Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38722

Katholische Sexualmoral

Trotz Sex mit minderjährigem Stricher: Woelki beförderte Düsseldorfer Pfarrer

Rainer Maria Woelki ist für seine kompromisslose Ablehnung von Homosexuellen bekannt. Mit einem Pfarrer, der Sex mit minderjährigen Jungs gehabt haben soll, hat der Kardinal aber offenbar kein Problem.


Kardinal Rainer Maria Woelki steht seit Monaten in der Kritik

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki soll dem Düsseldorfer Pfarrer Michael D. 2017 zum stellvertretenden Stadt-Dechanten befördert haben, obwohl er davon gewusst haben soll, dass der Pfarrer wiederholt sexuellen Umgang mit minderjährigen Prostituierten gehabt haben soll. Das berichtete die "Bild"-Zeitung am Dienstag. D. soll vom Stadt-Dechanten Ulrich H. vorgeschlagen worden sein, der ebenfalls sexuelle Handlungen mit einem Minderjährigen gestanden hatte. Prostitution ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt.

Der Fall des 58-jährigen Michael D. war laut dem Bericht polizeibekannt geworden, weil er 2001 von einem damals 17-jährigen Stricher in Köln erpresst worden sein soll. Bei der Vernehmung durch Polizeibeamte soll der Pfarrer Sex mit dem obdachlosen Prostituierten gestanden haben. Die "Bild" zitierte aus dem Bericht einer Kanzlei, in dem es über D. geheißen habe: "Polizeilicherseits wurde ausdrücklich angeregt (…) dem beschuldigten Priester (gemeint ist D.) ein Aufgabengebiet zuzuweisen, in dem er keinen sexuellen Kontakt zu ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen (z.B.: Messdienern etc.) aufnehmen könne." In Akten des Erzbistums sollen zudem Saunabesuche, Alkohol, Masturbation und Vorspielen von Pornofilmen im Zusammenhang mit jungen Erwachsenen und Jugendlichen erwähnt worden sein.

Woelki sei über die Verfehlungen des Pfarrers bereits im September 2015 ausdrücklich informiert worden. Trotzdem sprach er zwei Jahre später die Beförderung aus.

Bislang hat sich das Erzbistum nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der Kardinal werde "in diesem Fall zeitnah mit den gebotenen Maßnahmen reagieren", heißt es in einer Erklärung.

Düsseldorfer Justiz stellte Verfahren gegen Pfarrer D. ein

Der Westdeutsche Rundfunk berichtete außerdem, dass das Vefahren gegen Pfarrer D. am Dienstag eingestellt wurde – also exakt am gleichen Tag, an dem die "Bild"-Zeitung den Fall publik machte. Grund sei Verjährung gewesen.

Die nachlässige Haltung Woelkis gegenüber sexuellen Eskapaden seiner Priester oder gar sexuellem Missbrauch von Minderjährigen steht in krassem Gegensatz zu seiner Ablehnung von einvernehmlichen homosexuellen Beziehungen unter Erwachsenen. Als einer der wenigen deutschen Bischöfe lobte er etwa das vom Vatikan angeordnete Segnungsverbot für Homo-Paare (queer.de berichtete). Letztes Jahr bestrafte er außerdem die Katholische Hochschulgemeinde in Köln, weil sie sich gegen Diskriminierung Homosexueller ausgesprochen hatte – der Kardinal drehte den Nachwuchskatholik*innen unter anderem ihre Website ab (queer.de berichtete).

Kölner Medien berichten seit Monaten darüber, dass Woelki den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen innerhalb der Kirche vertuscht haben soll. Dies führte zu einer Austrittswelle – die Nachfrage brachte teilweise die Server der Stadt Köln in die Knie. Noch heute müssen Austrittswillige Wochen oder gar Monate auf einen Termin warten. (dk)



#1 NevermindAnonym
  • 28.04.2021, 12:03h
  • Diesem Pfarrer D. wird auch ziemlich übel mitgespielt. Er hatte vor zwanzig Jahren Sex mit einem 17-jährigen und das wird dann in der Bildzeitung mit >>Kindesmissbrauch<< überschrieben. Der 17-Jährige war Stricher, ok, das war verboten, weils Prostitution war, aber ob er das genaue Alter des Strichers vorher kannte? Und er wurde dann Opfer einer Erpressung. Und dafür wird er noch heute an den Pranger gestellt durch Bild und queer.de.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Sven 100Anonym
#3 PetterAnonym
  • 28.04.2021, 12:24h
  • Das zeigt nur wieder mal die Doppelmoral und Scheinheiligkeit dieses verlogenen Vereins.

    Ehe die sich moralische Urteile über andere erlauben, sollten die erst mal bei sich selbst anfangen.

