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Chef der "Jungen Alternative" gibt auf

Marvin Neumann verlässt AfD

Der Chef der AfD-Jugendorganisation war mit seinen homophoben und rassistischen Kommentaren sogar Jörg Meuthen und Co. zu radikal. Die in Teilen rechtsextreme Partei hofft, mit dem Austritt eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz abwenden zu können.


Marvin Neumann auf der Website seines JA-Landesverbandes (Bild: https://www.ja-brandenburg.de/)

Nach innerparteilicher Kritik ist der erst vor gut zwei Wochen zum Chef der AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" gewählte Marvin Neumann aus der Partei ausgetreten. Ein Sprecher der Partei teilte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage am Montag mit, der aus Brandenburg stammende JA-Covorsitzende habe seinen Austritt nicht begründet.

Neumann war in den letzten Wochen wegen vieler rassistischer und homophober Äußerungen in die Kritik geraten. So hatte er Schwarzen pauschal das Recht abgesprochen, deutsche Staatsangehörige werden zu können. Außerdem bezeichnete er Homosexualität als "perverse, infantil-vulgäre Dekadenz". Die parteiinterne Arbeitsgruppe Verfassungsschutz, die eine geheimdienstliche Beobachtung der AfD verhindern soll, hatte wegen der Äußerungen vergangene Woche gefordert, dass Neumann die Partei verlassen müsse (queer.de berichtete).

AfD-Jugendorganisation gilt seit zwei Jahren als Verdachtsfall

Die "Junge Alternative" gilt als noch radikaler als die Mutterpartei. Bereits im Januar 2019 gab das Bundesamt für Verfassungsschutz bekannt, dass die JA als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft werde. Die Nachwuchsorganisation war durch eine besondere Nähe zur völkischen "Identitären Bewegung" und durch viele rassistische Beiträge in sozialen Medien aufgefallen.

Neumann war am 18. April gemeinsam mit Carlo Clemens aus Nordrhein-Westfalen zum gleichberechtigten Co-Vorsitzenden der Jungen Alternative gewählt worden. Obwohl seine homophoben und rassistischen Kommentare bereits im Vorfeld bekannt waren, erhielt Neumann bei der Vorsitzendenwahl im JA-Bundeskongress mehr als 80 Prozent Zustimmung. (dk)



#1 Felix-baerlinAnonym
  • Gestern, 04:05h
  • Statt inhaltlich überzeugender Kontroverse wird jemand gegangen. Da macht es sich die oft braune AfD einfach, damit die vielen Beamten innerhalb und außerhalb der Partei aus Angst vor dem Verfassungsschutz nicht verschreckt werden. 80 Prozent haben den Neonazi zum JA-Führer gewählt. Wohl aus Überzeugung. Werden die jetzt auch hinausbefördert?
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