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Rheinland-Pfalz
Mainzer Landesregierung setzt Zielvereinbarung mit Ditib fort
Trotz eines Homophobie-Skandals setzt Rheinland-Pfalz weiter auf eine Zusammenarbeit mit Ditib.

Kulturminister Konrad Wolf erklärte, die Ditib habe Konsequenzen gezogen (Bild: Olaf Kosinsky / wikipedia)
- 16. April 2021, 12:25h 2 Min.
Die rheinland-pflälzische Landesregierung setzt die Zielvereinbarung mit der Islamischen Religionsgemeinschaft Ditib fort – trotz der Einladung des antisemitischen und homophoben türkischen Historikers Ahmet Simsirgil (queer.de berichtete).
"Der Ditib-Landesverband hat Verantwortung übernommen und einschneidende Konsequenzen gezogen", begründete dies Kulturminister Konrad Wolf (SPD) am Freitag in Mainz. Dazu gehöre der Rücktritt des langjährigen Landesvorsitzenden Yilmaz Yildiz, eine Compliance-Richtlinie mit einem Bekenntnis zur demokratischen Grundordnung und den Werten sowie eine auf der Homepage des Moscheevereins veröffentlichte Distanzierung.
Yildiz hatte nach massiver Kritik an der Einladung seinen Rücktritt erklärt. Als Landesvorsitzender trage er die volle Verantwortung für die Einladung "einer Person wie Ahmet Simsirgil, der in seinen Texten und Äußerungen offene Hetze" betrieben habe.
Auf der Homepage weist der Ditib-Landesverband "die bekanntgewordenen und hochproblematischen Positionen des besagten Gastreferenten, welche von verschwörungstheoretischen Erzählungen, antisemitischen Narrativen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (Homophobie) durchdrungen sind, entschieden zurück". Ferner heißt es in dem Text: "Als eine Religionsgemeinschaft der Mitte fühlen wir uns dem göttlichen und gesellschaftlichen Frieden sowie der gesamten Schöpfung, mithin aller Menschen samt ihrer gottgewollten Unterschiedlichkeit und Vielfalt verpflichtet."
Die Ditib untersteht de facto der staatlich-türkischen Religionsbehörde Diyanet, die sich unter Präsident Recep Tayyip Erdogan radikalisiert hat. Diyanet-Präsident Ali Erbas sorgte letztes Jahr mit einer homophoben Tirade für Entsetzen. Er hatte unter anderem gesagt, dass der Islam Homosexualität verurteile und diese sexuelle Orientierung Generationen "verrotte" (queer.de berichtete). (dpa/dk)
















Die Ditib würde ich sogar als ausländischen Geheimdienst bezeichnen.