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Queeres Netzwerk NRW

Kampagne #ActOut erhält Kompassnadel 2021

Eine in den Medien viel beachtete Aktion von queeren Schauspieler*innen gewinnt den begehrten queeren Preis, der dieses Jahr zum 21. Mal vergeben wird.


185 Schauspieler*innen outeten sich bei #Actout

  • 30. April 2021, 12:14h, noch kein Kommentar

Die Kampagne #ActOut, wird dieses Jahr mit der Kompassnadel des Queeren Netzwerks NRW ausgezeichnet. Das gab die 1991 gegründete Organisation, die bis letztes Jahr den Namen Schwules Netzwerk trug, am Freitag bekannt.

Im Rahmen von #ActOut hatten sich vor knapp drei Monaten im "SZ Magazin" 185 lesbische, schwule, bisexuelle, queere, nicht-binäre und trans* Schauspieler*innen geoutet und mehr Akzeptanz und Sichtbarkeit queerer Menschen in der Kulturbranche gefordert (queer.de berichtete). "Es gibt weitaus mehr Geschichten und Perspektiven als nur die des heterosexuellen weißen Mittelstands, die angeschaut und gefeiert werden", so die Initiator*innen der Kampagne in ihrem Manifest. "Diversität ist in Deutschland längst gesellschaftlich gelebte Realität. Dieser Fakt spiegelt sich aber noch zu wenig in unseren kulturellen Narrativen wider." Die Aktion stieß auf großes Interesse der Medien.

"#ActOut beschäftigt sich mit Fragen, die sich viele queere Menschen regelmäßig stellen: Was bedeutet es, wenn ich mich oute – für meine Familie, für mein Arbeitsleben, für meine Freundschaften, für meinen Alltag? Wo muss ich meine Identität verbergen? Welchen Preis bezahle ich, wenn ich mich oute – und welchen, wenn ich es nicht tue?" erklärte Laura Becker, Vorstandsmitglied des Queeren Netzwerks NRW. Coming-outs und queere Identitäten zu enttabuisieren sei darum ein Thema, das alle Bereiche der Gesellschaft bewege.

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Das Queere Netzwerk NRW lädt seit 1993 zu einem CSD-Empfang anlässlich des Colognepride ein – seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW. Dabei werden seit 2001 Persönlichkeiten oder Organisationen ausgezeichnet, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen und Lesben verdient gemacht haben. Besonders oft wurden Politiker*innen ausgezeichnet, unter ihnen etwa Claudia Roth (Grüne), Klaus Wowereit (SPD), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) oder Rita Süßmuth (CDU). Preise erhielten auch "heute show"-Erfinder Stephan Denzer, Sexualwissenschaftler Martin Dannecker oder der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger. Letztes Jahr wurde die Auszeichnung zum 20. Mal vergeben – damals an die queere jüdische Organisation Keshet Deutschland (queer.de berichtete).

Verliehen wird der Preis dieses Jahr wegen der Corona-Krise erneut nur in Form einer Online-Liveveranstaltung. Diese findet am Wochenende des Colognepride (28. August) statt. Das Programm umfasst politische Beiträge der Vorstandsmitglieder zu aktuellen Themen der queeren Communityarbeit, Einblicke in die Arbeit von Queerem Netzwerk und Aidshilfe NRW sowie ein Kulturprogramm. (cw)