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Südafrika

800-m-Olympiasiegerin Semenya verpasst Tokio-Start über 5.000 m

Bei den Leichtathletik-Meisterschaften in Südafrika verpasste Caster Semenya die Olympia-Qualifikation über 5.000 Meter. Auf Mittelstrecken darf die intergeschlechtliche Sportlerin nicht mehr antreten.


Caster Semenya gehört seit Jahren zu den besten Mittelstreckenläuferinnen der Welt (Bild: castersemenya800m / instagram)

  • 16. April 2021, 06:34h, noch kein Kommentar

Die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya aus Südafrika hat bei den nationalen Leichtathletik-Meisterschaften die Olympia-Qualifikation über 5.000 Meter verpasst.

Die 30-Jährige gewann am Donnerstag in Pretoria zwar den Titel über die 12,5-Runden-Distanz in 15:52,28 Minuten und verbesserte ihre persönliche Bestleitung um mehr als 22 Sekunden. Dennoch verfehlte die Mittelstrecken-Spezialistin die Norm für die Spiele von Tokio von 15:10,00 Minuten damit deutlich.

Semenya soll ihren Testosteron-Wert mit Medikamenten senken

Die Athletin mit intergeschlechtlichen Anlagen ist für Frauen-Rennen auf den Strecken zwischen 400 Metern und einer Meile (1.609 Meter) wegen eines zu hohen natürlichen Testosteronwertes nicht zugelassen. Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hatte eine entsprechende generelle Regelung des Leichtathletik-Weltverbandes 2019 bestätigt, nach der Läuferinnen wie Semenya sechs Monate vor einem Wettkampf den Testosteron-Spiegel mittels Medikamenten unter eine Obergrenze senken müssen (queer.de berichtete).

Die Südafrikanerin lehnt dies ab, scheiterte jedoch vor mehreren Gerichten. Zuletzt reichte sie im Februar eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein (queer.de berichtete). (cw/dpa)