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Baden-Württemberg

Grün-schwarzer Koalitionsvertrag ohne Gendersternchen

Der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU im Südwesten verzichtet auf inklusive Sprache. Ministerpräsident Kretschmann steht der geschlechtergerechten Sprache skeptisch gegenüber.


Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) akzeptierte die Forderung der CDU (Bild: Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg / flickr)

Grüne und CDU im Südwesten wollen in ihrem Koalitionsvertrag ohne das sogenannte Gendersternchen auskommen. Stattdessen sollen nur die weibliche und männliche Bezeichnung von Personen, also zum Beispiel Polizistinnen und Polizisten, aufgeschrieben werden. So erfuhr es die Deutsche Presse-Agentur am Montag in Stuttgart aus Verhandlungskreisen.

Die CDU habe darum gebeten, und die grüne Seite habe dies akzeptiert, hieß es. Das Gendersternchen umfasst auch die Bezeichnung von diversen Personen. Die Grünen beginnen zum Beispiel ihr Programm für die Landtagswahl mit "Liebe Mitbürger*innen" und verwenden im gesamten Text das Gendersternchen.

Kretschmann kritisierte "Sprachpolizisten"

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) steht dem Trend zur geschlechtergerechten Sprache grundsätzlich skeptisch gegenüber. Im vergangenen Sommer hatte er in einem dpa-Interview erklärt, er wolle sich den Mund nicht von "Sprachpolizisten" verbieten lassen (queer.de berichtete).

Auch wenn viele Behörden, Hochschulen und Organisationen verbindliche Leitfäden für geschlechtergerechte Sprache entwickelt hätten, finde er dieses Beharren auf sprachlicher und politischer Korrektheit schwierig. Allerdings hatte er sich mit der Position parteiintern einige Kritik eingehandelt. (cw/dpa)



#1 FüchsleinAnonym
  • 28.04.2021, 07:47h
  • Es würde schon ausreichen, wenn niemand mehr diskriminiert würde ... oder verprügelt ... oder anders behandelt, nur weil er oder sie anders ist.

    Dann wäre mir auch das Gendersternchen egal.
    (Das diesen meinen Text auch nicht verbessern würde ;-)
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#2 mawueAnonym
  • 28.04.2021, 08:44h
  • Antwort auf #1 von Füchslein
  • So ist es. Denkt keiner der Sternchenbefürworter an Blinde und Sehbehinderte? Die nutzen eine Vorlesesoftware, damit sie Texte hören (statt lesen) können. Diese Programme sind hochentwickelt, können aber mit dem Sternchen mitten im Wort nichts anfangen. Es kann doch nicht sein, dass alle Geschlechter einbezogen werden sollen, Blinde aber ausgeschlossen werden.
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#3 LarsAnonym
#4 Ralph
  • 28.04.2021, 09:00h
  • Antwort auf #2 von mawue
  • Ein wichtiger Gesichtspunkt, den ich bisher noch von niemandem gehört oder gelesen habe. Im Übrigen sollte unser Hauptaugenmerk sich auf den queerpolitischen Inhalt der Koalitionsvereinbarung richten und nicht auf die Schreibweise (auch wenn jetzt manche/r sagen wird, auch die Schreibung transportiere schon Inhalt). Gerade eine Vereinbarung zwischen dem rechtesten Grünen-Landesverband und einem weit rechts stehenden CDU-Landesverband lässt da wenig Günstiges erwarten.
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#5 AltoAnonym
  • 28.04.2021, 09:10h
  • Es kommt auf den Inhalt an, nicht ob da irgendewelche albernen Sterne und Punkte drin sind
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#6 Ana NymAnonym
  • 28.04.2021, 09:14h
  • Antwort auf #2 von mawue
  • Sorry aber dieses "Argument" zählt nicht. Vorlesesoftware kann angepasst werden und die Zeichenfolge :-) wird schon seit Jahren nicht als "Doppelpunkt minus Klammer zu" sondern als "Smiley" vorgelesen
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#7 vulkansturmAnonym
  • 28.04.2021, 09:42h
  • ch finde es sollte jeder schreiben oder sprechen dürfen, wie er will. Wer eine der vielfältigen Varianten angeblich geschlechtergerechter Sprache verwenden will, soll das machen. Sehr problematisch finde ich es, wenn das von oben verordnet wird, wenn etwa Behörden, Universitäten oder andere Institutionen vorschreiben, wie jeder zu schreiben hat.
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#8 Girlygirl
#9 KaiJAnonym
  • 28.04.2021, 10:09h
  • In einem Koalitionsvertrag für eine Regierung, die alle Menschen vertreten muss, müssen mit einem Gendersternchen ebenso dann auch alle direkt angesprochen werden.
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#10 hugoAnonym
  • 28.04.2021, 10:25h
  • Nun, wie kommt man darauf, dass das Gendersternchen, welchers die männliche und die weibliche Form trennt, Diverse Personen mit einbezieht?
    Korrekt ist die Berufs- Amts- Tätigkeitsbezeichnung, der man gegebenenfalls das übliche "(m,w,d)" hinzufügen kann, senn man die Genderneutralität betonen will.
    Generell soll dies jedoch nicht die Regel sein, weil dies eine Selbstverständlichkeit sein sollte und dies durch die Betonung aus der Normalität herauslöst.
    Zusätzlich muss aber auch eine geschlechtsspezifische Bezeichnung möglci sein, wenn die Tätigkeit auch geschlechtsspezifisch geprägt ist (Beispiel: Stripperin oder Samenspender) !
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