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Queere Sitcom

Das wusstest du bestimmt noch nicht über "Schitt's Creek"!

Die erste Staffel von "Schitt's Creek" ist jetzt auf DVD erschienen. Der ideale Anlass, mal ein paar wenig bekannte Fakten über eine der besten Comedy-Serien der letzten zehn Jahre zusammenzutragen.


Die Familie Rose verliert von heute auf morgen ihr beträchtliches Vermögen und landet in zwei recht schäbigen Motelzimmern (Bild: Edel Motion)

Es hat eine ganze Weile gedauert (selbst in den USA), doch inzwischen hat sich wirklich überall herumgesprochen, dass "Schitt's Creek" eine der besten Comedy-Serien der mindestens letzten zehn Jahre ist. Innerhalb von sechs Staffeln wurde die Show über die Familie Rose, die ihr beträchtliches Vermögen verliert und von heute auf morgen in zwei eher schäbigen Motelzimmern im piefigen Städtchen Schitt's Creek landet, vom Geheimtipp zum Sensationserfolg (siehe auch unsere Serienkritik "Verliebt in Schitt's Creek").

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde die letzte Folge ausgestrahlt – und noch immer räumt die vom Vater-Sohn-Gespann Dan und Eugene Levy erfundene Serie Preise ab. Bei den SAG Awards der amerikanischen Schauspiel-Gewerkschaft gab es gerade den für das beste Ensemble sowie einen für Catherine O'Hara als beste Komödien-Hauptdarstellerin.

Hierzulande, wo "Schitt's Creek" eher etwas versteckt beim Streaming-Portal TVNOW zu sehen ist, erscheint nun die erste Staffel endlich auch auf DVD. Der ideale Anlass, mal ein paar Fakten über die gleichermaßen schräge wie herzerwärmende Sitcom zusammenzutragen, die vielleicht noch nicht jeder kennt.

Familienangelegenheit


Die erste Staffel von "Schitt's Creek" ist am 16. April 2021 auf DVD erschienen

Eugene und Dan Levy, die – wie an den Augenbrauen unschwer zu erkennen ist – nicht nur in der Serie, sondern auch in echt Vater und Sohn sind, sind nicht die einzigen Mitglieder der Familie Levy, die an "Schitt's Creek" beteiligt sind. Dans ältere Schwester Sarah spielt Twyla, die Besitzerin des Café Tropical. Und Eugenes Bruder Fred gehört zu den Produzenten der kanadischen Serie. Außerdem ist Catherine O'Hara (alias Moira Rose) quasi ein Familienmitglied ehrenhalber. Denn sie und Eugene sind enge Freunde, seit sie in den Siebzigerjahren gemeinsam auf der Bühne des Second City Impro-Theaters standen. Zusammen standen sie auch für die Sketch-Show "Second City Television" sowie die Filme "Best in Show" und "A Mighty Wind" vor der Kamera.

Kevin!!!!

Vielleicht war es unter Moiras zahllosen Perücken nicht sofort zu erkennen. Aber etliche "Schitt's Creek"-Fans waren überrascht zu erfahren, dass sie Catherine O'Hara längst kannten. Millionen von Zuschauer*innen auf der ganzen Welt haben sie schließlich als Mutter in "Kevin – Allein zu Haus" und "Kevin – Allein in New York" gesehen. Andere bekannte Filme, in denen O'Hara mitspielte: "Beetlejuice", "Dick Tracy" mit Madonna, "Wyatt Earp" oder "Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse".

Das große Backen


Der pansexuelle Sohn: Dan Levy als David Rose (Bild: Edel Motion)

In seiner Heimat war Dan Levy auch vor "Schitt's Creek" kein unbeschriebenes Blatt. Seine Karriere begann er 2006 als Moderator bei MTV Canada, wo er fünf Jahre arbeitete, bevor er Schauspieljobs in der Serie "Degrassi: The Next Generation" oder im Film "Zugelassen – Gib der Liebe eine Chance" mit Tina Fey und Paul Rudd übernahm. Parallel zu "Schitt's Creek" moderierte der offen schwule Tausendsassa ab 2017 auch zwei Jahre lang zusammen mit Julia Chan "The Great Canadian Baking Show", die kanadische Variante des "Great British Bake-Off".

Kevin Can F*** Himself

Um ein Haar hätte Annie Murphy ihre schleppend laufende Schauspielkarriere schon an den Nagel gehängt, als sie fast zwei Jahre lang keine neue Rolle bekommen hatte und auch noch ihr Haus einem Brand zum Opfer fiel. Doch dann wurde sie – auch weil sie bereit war, ihre brünetten Haare zu blondieren – als Alexis Rose besetzt (vorgesprochen hatte sie auch für die Stevie-Rolle). Inzwischen ist sie Emmy-Gewinnerin und demnächst sogar in der Hauptrolle einer neuen Serie zu sehen. Der erste Trailer der Serie über das geheime Leben einer Sitcom-Ehefrau sieht ausgesprochen vielversprechend aus, ein Start ist zumindest in den USA für den Sommer vorgesehen.

Exklusiver Clip: die besten Szenen mit David aus der ersten Staffel
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Coming-out dank "Schitt's Creek"

Für Emily Hampshire, die in der Serie die Motel-Rezeptionistin Stevie spielt, hatte die Arbeit an "Schitt's Creek" und die Freundschaft mit Dan Levy auch private Folgen. Genau wie David Rose in der Serie identifiziert auch sie sich inzwischen als pansexuell. Ihre Verlobung mit der trans Musikerin Teddy Geiger ist mittlerweile allerdings wieder beendet. Mit Catherine O'Hara, das nur nebenbei, stand Hampshire übrigens schon als Teenager für den Film "The Life Before This" vor der Kamera. Und mit Xavier Dolan drehte sie vor einigen Jahren den Film "The Death and Life of John F. Donovan".

