Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38766

Päivi Räsänen

Volksverhetzung: Homophobe Abgeordnete angeklagt

Eine finnische Christdemokratin muss sich vor Gericht dafür verantworten, dass sie Hass auf Homosexuelle verbreitet.


Päivi Räsänen lehnt Schwule und Lesben aus religiösen Gründen ab (Bild: Soppakanuuna / wikipedia)

Die finnische Generalstaatsanwaltschaft hat am vergangenen Donnerstag laut dem Sender YLE Anklage wegen Hassrede gegen die christdemokratische Reichstagsabgeordnete Päivi Räsänen erhoben. Die ehemalige Innenministerin habe in drei Fällen online zum Hass auf Homosexuelle aufgerufen – einmal in einem Kommentar auf der Homepage der evangelisch-lutherischen Staatskirche, zwei weitere Anklagepunkte beziehen sich auf Äußerungen der 61-Jährigen in sozialen Netzwerken und in einer Radio-Sendung.

Laut Medienberichten hatte Räsänen unter anderem in sozialen Medien geschrieben, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht vereinbar mit der christlichen Vorstellung der Menschheit seien, und Homosexualität pauschal als Sünde bezeichnet. Außerdem hatte sie kritisiert, dass sich die evangelische Kirche am CSD in Helsinki beteiligte. Im Radio hatte sie auch behauptet, dass – sollte Homosexualität angeboren sein – es sich dabei um eine genetische Degeneration handle. Homosexuelle seien ferner nicht auf gleiche Art wie Heterosexuelle von Gott geschaffen worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft Räsänen konkret "kriminelle Hetze gegen eine Minderheitengruppe" vor. Darauf steht bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe bis zu zwei Jahren.

Angeklagte sieht sich als Opfer religiöser Verfolgung

Räsänen sieht sich hingegen als Opfer religiöser Verfolgung. Sie habe schließlich nur ausgesprochen, was in der Bibel stehe. Die Anklagerhebung werfe die Frage auf, "ob es in Finnland erlaubt ist, seine Überzeugung zu äußern, die auf der traditionellen Lehre der Bibel und der christlichen Kirchen beruht".

Päivi Räsänen ist für die Partei KD bereits seit 1995 Mitglied des finnischen Einkammernparlaments "Suomen eduskunta". KD gehört der Europäischen Volkspartei an und ist so eine Schwesterpartei von CDU und CSU. Von 2004 bis 2015 war Räsänen sogar KD-Vorsitzende, von 2011 bis 2015 war sie Innenministerin in einer Koalitionsregierung.

Bereits früher machte Räsänen mit homosexuellenfeindlichen Äußerungen Schlagzeilen. 2010 sorgte sie mit einer homophoben Tirade im Fernsehen für eine Austrittswelle bei der Staatskirche (queer.de berichtete). Damals sagte sie Sätze wie: "Ich habe mehrere Freunde, die eine homosexuelle Identität haben, aber sich gegen Schwule und den schwulen Lebensstil aussprechen". (dk)



#1 dellbronx51069Anonym
  • 03.05.2021, 17:51h
  • Bezeichnend ist dass dieses Pack immer wieder behauptet schwule Bekannte zu haben. Allein daran sieht Mensch schon was das für Gaga Typen sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 kuesschen11Profil
  • 03.05.2021, 20:40hFrankfurt
  • Sie betreibt die Volkshetze und stilisiert sich noch als Opfer. Das ist krank.

    Dennoch ist Hetze gegen alles, was anders ist in konservativen biblischen, kirchlichen Kreisen seit langer Zeit ein Markenkern, der übelst die Gesellschaft beeinflusst hat.

    Hoffentlich bekommt die Dame eine Haftstrafe oder Geldstrafe, denn es gibt schon zu viele von diesen religiösen Hetzer:innen, die ungeschoren davon gekommen sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ChrisNAnonym
  • Gestern, 18:32h
  • Sie hat nichts anderes getan, als Geistliche hierzulande (ungestraft) tun.

    Sollte Finnland da schon etwas weiter sein im Strafrecht?
  • Antworten » | Direktlink »