    Und gerade dieser Herr Woelki sollte so langsam wirklich zurücktreten.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ehrliche HautAnonym
  • 28.04.2021, 12:51h
  • Antwort auf #1 von Nevermind
  • Das der Woelki ein falscher Fuffziger ist, der unbedingt aus dem "Amt" entfernt gehört, ist weniger wegen der Verfehlung von Herrn D. gerechtfertigt sondern wegen der unerträglichen Heuchelei. Gegen Schwule hetzen aber D.befördern.
    Was Pfarrer D. und den "Kindesmissbrauch" angeht.
    Hier von Kindesmissbrauch zu sprechen ist,vollkommen daneben aber mehr und mehr Zeitgeist.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AtreusProfil
  • 28.04.2021, 13:28hSÜW
  • Fall von kirchlicher Doppelmoral Nr. 5.678.345.971.385... Fazit: Bei den Katholiken nichts Neues.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 GesindelAnonym
#7 Nesiree DickAnonym
  • 28.04.2021, 14:54h
  • Antwort auf #1 von Nevermind
  • Ach ja, dieser arme Pfarrer D.
    Habe auch solch großes Mitleid mit ihm, dass er das eine erforderliche Jährchen übersehen hat beim
    Und jetzt setzen ihm auch noch diese gemeinen Medien so zu.
    Dabei hat er doch eigentlich nur gegen sämtliche Grundsätze dieses heuchlerischen Karnevalsvereins verstoßen, der da meint, anderen Menschen antiquierte Grundsätze oder Lebensmodelle vorgeben zu müssen.
    Bzw. das bisschen Selbstverleugnung und Schmierentheater des Pfarrers D. ist doch auch gar nicht der Rede wert.
    Quelle Quatsch, Madame.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Girlygirl
  • 28.04.2021, 15:22h
  • Antwort auf #1 von Nevermind
  • queer.de schreibt: "Polizeilicherseits wurde ausdrücklich angeregt () dem beschuldigten Priester (gemeint ist D.) ein Aufgabengebiet zuzuweisen, in dem er keinen sexuellen Kontakt zu ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen (z.B.: Messdienern etc.) aufnehmen könne." In Akten des Erzbistums sollen zudem Saunabesuche, Alkohol, Masturbation und Vorspielen von Pornofilmen im Zusammenhang mit jungen Erwachsenen und Jugendlichen erwähnt worden sein."

    Bin keine Christin, aber selbst wenn ein Priester mich FRAGEN würde, ob ich derartiges mit ihm machen würde, würde ich das als Form der verbalen sexuellen Belästigung empfinden (jede Frau würde das so sehen). Hat dieser Priester etwa ganz normal gefragt, wollen wir in die Sauna gehen und dann Pornos schauen? Und die jungen Messdiener haben dann ganz begeistert ja gesagt?
    Und selbst wenn man nichts gegen Sex mit jugendlichen Strichern hat, so scheint eine gewisse Gefahr von ihm auszugehen, wenn selbst die Kirchenleute ihn nicht in der Nähe von Kinder und Jugendlichen haben wollten. Und dieses Argument, dass er sein Alter nicht gekannt habe ist doch lächerlich, dieser Mann hat wahrscheinlich so ziemlich jede Regel gebrochen, da kann man doch nicht ernsthaft glauben, dass dieser Mann sich für das Alter interessiert hat, ob 17 oder 14, Hauptsache jung. Alles deutet darauf hin, dass er wie so viele Priester seine Macht ausnutzen wollte und diese an Menschen ausgelassen hat, die in der Gesellschaft ganz unten standen (Stricher, extrem jung, obdachlos). Es war 2001, Prostituierte waren (vor allem wahrscheinlich männliche) der letzte Dreck in der Gesellschaft, d.h. die meisten haben es wahrscheinlich aus einer Notsituation gemacht. Man kann also von einem unglaublichen Machtungleichgewicht sprechen. Wer bereit ist, dermaßen viele Grenzen zu überschreiten, wird nicht zögerlich es weitere Male zu tun und noch weiter zu gehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 NevermindAnonym
  • 28.04.2021, 15:23h
  • Antwort auf #6 von Gesindel
  • Stimmt, das stört mich nicht. Wenn jemand Sex mit einem 17-Jährigen hat, finde ich das nicht schlimm und moralisch so verwerflich, dass er nach zwanzig Jahren dafür an den Pranger gestellt und als gesellschaftlich Aussätziger dargestellt wird, selbst nachdem die eigentliche Tat, Prostitution Minderjähriger, schon verjährt ist. Im Gegenteil, der Pfarrer wurde Opfer einer Erpressung.

    Das er selbst nicht korrekt gehandelt hat, seinen Arbeitgeber belogen und Wein statt Wasser gepredigt hat, finde ich natürlich auch nicht ok, steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Und tangiert mich wenig, da ich kein Katholik bin.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 NevermindAnonym
  • 28.04.2021, 15:36h
  • Antwort auf #8 von Girlygirl
  • Was ich aus dem Artikel als >>Verfehlung<< des Pfarrers entnehmen kann:

    Er hatte 2001 Sex mit nem Stricher, der ihn anschließend damit erpresst hat, weil er erst 17 war.

    Was du jetzt schreibst:

    - in die Sauna gehen und dann Pornos schauen? Und die jungen Messdiener haben dann ganz begeistert ja gesagt?

    - jede Regel gebrochen, da kann man doch nicht ernsthaft glauben, dass dieser Mann sich für das Alter interessiert hat, ob 17 oder 14, Hauptsache jung.

    - Alles deutet darauf hin, dass er wie so viele Priester seine Macht ausnutzen wollte und diese an Menschen ausgelassen hat, die in der Gesellschaft ganz unten standen

    Nichts davon ist mMn belegt, aber so wird jemand fertig gemacht.
  • Antworten » | Direktlink »