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USA

Nun offiziell: Caitlyn Jenner will Gouverneurin von Kalifornien werden

Der trans Realitystar will Amtsinhaber Gavin Newsom vorzeitig aus dem Amt ablösen.


Jenner bei einem TV-Auftritt 2015 (Bild: Walt Disney Television / flickr)

Die trans Aktivistin Caitlyn Jenner will Gouverneurin von Kalifornien werden. "Ich bin dabei!" erklärte die 71-jährige Republikanerin, die zum Kardashian-Familienclan gehört, am Freitag. Sie wolle der "katastrophalen" Amtszeit des demokratischen Gouverneurs Gavin Newsom ein Ende setzen. Sacramento – die Hauptstadt Kaliforniens – brauche "eine ehrliche Anführerin mit einer klaren Vision."

Die nächsten Gouverneurswahlen in Kalifornien sollen regulär im Herbst 2022 stattfinden. Allerdings könnte es in diesem Herbst zu einer "Recall Election" kommen, einen durch ein Bürgerbegehren ausgelösten Wahlgang. Die bislang einzige Abwahl-Wahl in der Geschichte des Staates brachte 2003 Arnold Schwarzenegger in das Gouverneursamt. In Umfragen spricht sich allerdings eine Mehrheit gegen eine Amtsenthebung Newsoms aus, der den Staat seit 2019 anführt. Zuvor war er stellvertretender Gouverneur und von 2004 bis 2011 Bürgermeister von San Francisco.

Caitlyn Jenner, die 1976 eine olympische Goldmedaille im Zehnkampf der Herren gewonnen hatte, outete sich 2015 als trans. Zu dieser Zeit war sie besonders aus der Realityserie "Keeping Up with the Kardashians" bekannt. Jennner erklärte mehrfach, dass sie ihr Leben lang die Republikaner unterstützt habe. Trotz seiner LGBTI-feindlichen Politik war sie anfangs auch ein glühender Fan von Präsident Donald Trump. Erst 2018 wandte sie sich wegen der transphoben Politik Trumps von ihm ab (queer.de berichtete). Sie blieb aber Mitglied der Republikanischen Partei. Zu den vielen transphoben Gesetzen, die gegenwärtig von ihrer Partei in Bundesstaaten wie Arkansas beschlossen werden, äußerte sich die selbsternannte "Anwältin der LGBTI-Community" nicht.

Die Ankündigung von Jenner vom Freitag erhielt keinen Hinweis auf ein Parteiticket. Allerdings soll sie Medienberichten zufolge mehrere frührere Manager der Trump-Kampagne um sich geschart haben. In ihrer Bewerbung kritisiert sie zu hohe Steuern und einen "zu restriktiven Lockdown", der der Wirtschaft und Kindern schade.

Twitter / Caitlyn_Jenner
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Kalifornien sei seit über 50 Jahren ihre Heimat, so Jenner. "Aber in den letzten zehn Jahren haben wir gesehen, wie der Schimmer des Goldenen Staates durch die Einparteienherrschaft reduziert wurde, die Politik über Fortschritt und soziale Interessen über Menschen stellt." Sie sei bewiesenermaßen ein Gewinnertyp und der "einzige Outsider", der Newsom mit einer "klaren Vision" und Durchsetzungsvermögen schlagen könne. Als jemand, der "sozial liberal und fiskal konservativ" sei, könne sie Menschen aus beiden Parteien vereinigen, sagte einer ihrer Berater gegenüber dem Portal Axios. (cw/afp/dk)