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"Luar ist da"

Spanien: Trans Mann bringt Kind auf die Welt

Der 27-jährige Rubén Castro hat sich den Kinderwunsch erfüllt: Am 1. Mai brachte gebar er seinen ersten Sohn Luar.


Rubén Castro ist seinen Babybauch inzwischen los… (Bild: Instagram / papagestante)

Rubén Castro ist am vergangenen Samstag Vater geworden: Der 27-jährige trans Mann brachte eigenen Angaben zufolge ein gesundes Kind zur Welt, das er Luar taufte. Da es sich um eine der einzigen bekannten Schwangerschaften eines trans Mannes in Spanien handelte, hatte die Presse die Schwangerschaft gebannt mitverfolgt. Castro selbst veröffentlichte in den letzten Monaten dazu immer wieder Bilder in sozialen Netzwerken. Am Tag nach der Geburt veröffentlichte er ein Bild seines Sohnes, der den Finger einer erwachsenen Person hält. Dazu schrieb er: "Luar ist da."

Die Schwangerschaft soll mit dem Dokumentarfilm "Papa gestante" (Schwangerer Papa) von den Filmemacherinnen Celia Avilés und Bake Gómez verewigt werden. Castro berichtet darin, wie sich seine Schwangerschaft von der von Frauen unterscheide. Außerdem wolle er das Thema einer Schwangerschaft als Mann bekannter machen und auch anderen trans Menschen Mut machen.

Castro hatte seine Eizellen vor der Hormonbehandlung eingefroren. Später konnte er durch künstliche Befruchtung schwanger werden.

Bereits in der Vergangenheit hatten schwangere Männer immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. 2008 wurde der amerikanische trans Mann Thomas Beatie plötzlich landesweit bekannt, als er von seiner Schwangerschaft in der Talkshow von Oprah Winfrey erzählte (queer.de berichtete). 2013 gab es Berichte über eine trans Schwangerschaft in Berlin (queer.de berichtete).

In der Vergangenheit waren trans Menschen in den meisten Ländern noch gezwungen worden, sich sterilisieren zu lassen, ansonsten wurden sie nicht in ihrem Geschlecht anerkannt. Dies ist auch bis heute im deutschen Transsexuellengesetz vorgesehen, war aber bereits 2011 vom Bundesverfassungsgericht als Verstoß gegen das Grundgesetz für verfassungswidrig erklärt wurde (queer.de berichtete). 2017 urteilte auch das Europäische Menschenrechtsgerichtshof, dass die erzwungene Fortpflanzungsunfähigkeit gegen die Menschenrechtskonvention verstößt (queer.de berichtete). (cw)



#1 LaetitiaAnonym
  • 05.05.2021, 08:10h
  • Das ist doch endlich mal eine schöne Nachricht. Der kleine Luar wird immer wissen, dass er geliebt und erwünscht ist.
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#2 LordWilliambyronAnonym