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Gerichtsverhandlung

Gutachter: Dresdner Islamist weiter gefährlich

Ein Experte warnt davor, dass der Angeklagte Abdullah A. wegen seiner islamistischen Einstellung weiterhin eine Gefahr für die Öffentlichkeit sei.


Der Prozess findet vor dem Oberlandesgericht Dresden statt (Bild: Fred Romero / flickr)

Der wegen der tödlichen Messerattacke vom Oktober 2020 in Dresden angeklagte Syrer hat nach Einschätzung eines Gutachters die IS-Ideologie verinnerlicht und ist weiter gefährlich. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sei davon auszugehen, dass Abdullah A. aufgrund einer fest in seiner Persönlichkeit verankerten radikal-islamistischen Überzeugung und Handlungsbereitschaft erneut schwere Straftaten bis hin zur Tötung begehen könnte, wenn er die Möglichkeit dazu habe, sagte der forensische Psychiater Norbert Leygraf am Montag im Prozess gegen den 21-Jährigen am Oberlandesgericht Dresden. Seine innere Überzeugung sei mit der Verpflichtung verbunden, einen aktiven Beitrag zum Dschihad zu leisten – als Kämpfer mit dem IS in Syrien oder durch die Tötung Ungläubiger in Deutschland.

Leygraf hält den aus Aleppo stammenden Angeklagten mangels Hinweisen auf eine psychische Erkrankung oder seelische Beeinträchtigung für schuldfähig, sieht ihn nicht als Jugendlichen und bei Anwendung von Erwachsenenstrafrecht die Voraussetzungen zur Anordnung einer Sicherungsverwahrung an.

Bei einer Verurteilung nach Jugendstrafrecht sieht Leygraf die Gefahr weiterer schwerer Straftaten, Gewalt- oder Tötungsdelikte aufgrund des "inneren Zustands", der Leben und Verhalten von A. bestimme. Mit langfristiger Sozialtherapie könne es eine Chance geben, ihn von seiner radikalen Gesinnung wegzubringen – aber das brauche Zeit.

A. ist wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, am Abend des 4. Oktobers vergangenen Jahres mitten in der Dresdner Innenstadt von hinten auf zwei schwule Männer eingestochen zu haben. A. war nur wenige Tage vorher aus einer knapp dreijährigen Jugendhaft entlassen worden – er war unter anderem wegen Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt worden.

Das 55-jährige Opfer Thomas L. starb nach dem Messerangriff, sein 53-jähriger Partner überlebte den Anschlag schwer verletzt (queer.de berichtete). Die beiden Männer aus Nordrhein-Westfalen machten zusammen Urlaub in Sachsen. Der Angeklagte soll Homosexuelle pauschal als "Feinde Gottes" ansehen, die den Tod verdienten (queer.de berichtete).

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt. (dpa/cw)



#1 GodzillaAnonym
  • 26.04.2021, 14:56h
  • Na dann hoffe ich Mal ganz stark, dass die Einschätzung des Gutachters im vollen Umfang berücksichtigt wird und sich da nicht noch wer Quark aus den Ärmeln zieht.
    Dieser Mensch gehört nicht mehr auf die Gesellschaft losgelassen.
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#2 PeerAnonym
  • 26.04.2021, 19:17h
  • Ganz einfach:
    wenn jemand eine Gefahr für die Gesellschaft ist, dann darf man ihn nicht mehr auf die Gesellschaft loslassen.
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