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Vatikantreue beschworen

Erzdiözese Freiburg will Homo-Paare nicht segnen

Anders als die Nachbardiözese Rottenburg-Stuttgart will sich Freiburg an das homophobe Segnungsverbot aus dem Vatikan halten.


Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger gilt als Gegner der Gleichbehandlung sexueller Minderheiten

Im Streit in der katholischen Kirche um die mögliche Segnung homosexueller Paare befolgt das Freiburger Erzbistum an das Nein aus Rom. Eine scheinbare Gleichsetzung von kirchlicher Trauung und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare sei zu vermeiden, erklärte die Erzdiözese am Freitag über ihren Sprecher Michael Hertl. Dies sei der Wille der Glaubenskongregation des Vatikans, den man auch in Freiburg teile. Der Vatikan hatte Mitte März erklärt, dass homosexuelle Paare nicht gesegnet werden dürfen, was in der katholischen Kirche in Deutschland einen Proteststurm auslöste.

Auch bei vielen Menschen in der Erzdiözese Freiburg habe die ablehnende Antwort aus Rom für Unverständnis, Irritationen und Verärgerung gesorgt, erklärte Hertl. "Die Bistumsleitung nimmt diese Äußerungen sehr ernst." Sie zeigten, dass die Diskussion über mögliche Segnungen von homosexuellen Paaren für viele Gläubige noch nicht beendet sei. Diese Diskussion wolle man in Freiburg "mit Interesse" verfolgen und begleiten. Einzelne homosexuelle Menschen würden durchaus gesegnet. "Ein Segen wird keiner Person verwehrt, unabhängig von der jeweiligen sexuellen Orientierung. Jeder Mensch ist von Gott gewollt, so wie er ist", erklärte der Sprecher.

Erzbischof in Freiburg ist seit sieben Jahren Stephan Burger. Der 58-Jährige hatte sich in der Vergangenheit wiederholt gegen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren ausgesprochen. So sagte er 2015: Die "Ehe von Mann und Frau mit dem Wunsch nach Kindern" sei "Keimzelle der Gesellschaft", ein gleichgeschlechtliches Paar könne "nach unserem Verständnis keine Ehe schließen" (queer.de berichtete).

Einen anderen Weg schlägt etwa die Diözese Rottenburg-Stuttgart ein. Diese will homosexuelle Paare trotz des Verbots aus Rom weiter segnen. Weihbischof Matthäus Karrer sagte der "Schwäbischen Zeitung" (Freitag): "Segnungen gehören in der Seelsorge zum pastoralen Alltag." Diese Praxis werde durch das Papier aus Rom zumindest in der württembergischen Diözese nicht infrage gestellt (queer.de berichtete). (dpa/cw)



#1 TheoAnonym
  • 16.04.2021, 12:57h
  • Es ist schon frech, dass die Diözese Rottenburg-Stuttgart sagt, sie werde homosexuelle Paare weiter segnen. Bislang wurden LSBTTIQ wenn überhaupt - nur heimlich gesegnet, von mutigen Pfarrern. Wird es denn für ein homosexuelles Paar in Zukunft möglich sein, eine große Segnungsfeier mit vielen Gästen in einer katholischen Kirche zu feiern? Ich glaube nicht...
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#2 Nichts neuesAnonym
  • 16.04.2021, 13:27h
  • Die Kirche wird sich niemals ändern.

    Die labern immer gerne viel rum, aber wenn die Kreide fressen, dann nur, um ihre Einkommen nicht zu gefährden. In der Realität geht es dann doch weiter wie immer und nichts ändert sich.
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#3 Michael PAnonym
  • 16.04.2021, 18:38h
  • Warum gilt es eigentlich als so mutig und toll, wenn die ihren Segen für ein sich liebendes Paar aussprechen? Die würden mir mein Auto segnen, wenn ich es denen brächte. Das ist eigentlich keine Nachricht wert.
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#4 kuesschen11Profil
  • 16.04.2021, 19:56hFrankfurt
  • Die Erzdiözese Freiburg verweigert die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Aha.

    Na dann sollen sie doch die Waffen segnen, das passt doch zu deren Gesinnung.

    Die Segnung einzelner Homosexueller ist nur ein Fake oder ein Vorwand, denn gesegnet wird nur das Mitleid am homosexuellen Menschen und nicht das Glücklichsein und die Liebe des Paares auf ihrem gemeinsamen Weg.

    Die Heuchelei der katholischen Erzbischöfe ekelt mich zutiefst an.

    Aber ich bin nicht katholisch: GOTT SEI DANK. *smile*
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