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Polizeibericht

München: Schwules Paar verprügelt homophoben Angreifer

Nach einer schwulenfeindlichen Beleidigung kam es vor einem Münchner Restaurant zu einer Schlägerei. Der 46-jährige Homohasser musste vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden.


Symbolbild: Die Polizei München im Einsatz (Bild: MagnusGuenther / pixabay)

In München führte eine schwulenfeindliche Beleidigung zu einem "wechselseitigen Körperverletzungsdelikt". Das meldete die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt am Dienstag.

Der Vorfall ereignete sich bereits vor knapp drei Wochen: Am Donnerstag, den 8. April gegen 20:40 Uhr pöbelte ein 46-Jähriger vor einem Restaurant in der Bayerstraße ein schwules Paar an, indem er die Partnerschaft der beiden 24 und 33 Jahre alten Männer "negativ thematisierte", wie es im Polizeibericht heißt.

Zeug*innen verständigten die Polizei

Anfänglich war der Streit verbal, dann kam es jedoch zu Handgreiflichkeiten. Hierbei schlug der 46-Jährige den 33-Jährigen mit der Hand ins Gesicht, woraufhin dieser stürzte und sich am Bein verletzte. Daraufhin trat der 33-Jährige dem 46-Jährigen in den Rücken. Auch der 24-jährige Begleiter des 33-Jährigen mischte sich in die Angelegenheit ein und griff ebenfalls den 46-Jährigen an.

Zeug*innen verständigten den Polizeinotruf 110. Eintreffende Streifen der Münchner Polizei konnten alle Beteiligten vor Ort antreffen. Es wurde gegen jeden der drei Beteiligten ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Der 46-Jährige erlitt Schürfwunden am Knie und wurde vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Alle Tatverdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Der 46-Jährige ist der Polizei bereits wegen Körperverletzungsdelikten bekannt. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. (cw/pm)



#1 Tristan4everAnonym
  • 28.04.2021, 07:47h
  • Ich wohne in der direkten Nachbarschaft und würde ja schon gerne wissen, wo genau das passiert ist. Richtung Stachus/Hauptbahnhof oder eher bei der Hackerbrücke? Weiß jemand mehr? Auch über die Beteiligten? Auf jeden Fall gut, dass die beiden Jungs sich gewehrt haben.
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#2 SofakaterAnonym
  • 28.04.2021, 08:20h
  • Gut das sie sich gewehrt haben....
    Aber wie kann der 33 jährige dem 46 jährige in den Rücken treten wenn er gestürzt ist?
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#3 HelpAnonym
  • 28.04.2021, 08:56h
  • Zum Glück war Rettungsdienst da, so konnte der Täter, der Arme (Armselige?) vor Ort gerettet werden vor seinen excruciating Knie-Schürfwunden-Qualen.
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#4 WipperfischerAnonym
  • 28.04.2021, 09:18h
  • Tja, im Normalfall gäbe es stets genügend andere Möglichkeiten sich direkt dem Beleidiger zu widmen. Doch das ist leicht gesagt, wenn man die Umstände und den tatsächlichen Verlauf dieses Vorfalles nicht kennt. In der Regel reicht Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe aus, den Bekleidiger verbal so zu treffen, dass er sich entsprechend blamiert fühlt und Umstehende etwas zu lachen haben.
    Es geht ja darum einen solchen Primitivling vorzuführen und wenn jener dann ausrastet und handgreiflich wird, dann kann man ja die volle juristische Seite ausnutzen.

    Doch andererseits ist zu bedenken, das Schwule immer als Weicheier in der Vorstellungswelt dieser hirnamputierten BLÖD-Zeitungsleser erscheinen. Ein körperlicher Verweis könnte dabei also auch eine pädagogische Wirkung besitzen. Es kommt also stets auf die Situation an, welche Handlungsweise den Erfolg und damit die Niederlage des Angreifers bewirkt.

    Verallgemeinern wir jedoch diese Situation, so ist eine ganz andere Handlungsart dringend geboten. Nämlich die der Solidarität und Zivilcourage. Zeugen eines solchen Vorfalles könnten ebenfalls aktiv angreifen, eine Eskalation verhindern und damit das Ausufern eines Konfliktes verhindern. Aktuelles Beispiel ist der Angriff in der Erfurter Straßenbahn eines ebenfalls einschlägig Vorbestraften auf einen 17jährigen Syrer. Im Internet ist im Videoclip der Tathergang dokumentiert. Leider ist außer dem Filmen und Anrufen der Polizei keiner der Fahrgäste auf die Idee gekommen, den Mann an der Flucht zu hindern. Glücklicherweise konnte er später dingfest gemacht werden.

    Eine solidarische Gesellschaft ist auch eine sichere Gesellschaft.
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#5 Ralph
  • 28.04.2021, 09:24h
  • Antwort auf #2 von Sofakater
  • Wird wohl eher ein Arschtritt von unten gewesen sein. Da ein Tritt in den Rücken, d.h. in den Bereich der Wirbelsäule, nicht ganz so glimpflich auszugehen pflegt und der Bericht von einer ernsthaften Verletzung dort nichts sagt, nehme ich das jetzt einfach mal so an.
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#6 NickAnonym
#7 Sheila1111Anonym
#8 stromboliProfil
  • 28.04.2021, 10:25hberlin
  • was heißt hier eigentlich - gegenseitige körperverletzung - wo eindeutig Notwehr (!) vorliegt.
    Wer ist der angreifer, wer der angegriffene.
    Wenn schon in der polizaiaufnahme nicht mehr solch grundsätzliches unterschieden wird, wie soll dann im zu erwartenden prozess entschieden werden, wer auf die anklagebank gehört und wer als kläger auftreten darf.
    Absurder rechtsstaat!
    Den beiden opfern, mein dank und hochachtung für ihre wehrhaftigkeit!
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#9 TuckDavisProfil
#10 RockisisterAnonym