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Sachsen

Fußball-Jugendleiter beschimpft Abgeordneten wegen dessen Homosexualität

Der offen schwule Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wetzel wehrt sich gegen homophobe Beschimpfungen durch einen Fußballfunktionär. Der verantwortliche Verein VfB Eckersbach steckt aber angesichts der Vorwürfe den Kopf in den Sand.


Wolfgang Wetzel bei seinem Einzug in den Bundestag im Oktober 2020 (Bild: Facebook / Wolfgang Wetzel)

Der 52-jährige Zwickauer Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wetzel (Grüne) wehrt sich gegen massive Beschimpfungen durch einen Fußballtrainer. Wie die "Freie Presse" (Bezahlartikel) berichtete, sei er vom zweiten Jugendleiter des VfB Eckersbach wegen seiner Homosexualität online attackiert worden. Eckersbach ist ein Stadtteil von Zwickau.

Der Übungsleiter, der auch gerne Verschwörungstheorien zur Corona-Pandemie im Internet verbreitet, hatte den Politiker in einem öffentlich einsehbaren Kommentar homophob beschimpft und ihm vorgeworfen, dass die Menschheit "wegen Leuten wie Ihnen aussterben" könne, wenn alle seinem Beispiel folgen würden.

Wetzel wollte ein klärendes Gespräch über die Beschimpfungen mit dem verantwortlichen Verein führen. Doch weder der Vereinspräsident noch die Vizepräsidentin noch der homophobe Jugendleiter reagierten auf Kontaktversuche des Politikers oder von der Presse. Wetzel äußerte unter anderem die Sorge, dass dem Homo-Hasser "Jugendliche anvertraut werden, während er außerordentlich krude und herablassende Ansichten über sexuelle Minderheiten vertritt".

Verbände sind alarmiert

Reaktionen gab es dagegen von Sportverbänden: Laura Holzapfel vom Sächsischen Fußballverband sprach von "herabwürdigenden und diskriminierenden Kommentaren". Kristin Pröger vom Landessportbund erklärte, auch wenn sich die Äußerung des Jugendleiters auf eine Person außerhalb des Sports beziehe, besitze er eine Vorbildfunktion. Man werde den Fall nicht auf sich beruhen lassen. Beide Verbände wiesen darauf hin, dass die Äußerungen gegen die Verbandsstatuten verstießen.

Deutsche Fußballverbände versuchen derzeit, vermehrt gegen LGBTI-Feindlichkeit in Deutschlands Lieblingssportart vorzugehen. Vor einem halben Jahr richtete der Deutsche Fußballbund und der Lesben- und Schwulenverband etwa eine Anlaufstelle für queere Menschen ein (queer.de berichtete).

Wetzel ist Mitglied im Zwickauer Stadtrat und seit Oktober 2020 auch Bundestagsabgeordneter. Er zog als Nachzügler ins Parlament ein, nachdem sein Vorgänger Stephan Kühn einen Job als Baubürgermeister von Dresden annahm und sein Mandat in Berlin abgab. (dk)



#1 AnfängeSindVorbeiAnonym
  • 04.05.2021, 17:00h
  • Ein Coronaleugner, Verschwörungsverbreiter und Schwulenhasser darf in Sachsen mit dem Schutz seiner Verbandsoberen als Jugendleiter im Sport seine Demokratiefeindlichkeit ausleben und verbreiten.

    In einem Staat, in dem es so weit gekommen ist, ist es längst zu spät, den Anfängen zu wehren. Da werden bereits Mitglieder der Höckejugend aufgezogen.
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#2 GodzillaAnonym
#3 ZenkimausiAnonym
#4 Korinthen KKAnonym
  • 04.05.2021, 18:17h
  • Selbstverständlich hat der Jugendleiter 20 Kinder in die Welt gesetzt und nie verhütet, damit die Menschheit auch nicht ausstirbt, und regt sich beim Thema "Einwanderung" und "Familiennachzug" auch nicht auf.
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#5 Georg NeuhierlAnonym
#6 MalEhrlichAnonym
#7 ZenkimausiAnonym
#8 SebiAnonym
  • 04.05.2021, 21:40h
  • Dann sollten die Stellen, die über Fördermittel, etc. für den Verein entscheiden, auch den Kopf in den Sand stecken...

    Denn solches rechtes Gedankengut hat im Sport keinen Platz und sollte nicht auch noch gefördert werden.

    Wegsehen hat noch nie genützt. Wer wegsieht, macht sich mitschuldig.
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#9 sachsenspiegelAnonym
#10 Animal tristeAnonym
  • 04.05.2021, 23:10h
  • Kann jemand diesem jungen SportsMann mal schonend beibringen,dass es künstliche Befruchtung gibt?Und dass selbst WENN alle Männer schwul wären,damit der Fortbestand der Menschheit nicht gefährdet wäre?Nicht die Zeugung eines Kindes ist die Leistung,sondern das Aufziehen/Erziehen desselben zum Erwachsenen und mündigen Bürger. Wenn diesem Sportler der heterosexuelle Geschlechts-/Zeugungsakt so beschwerlich oder sogar widerwärtig erscheint,dann soll er es lassen.Jedesmal,wenn ich das höre"beim Sex zwischen Mann und Frau kann/wird neues Leben entstehen" dann schwingt für mich dabei mit "Aus Lust kann man das ja nicht über sich ergehen lassen-aber ich tu das für's Vaterland/die Nation/die ganze Menschheit."Mit zuammengebissenen Zähnen erfüllt unser Held seine patriotische Pflicht. Und seine "Freundin" oder besser Indoktrinationsopfer rattert in Gedanken ihren Zykluskalender durch.Oder sie glaubt selbst,das Sex eine widerliche Notwendigkeit ist,die man hinter sich bringen MUSS. Das macht bestimmt gute Laune.
    Kinder müssen vor dieser Art von Idioten besser geschützt werden.Wir brauchen dringend mehr Evolutionsbiologie in den Schulen.Es muss auch der/dem hinterletzten Depp*e/in klar sein,dass bei der Spezies "Mensch" weniger die Anzahl der gezeugten/geborenen Kinder über das Gedeihen dieser Art entscheidet, sondern wieviele von diesen Nachkommen GESUND an Leib und Seele das Erwachsenenalter erreichen.Und das erwachsene Menschen,die auf eigene Nachkommen verzichten,indirekt das Überleben von Nachkommen anderer Artgenossen erleichtern.Bei Herdentieren geht es um Masse, bei Rudeltieren wie dem "Zoon politikon" kann der freiwillige Verzicht einzelner Individuen zum Gewinn der Spezies werden.
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