https://queer.de/?38758
Sie spielte Anna Madrigal
Trauer um Queer Ally Olympia Dukakis
Die aus Armistead Maupins "Stadtgeschichten" bekannte US-Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin ("Mondsüchtig") ist am Samstag im Alter von 89 Jahren in New York City gestorben.

Olympia Dukakis als Anna Madrigal in der Netflix-Miniserie "Stadtgeschichten" aus dem Jahr 2019 (Bild: Netflix)
- 2. Mai 2021, 12:33h 2 Min.
Die US-Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin Olympia Dukakis ("Mondsüchtig") ist am Samstag nach längerer Krankheit im Alter von 89 Jahren in New York City gestorben. Ihr Bruder Apollo Dukakis schrieb auf Facebook: "Nach vielen Monaten schwindender Gesundheit ist sie endlich in Frieden und vereint mit ihrem [2018 gestorbenen Mann] Louis." Eine Todesursache wurde nicht genannt. Dukakis, die sich schon zu Beginn ihrer Karriere für LGBTI-Rechte einsetzte, hinterlässt drei Kinder.
By CAREY PERLOFF Artistic Director Emeritus of American Conservatory Theatre , San Francisco IN MEMORY OF OLYMPIA...
Posted by Apollo Dukakis on Saturday, May 1, 2021
|
Dukakis wirkte in Dutzenden Filmen und TV-Serien mit, unter anderem in "Magnolien aus Stahl" (1989), "Kuck mal, wer da spricht" (1989, 1990, 1993), "Die nackte Kanone 33 1/3" (1994) und "Geliebte Aphrodite" (1995) von Woody Allen. Für ihre Rolle in der Hollywood-Romantikkomödie "Mondsüchtig" von Norman Jewison, in der sie die Mutter von Cher spielt, wurde sie 1988 mit dem Oscar für die beste Nebendarstellerin geehrt – wie auch Cher als beste Hauptdarstellerin. Zudem erhielt Dukakis für diese Rolle einen Golden Globe. Dieser Erfolg machte Dukakis zu einer der führenden Charakterdarstellerinnen in Hollywood.
Mal cannabiszüchtende trans Frau, mal lesbische Seniorin
In die Herzen der queeren Community spielte sich Dukakis vor allem durch die Verfilmungen von Armistead Maupins "Stadtgeschichten" in den Jahren 1993, 1998 und 2001. Auch in der Netflix-Fortsetzung von 2019 spielte sie die exzentrische, cannabiszüchtende trans Frau Anna Madrigal, die aus ihrem Haus in der Barbary Lane 28 in San Francisco eine queere Wohngemeinschaft macht.
In "Cloudburst" (2011) überzeugte Olympia Dukakis als butche lesbische Seniorin. In der schwulen Komödie "Jeffrey" (1995) übernahm sie als Mrs. Marcangelo eine Nebenrolle.

Olympia Dukakis (li.) in "Cloudburst" (Bild: Salzgeber)
Dukakis wurde für einige Emmys nominiert
Bei ihrer Oscar-Dankesrede 1988 warb Dukakis für ihren Cousin Michael Dukakis, dem Präsidentschaftskandidaten der Demokraten: "Ok, Michael, auf geht's!" – es nutzte nicht: er unterlag schließlich dem Republikaner George H. W. Bush. Darüber hinaus wirkte Dukakis in zahlreichen Theateraufführungen mit. Für ihre TV-Rollen wurde sie für einige Emmys nominiert. Cher würdigte Dukakis am Samstag in einem Tweet als "unglaubliche" Schauspielerin.
/ cherOlympia Dukakis Was an Amazing,Academy Award Winning Actress.Olympia Played My Mom In Moonstruck,& Even Though Her Part was
Cher (@cher) May 1, 2021
That Of a Suffering Wife, WeALL The Time.She Would Tell Me How MUCH She Loved Louis,HerHandsome Talented,Husband.I Talked To Her 3Wks Ago. Rip Dear One pic.twitter.com/RcCZaeKFmz
|
Geboren wurde Dukakis am 20. Juni 1931 in Lowell im US-Staat Massachusetts. Ihre Eltern stammten aus Griechenland. Nach ihrem Studium an der Boston University begann sie ihre Karriere als Theaterschauspielerin in New York City. Ihr Debüt gab sie 1962. Im selben Jahr heiratete sie den Schauspieler und Produzenten Louis Zorich. Ab Mitte der Sechzigerjahren trat sie dann auch in Filmen auf. (cw/dpa)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
Mo, 19:45h, Puls 4:
Two and a Half Men
Folge 1: Stur, zwanghaft und unflexibel – Alan und sein Sohn Jake ziehen bei Charlie ein, nachdem sich Alans Frau Judith überraschend als Lesbe geoutet hat.
Serie, USA 2003- mehr TV-Tipps für Montag »















