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"Hauptstadtrepräsentranse"

Mehr Glitter fürs Berliner Abgeordnetenhaus

Die Berliner Linke hat Dragqueen Gloria Viagra mit 90,4 Prozent auf die Liste für die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewählt – Spitzenkandidat Klaus Lederer machte sich persönlich für sie stark.


Gloria Viagra begeisterte die Delegierten mit einer kurzen Rede (Bild: Paul Schlüter / twitter)

Die Landesvertreter*innenversammlung der Berliner Linken hat die Dragqueen Gloria Viagra am Sonntag auf Listenplatz 34 für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September gewählt. Die 55-Jährige setzte sich mit 90,4 Prozent deutlich gegen den Mitbewerber Andreas Schreiber durch.

"Ein bisschen Glitter hat noch keinem geschadet", sagte Viagra in ihrer Bewerbungsrede und berichtete von ihrem langjährigen politischen Engagement. "Die Erfahrung von Ausgrenzung, die 'Schwuli, Schwuli"-Rufe auf dem Schulhof, das hat mich geprägt. Und das hat mich aber auch empathisch werden lassen für Andere mit Ausgrenzungserfahrung."

"Nur die Revolution macht schön"

Politik gehöre zu ihr, "wie Klaus Lederer in das Amt des Regierenden Bürgermeisters", sagte die Dragqueen unter großem Beifall der Delegierten. Ihre Kandidatur als "Hauptstadtrepräsentranse" habe auch symbolische Wirkung: "Wisst ihr, was es für einen jungen Queer vom Dorf bedeutet, dass man als Drag auf der Straße laufen kann und womöglich gar im Parlament ernst genommen wird und ernsthaft Politik machen kann?", so Viagra. "Ich möchte mich euch gemeinsam zeigen, wie bunt diese Stadt Berlin ist. Dass diese Diversität mit allen Reibungspunkten und Widersprüchen der ganze, der größte Reichtum dieser Stadt ist und nicht Betongold und nicht Aktien." Ihre Rede endete mit den Worten: "Weder Kapitalismus noch das Patriarchat, nur die Revolution macht schön."

Der schwule Kultursenator Klaus Lederer, der bereits am Samstag mir 87,6 Prozent zum Spitzenkandidaten der Berliner Linken gewählt worden war, meldete sich persönlich mit einer Unterstützungsrede für Gloria Viagra zu Wort. "Sie steht dafür, dass Politik auch Spaß machen kann und nicht nur verkniffen ist. Dass Politik mitten im Leben stehen und sich trotzdem für diejenigen engagieren kann, die keine Privilegien haben." Lederer verglich das "Urgestein der Berliner Polittunten" u.a. mit Harvey Milk und hoffte, dass Viagra in fünf Jahren "auch unter die ersten 24 Listenplätze" komme – auf Platz 34 ist ihr Einzug ins Abgeordnetenhaus höchst unwahrscheinlich. (mize)

Twitter / klauslederer
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#1 Dont_talk_aboutProfil
  • 25.04.2021, 17:42hFrankfurt
  • Verhöhnt haben uns schon viele. Aber wenige so übel wie Wagenknecht. Eine Partei mit so einem Spitzenpersonal ist nicht wählbar, egal wer dann auf den hinteren Plätzen kommt.
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#2 DominikAnonym
  • 26.04.2021, 06:53h
  • Bei allem Respekt, für ein parlamentarisches Mandat kann jemand nur mit seinem bürgerlichen Namen kandidieren. "Gloria Viagra" ist eine Kunstfigur.

    Platz 34 ist allerdings auch ein aussichtsloses Listenplatz.
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