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Baden-Württemberg
Grün-schwarzer Koalitionsvertrag ohne Gendersternchen
Der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU im Südwesten verzichtet auf inklusive Sprache. Ministerpräsident Kretschmann steht der geschlechtergerechten Sprache skeptisch gegenüber.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) akzeptierte die Forderung der CDU (Bild: Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg / flickr)
- 28. April 2021, 05:15h 1 Min.
Grüne und CDU im Südwesten wollen in ihrem Koalitionsvertrag ohne das sogenannte Gendersternchen auskommen. Stattdessen sollen nur die weibliche und männliche Bezeichnung von Personen, also zum Beispiel Polizistinnen und Polizisten, aufgeschrieben werden. So erfuhr es die Deutsche Presse-Agentur am Montag in Stuttgart aus Verhandlungskreisen.
Die CDU habe darum gebeten, und die grüne Seite habe dies akzeptiert, hieß es. Das Gendersternchen umfasst auch die Bezeichnung von diversen Personen. Die Grünen beginnen zum Beispiel ihr Programm für die Landtagswahl mit "Liebe Mitbürger*innen" und verwenden im gesamten Text das Gendersternchen.
Kretschmann kritisierte "Sprachpolizisten"
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) steht dem Trend zur geschlechtergerechten Sprache grundsätzlich skeptisch gegenüber. Im vergangenen Sommer hatte er in einem dpa-Interview erklärt, er wolle sich den Mund nicht von "Sprachpolizisten" verbieten lassen (queer.de berichtete).
Auch wenn viele Behörden, Hochschulen und Organisationen verbindliche Leitfäden für geschlechtergerechte Sprache entwickelt hätten, finde er dieses Beharren auf sprachlicher und politischer Korrektheit schwierig. Allerdings hatte er sich mit der Position parteiintern einige Kritik eingehandelt. (cw/dpa)















Dann wäre mir auch das Gendersternchen egal.
(Das diesen meinen Text auch nicht verbessern würde ;-)