mittlerweile in vielen Gemeinden möglich ist". Wo, erfährt man beim Informationszentrum.
    Das, liebe BEK, mag zu Zeiten der eingetragenen Partnerschaft oder noch davor ja vielleicht Stand der Dinge gewesen sein, passt aber definitiv nicht mehr zur Ehe für alle!
    Mit dem eigenen Hassprediger trotz dessen Verurteilung Kumpanei zu betreiben, anstelle diesen endlich loszuwerden - das ist reaktionär!
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#33 AtreusProfil
  • 18.04.2021, 15:20hSÜW
  • Interessant ist doch, dass in Dresden genau das stattfand, was Latzel predigt: aus religiösen Gründen wurde ein schwuler Mann brutal aus dem aus Leben gerisseb und aus dem Volkskörper entfernt.

    Abdullah zählt als Terrorist, Latzel hingegen ist nur guter Christ, der weiterhin das Wort Gottes verkündet darf, mit gerichtlichem und protestantischem Segen.

    Merkwürdig oder?
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#34 StefanNrwAnonym
  • 18.04.2021, 21:01h
  • Herr Latzel ist und bleibt ein übler Hetzer. Gerichtlich bestätigt. Eine Entschuldigung ist nur erzwungen und unehrlich
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#35 WanndererAnonym
  • 19.04.2021, 12:44h
  • Antwort auf #32 von Skeptischer Bürger
  • Wichtig ist, dass die Hintergründe mehr in den Fokus geraten müssen. 20.000 Dullis haben sich online getroffen, um dafür zu beten, dass er wieder predigen darf. Diese Netzwerke müssen mehr durchleuchtet werden.
    Von so einer Man Power ist dann die institutionalisierte Amtskirche oft überfordert. Und in diesem "Netzwerk Bibel und Bekenntnis" wird seit Jahren gegen LGBTQI+ Menschen gewettert, weil der ehemalige Vorsitzende eines evangelikalen Vereins in der "Welt" mal laut darüber nachgedacht hatte, dass LGBTQI+ Leute auch in Gemeinden mitarbeiten könnten. Das muss alles mehr ans Licht!

    Hier noch die triumphalistische Berichterstattung, falls sich jemand den Schund durchlesen möchte:
    www.bibelundbekenntnis.de/videos/leben-in-konfliktreichen-ze
    iten/
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#36 RetroGayProfil
  • 20.04.2021, 14:15hDortmund
  • "Die Bremische Evangelische Kirche hat die vorübergehende Suspendierung von Olaf Latzel aufgehoben. Im Gegenzug muss sich der evangelikale Pastor für seine LGBTI-feindlichen Äußerungen entschuldigen."

    Wo ist denn eigentlich die Entschuldigung des "Hetzpredigers von der Weser"(Zitat: Frankfurter Rundschau)???
    Hätte eine Entschuldigung Latzels nicht VOR einer Wiederaufnahme seiner Tätigkeiten stattfinden müssen???

    Nicht, dass eine Entschuldigung Latzels von Belang wäre.... denn eine Entschuldigung kann erst dann ernst genommen werden, wenn ihr Einsicht und Reue zugrundeliegen.
    Das darf hier wohl bezweifelt werden.
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#37 KaiJAnonym
  • 20.04.2021, 18:57h
  • Antwort auf #36 von RetroGay
  • An eine Entschuldigung wird wohl niemand denken. Deshalb hätte eine Supendierung vom Dienst bis zu einem rechtskräftigen Urteil bleiben müssen.
    Möglicherweise hätte die BEK das Kirchenrecht regional zu Latzel auch ausdifferenzieren können, so dass das denn auch so möglich gewesen wäre.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 ChrisNAnonym
  • 21.04.2021, 17:32h
  • Antwort auf #36 von RetroGay
  • Also wer geglaubt hätte, dass jetzt eine Entschuldigung des Pastors folgt, da das ja so in der Vereinbarung steht, dürfte schwer enttäuscht werden, da da sehr wahrscheinlich nichts kommen wird. Denn die Entschuldigung hat Latzel bereits vor einem Jahr abgegeben und ist auf der Homepage der Gemeinde zu finden. Damit ist die Forderung der BEK nach einer Entschuldigung bereits erfüllt.

    Zum Thema "todeswürdig", dies wird leider weder von der BEK noch von der Justiz als Mordaufruf gewertet, da es ein Fachterminus aus der Bibel ist. Vergleichbar mit dem Begriff Todsünde (der von der kath. Kirche erfunden wurde). Wenn jemand sagt, Völlerei ist eine Todsünde, wird das auch nicht als Mordaufruf an vielessenden Menschen gewertet.
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#39 ****Anonym
  • 06.05.2021, 19:45h
  • Bei beiden Großkirchen herrscht Einigkeit,
    es lebe die Scheinheiligkeit!

    Sie basteln sich ihren Glauben so zurecht, wie er ihnen am besten in den eigenen Kram passt; und ihren Gott fragen sie nie... denn sie wissen, es gibt ihn nicht.
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#40 AtheistProfil
  • 07.05.2021, 09:37hHildesheim
  • Das Gesicht vom Woelki und das Gesicht vom Latzel, da hat doch der Gott irgendwo da oben bei der Erschaffung nicht richtig aufgepasst.
    Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde:
    OH Gott!
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#41 AnonymerNickAnonym
  • 21.04.2022, 22:33h
  • Eine weitere Bestätigung dafür, dass mein Kirchenaustritt einer der besten Entscheidung überhaupt war. Traurig ist nur, dass sich Menschenhass unter dem Deckmantel "Religion" tarnen darf und damit auch noch staatlich geschützt wird.
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