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Schule in Texas

Schwuler Schüler erkämpft sich Recht auf Nagellack

Ein Teenager wurde von seiner Schule in Texas bestraft, weil er Nagellack trug. Er verstieß damit gegen die Kleiderordnung, die nur Mädchen erlaubte, mit bunten Nägeln in den Unterricht zu kommen. Doch jetzt gibt es neue Regeln.


Trevor Wilkinson wird künftig nicht mehr bestraft, wenn er mit diesen Nägeln zur Schule geht (Bild: Twitter / trevorwilkinson)

Der texanische Schüler Trevor Wilkinson darf nun doch Nagellack im Unterricht tragen. Der 18-Jährige erwirkte bei der Schulbehörde des Bezirkes Clyde, dass die geschlechtergetrennte Kleiderordnung an öffentlichen Schulen geändert wird. Fortan sollen im Bezirk geschlechtsneutrale Regeln gelten, heißt es in einer Entscheidung der Bezirksbehörde vom Montag. Alle Unterschiede zwischen "boys" und "girls" würden entfernt – diese Worte würden in dem "dress code" durch den Begriff "students" (er steht geschlechtsneutral für Schülerinnen und Schüler) ersetzt werden.

Gegenüber dem Lokalsender KTXS zeigte sich Wilkinson gerührt über den Erfolg: "Ich habe keine Worte, um zu beschreiben, wie glücklich ich an diesem besonderen Tag bin", so der Zwölftklässler. "Ich kann mich glücklich schätzen über so viel Unterstützung, Liebe und Hilfe, die ich in den letzten Monaten erhalten habe." Auf Twitter fügte er in Großbuchstaben an: "Meine Highschool-Kleiderordnung ist für immer geschlechtsneutral."

Twitter / trevvowilkinson
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Nach der alten Schulordnung durften Mädchen Dinge wie Nagellack oder Schminke tragen, Jungs war dies hingegen grundsätzlich verboten. Weil Wilkinson es trotzdem tat, wurde er letztes Jahr von der Schule bestraft und musste nachsitzen (queer.de berichtete). Er forderte deshalb in einer Petition, gleiche Regeln für Jungs und Mädchen aufzustellen. Die Petition ist inzwischen von mehr als 400.000 Menschen unterzeichnet worden.

In den letzten Monaten unterstützten auch Promis den Schüler. So veröffentlichte der offen schwule "Star Trek"-Schauspieler George Takei im Dezember ein Video, das Wilkinson zeigt, wie er sein Anliegen vor der Schulbehörde vorträgt. Dazu merkte der 84-Jährige an: "Dieser junge Mann gibt mir Hoffnung für die Zukunft."

Twitter / GeorgeTakei
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Wilkinson hatte argumentiert, dass er als offen schwuler Mann mit Nagellack lediglich seine Identität ausdrücke und das Verbot unverständlich sei. Warum, so fragte er, solle ein Mann, der sich in seiner Männlichkeit wohlfühlt, keinen Nagellack tragen dürfen? (cw)

Direktlink | "Ich in der Nagel-Bub": So stellte sich Trevor Wilkinson kurz vor Weihnachten auf Youtube vor
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#1 LunaAnonym
  • 21.04.2021, 16:03h
  • "Dieser junge Mann gibt mir Hoffnung für die Zukunft."
    Naja, dass man im Jahr 2021 mit lackierten Nägeln immer noch auffällt, ist eher traurig.
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#2 queergayProfil
  • 21.04.2021, 16:59hNürnberg
  • Natürlich sind Schüler mit farbigem Nagellack noch lange nicht Mainstream. Wer meint, das wäre schon so, lebt in einer Traumwelt. Und nur weil einer schwul ist, muß er noch lange nicht Nagellack auftragen wollen.
    Das Engagement des texanischen Schülers ist auf jeden Fall bewundernswert und sorgt hoffentlich für viele Nachahmer & Follower in einer bunter werdenden Schullandschaft. Auch mit Glitzer.
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#3 thorium222Profil
#4 buntenägelAnonym
#5 MechanicProfil
#6 Homonklin_NZAnonym
  • 21.04.2021, 17:25h
  • Antwort auf #2 von queergay
  • Well, ich wollte immer im Jetpiloten- oder Sniper-Outfit zur Schule, und durfte auch nicht, Kleiderregeln, die auch in the UK oder Deutschland sehr wichtig sein können, etwa, wenn man in Clubs,Grill oder Disco gehen möchte, habe ich nie verstanden.Man will irgend eine Tradition absichern und nimmt bestimmten Besurchern schon mal die Freude. Vielleicht, weil einem Lehrer der Ghillie-Suit nicht passt,oder ein Latexoutfit, ein Kopftuch oder ein Furrie-Pupsuit.
    Okay, Nagellack wäre auch nicht meins, aber wsoll doch jeder zur Schule gehen, wie sie*er will und die Identität so leben, wie's denen gefällt. Ändert doch am Lehrstoff nix.
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#7 aberaberAnonym
  • 21.04.2021, 18:18h
  • Schön, aber hoffentlich wird das ist das kein Pyrrhussieg. Unliebsame Schüler fielen früher durch die Abschlußprüfungen...

    Ob dass dies dann wert war???
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#8 GodzillaAnonym
  • 21.04.2021, 18:22h
  • Ich freue mich sehr mit dem jungen Mann und allen die mit den Änderungen des "Dress Code" nun sich selbst ausdrücken können. Bitte mehr davon.
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#9 dochdochAnonym
  • 21.04.2021, 18:42h
  • Antwort auf #7 von aberaber
  • ah, noch so leisetreter, der natürlich nur andeutet, es aber stramm so meint, dass es besser wäre, sich wegzuducken und nicht aufzufallen, damit mami und die nachbarn ihn noch lieb haben.
    auf solche art ist gleichberechtigung noch nie erkämpft worden.
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#10 daVinci6667
  • 21.04.2021, 18:58h
  • Ich mag keinen Nagellack. Hat für mich rein gar nichts mit Mann oder schwul, Frau oder lesbisch zu tun. So was gefällt oder eben nicht.

    Und trotzdem freue mich sehr für den jungen Mann, denke aber gleichzeitig wie schwer und lange der Weg noch sein wird. Puh!

    Schon mal überlegt wie unterschiedlich man im Alltag überall behandelt wird nur weil man weiblich, männlich oder divers ist?

    Wir merken dass doch längst nicht mehr bloss weil wir es als vermeintlich normal verinnerlicht haben! Da ist eine geklärte Nagellackfrage an einer einzelnen Schule zwar schön, doch tatsächlich nur ein einzelnes hoffnungsfrohes Sandkörnchen in einer tristen unendlichen Wüste.

    In der Schweiz besonders störend die unterschiedlichen Pensions- und Sozialleistungen, die Krankenkassenprämien, das Pensionierungsalter oder der Militärdienst. Und und und. Gefühlte 1000 Unterschiede nur weil man einen Schnidel hat oder nicht.
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