A Litte Bit Alexis

Den Titelsong der kurzlebigen Reality-TV-Show "A Little Bit Alexis", von deren Existenz wir Zuschauer*innen in Staffel 5 von "Schitt's Creek" erfahren, schrieb Annie Murphy zusammen mit ihrem Ehemann, dem Rockmusiker Menno Versteeg, selbst und ließ sich dazu von Britney Spears und Paris Hilton gleichermaßen inspirieren. Das Lied begeisterte Fans so sehr, dass es sogar in den kanadischen iTunes-Charts landete und von Kelly Clarkson in ihrer Talkshow gesungen wurde.

Mariah Carey

Zu den prominenten Frauen, für die Dan Levy – wie so viele Schwule – schwärmt, gehören Oprah Winfrey und Beyoncé. Doch kaum jemanden liebt er so sehr wie Mariah Carey. Weswegen in der vierten Staffel Davids Freund Patrick ihm mit den Worten "You're My Mariah" seine Liebe erklärt. Und er in der finalen Hochzeits-Episode ihr "Always Be My Baby" singt. Carey selbst entpuppte sich auf Twitter übrigens ihrerseits als Fan der Serie, was Levy als einen der Höhepunkte seiner Karriere bezeichnet. Als Überraschungsgast tauchte sie vergangenes Jahr auch bei einem virtuellen Wiedersehen des "Schitt's Creeks"-Ensembles auf – und alle sangen gemeinsam "Hero".

Lieblingshund Redmond

Seinem Hund Redmond hat Dan Levy in der Serie ein besonderes Denkmal gesetzt: Sein Haustier ist das Logo der fiktiven Biermarke "Man's Best", die in Schitt's Creek gerne getrunken wird. Redmond aus dem Tierheim adoptiert zu haben, nannte Levy vor zwei Jahren auf Instagram "das Großartigste, was mir je passiert ist".

Moiras Looks


Catherine O'Hara als Moira Rose (Bild: Edel Motion)

Eine der ersten und wichtigsten Inspirationen für Moiras exzentrische Looks war Daphne Guinness. Die britische Society Lady und Modeschöpferin war eine Freundin von Alexander McQueen, ist Lebensgefährtin des französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy und bekannt für ihre exaltierten Frisuren, Make-ups und Outfits. Moiras Style entwarfen O'Hara und Dan Levy stets gemeinsam mit Hairstylistin Ana Sorys und Kostümdesignerin Debra Hanson.

Gaststars

Anders als die meisten anderen Comedy-Serien verzichtete "Schitt's Creek" eigentlich komplett auf Gastauftritte prominenter Schauspieler*innen. Die einzige Ausnahme macht in der sechsten Staffel Victor Garber. Der schwule, unter anderem aus "Alias", "Will & Grace" oder "Argo" bekannte Kanadier spielt darin einen hinterhältigen Ex-Kollegen von Moira, mit dem sie einst für die Soap "Sunrise Bay" vor der Kamera stand. Garber und Eugene Levy arbeiteten bereits 1972 in Toronto am Theater das erste Mal zusammen.

Direktlink | Offizieller deutscher Trailer zur ersten Staffel
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#1 Endlich daAnonym
  • 16.04.2021, 13:33h
  • Da die Serie ja hierzulande immer noch nicht im FreeTV zu sehen ist, freue ich mich, dass sie endlich auf DVD rauskommt.

    Hoffentlich verkauft sie sich gut, so dass bald auch die restlichen Staffeln auf DVD rauskommen und es bald auch eine Komplettbox gibt.
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#2 YannickAnonym
#3 PetterAnonym
  • 16.04.2021, 15:41h
  • Diese Serie wurde nicht umsonst mit zig Preisen und Auszeichnungen überhäuft und wurde zum Publikumsliebling.

    Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg nicht leicht fiel. Man muss sich erst mal "einsehen". Aber nach ein paar Episoden liebt man die Serie und ihre Charaktere dann.

    Und was ich besonders toll finde, ist, dass die Verantwortlichen trotz der tollen Quoten die Serie nach 80 Episoden beendet haben. Oft werden erfolgreiche Serien ja totgeritten (und dabei immer absurder und peinlicher) bis sie irgendwann wirklich niemand mehr sehen will.

    Aber obwohl gerade die letzte Staffel mit Preisen überhäuft wurde und anhaltend Top-Quoten hatte, haben die gesagt: "Nein, die Geschichte ist jetzt zu Ende erzählt. 80 Episoden sind genug dafür." Und das finde ich sehr gut. (Das unterscheidet auch die Kanadier (und übrigens auch die Briten) von den US-Amerikanern.

    Fazit:
    Absolut sehenswert.

    Und auch wenn der Einstieg erst mal ein wenig sperrig wirkt, sollte man nicht zu früh aufgeben. Es lohnt sich.
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#4 Markus2Anonym
  • 16.04.2021, 17:48h
  • Bei Eugene Levy muss ich immer an die American Pie-Filme denken; ich fand ihn da herrlich.
    Als kleine Ergänzung, falls ich es nicht überlesen habe: Die erste Staffel hat gerade bei Sky begonnen. Ich habe die ersten beiden Folgen gesehen und fand die noch nicht so toll. Doch da die Serie hier ja so gelobt wird, bleibe ich mal dran.
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#5 ReifeprozessAnonym
  • 16.04.2021, 20:57h
  • Antwort auf #4 von Markus2
  • Ja, diese Serie reift wirklich im Laufe der Zeit.

    Die ersten Folgen sind noch etwas schwach. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo es von Folge zu Folge besser wird.

    Und nach der letzten Folge sagt man dann:
    Schade, dass es schon vorbei ist.
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