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Referendum erzwungen

Schweiz: Volk stimmt über Ehe-Recht für Schwule und Lesben ab

Homo-Hasser*innen der Schweiz haben genug Unterschriften gesammelt, um mit Hilfe direkter Demokratie das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben doch noch zu retten.


Die Schweizer*­innen müssen entscheiden, ob sie gleich­geschlechtlichen Paaren weiterhin das Recht auf Ehe verwehren wollen (Bild: joanne clifford / flickr)

  • 27. April 2021, 14:35h 9 2 Min.

Die schweizerische Wahlvolk wird darüber abstimmen, ob Schwulen und Lesben die selben Grundrechte gewährt werden wie Heterosexuellen: Die Regierung in Bern hat nach Angaben der Zeitung "Blick" am Dienstag mitgeteilt, dass 61.027 gültige Unterschriften eingegangen seien, um ein Referendum gegen die Öffnung der Ehe für gleich­geschlechtliche Paare vor dem Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes zu erzwingen. Nötig gewesen wären 50.000 Unterschriften. Die Abstimmung wird voraussichtlich im Herbst durchgeführt werden.

Kurz vor Weihnachten hatten beide Kammern des Schweizer Parlaments mit großer Mehrheit für die Ehe für alle gestimmt (queer.de berichtete). Dagegen regte sich sofort Widerstand. Unterstützt wurde der Versuch eines Referendums gegen heiratswillige Homo-Paare von Vertreter*­innen der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP), der bibeltreuen Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) sowie der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP).

Homo-Gegner*innen wollen "Fake-Ehen" verhindern

Das homofeindliche Organisationskomitee "Nein zur Ehe für alle" sammelte Unterschriften, indem es gleichgeschlechtliche Eheschließungen als "Fake-Ehen" kritisierte, die heterosexuelle Ehen gefährdeten. Zudem warnte die Initiative davor, dass eine "Degradierung der Frau zur käuflichen Gebärmaschine" bevorstehe, wenn Schwule und Lesben vor den Traualtar träten.

Laut einer im November 2020 veröffentlichten Umfrage befürworten zwar 82 Prozent der Schweizer*innen die Öffnung der Ehe (queer.de berichtete). Allerdings warnen LGBTI-Aktivist*innen davor, zu sicher zu sein. Wegen der traditionell niedrigen Wahlbeteiligung gab es in der Vergangenheit immer wieder überraschende Ergebnisse.

2016 hatten die Schweizer*innen einen Volksentscheid, der durch die Hintertür die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Verfassung verankern wollte, nur knapp abgelehnt – mit 50,8 zu 49,2 Prozent (queer.de berichtete). (dk)

Das Referendum gegen die Ehe für alle und den Samenspende-Zugang für lesbische Paare ist offiziell zustandegekommen....

Posted by Nein zur Ehe für alle on Tuesday, April 27, 2021
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#1 übelAnonym
  • 27.04.2021, 17:41h
  • ein land, das über menschenrechte abstimmen lässt, hat demokratie nicht verstanden.
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#2 Leash
  • 27.04.2021, 18:16hHamburg
  • "(...) indem es gleichgeschlechtliche Eheschließungen als "Fake-Ehen" kritisierte, die heterosexuelle Ehen gefährdeten."
    Ich würde zu gern verstehen wo die Leute da eine Gefahr sehen für heterosexuelle Ehen, aber das wissen die selber nicht.
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#3 SpockAnonym
  • 27.04.2021, 18:32h
  • Antwort auf #2 von Leash
  • Wenn eine Heteroehe mit einer Homoehe zusammentreffen, annihilieren sich beide in einem Antimaterieblitz, der den ganzen Planeten zerstört.

    So hat das jedenfalls ein Bekannter von mir an der Billy-Graham-Fachhochschule für Christliche Physik in La-La-Land gelernt.
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